Unsere FAQ.

Hier gibt es Antworten zu Ihren Fragen.


Sie möchten mehr über Ihren WBV "Am Wiehen" erfahren?

Hier haben wir einige Details für Sie zusammengestellt.


FAQs zur Trinkwasser-Situation

Sie haben Fragen zur aktuellen Situation? Wir haben hier einige Informationen für Sie zusammengestellt.

  • Warum haben wir schon Probleme, obwohl der Sommer 2026 gerade erst begonnen hat?

    Grund dafür sind die extrem hohen Wasserverbräuche, die mit den höheren Temperaturen in diesem Sommer einhergehen. Dadurch wird an zahlreichen Tagen viel mehr Trinkwasser verbraucht als gefördert und zugeliefert werden kann. So entsteht ein Defizit, das die Füllstände unserer Wasserspeicher sinken lässt. Wichtig ist dann eine Reduzierung des Verbrauchs, um ernste Probleme in der Versorgung zu verhindern. 


    Hinzu kommt: Durch die lang anhaltenden Hitzeperioden in Kombination mit den extrem hohen Verbräuchen haben wir bereits Mehrmengen von unseren Zulieferpartnern genutzt, die im weiteren Jahresverlauf fehlen werden. Und einzelne langjährige Partner des WBV Am Wiehen können derzeit nicht die volle Trinkwassermenge liefern. Diese Situation wird andauern. Alle vier Verbandskommunen prüfen deshalb, ob sich weitere Bezugsquellen erschließen lassen. 


    Auch die Stadtwerke Bad Oeynhausen können durch ihre eigene Wasserförderung und -aufbereitung derzeit nicht die vollen bisherige Wassermengen beisteuern. Hintergrund ist das extreme Niedrigwasser der Weser, das die Eigenförderung in Bad Oeynhausen stark einschränkt. 


  • Nicht mal drei Tage warm und schon Wasserknappheit?

    Entscheidend ist weniger die Anzahl der warmen Tage, sondern die extrem hohen Trinkwasserverbräuche, die damit einher gehen. Diese haben Dimensionen erreicht, die wir in den letzten Jahren hier noch nicht erlebt haben. 



  • Was ist ein normaler Verbrauch?

    Der durchschnittliche Trinkwasserverbrauch liegt deutschlandweit laut BDEW bei rund 123 Litern pro Kopf und Tag. Dieser Wert ist über das Jahr gemittelt und enthält noch einen Kleingewerbeanteil. Im Sommer kommen selbstverständlich einige Liter pro Kopf hinzu. 


    Wir blicken eher auf die Abgabemenge fürs gesamte Verbandsgebiet: Der ideale Sommerwert liegt hier bei einer Verbrauchsmenge von 16-17 Millionen Litern Trinkwasser am Tag. 

  • Wie werden die Hochbehälter aufgefüllt?

    Die Hochbehälter füllen sich nicht durch Regen, sondern ausschließlich durch eigene Förderung aus unseren Brunnenanlagen und Zuliefermengen.


    17.250 Kubikmeter Trinkwasser passen dort hinein. Wird aus den Hochbehältern jedoch täglich durch hohe Verbräuche mehr entnommen als in diese nachfließen kann, sinkt der Füllstand kontinuierlich. 


    Der einzige wirksame Hebel dagegen ist, den Verbrauch dauerhaft stark zu senken: Erst wenn weniger verbraucht wird als nachkommen kann, können sich die Speicher wieder füllen.



  • Das gab es doch schon einmal – wurde nichts getan?

    Der WBV „Am Wiehen“ investiert seit Jahren in die Versorgungssicherheit. Dazu gehören die Inbetriebnahme des größten Trinkwasser-Hochbehälters im Jahr 2021, die Inbetriebnahme eines weiteren Brunnens im Jahr 2022, der Bau von Trinkwasser-Verbundleitungen nach Lübbecke und Vlotho in den Jahren 2022 und 2025, die Erweiterung des Trinkwasser-Liefervertrages mit dem WBV Kreis Herford-West im Jahr 2024, die Erneuerung von Brunnenpumpen im Jahr 2025 sowie der aktuelle Bau der Rohwasser-Redundanzleitung. Zwei weitere neue Brunnen des WBV „Am Wiehen“ sind in Planung, die Grundstücke dafür gibt es bereits.  


    Auch in Bad Oeynhausen wurde in den letzten Jahren viel in die Vernetzung mit anderen Versorgern investiert. 2019 ist die Verbindungsleitung zu den Stadtwerken Porta-Westfalica in Betrieb gegangen. 2025 wurde die Transportleitung zwischen den Stadtwerken Vlotho und dem Pumpwerk in Rehme fertiggestellt. Derzeit wird die Machbarkeit eines weiteren Leitungsverbundes geprüft. Zudem wird untersucht, ob der ehemalige Brunnen Flachssiek wieder genutzt werden kann.


    Einfach „mehr fördern“ ist aber auch nicht beliebig möglich: Die Förderleistung der Brunnen ist begrenzt, eine Übernutzung würde den Grundwasserleiter schädigen – mehr Förderung erfordert jahrelange hydrogeologische Vorarbeit.


    Zugleich steigen die Anforderungen Jahr für Jahr: Die klimatischen Bedingungen verändern sich, auch die Landwirtschaft benötigt in Dürreperioden mehr Wasser, um die Ernte sicherzustellen. Darüber hinaus hat die Anzahl privater Pools und Gartenbewässerungssysteme teils erheblich zugenommen.


    Zum Vergleich: Eine vierköpfige Familie verbraucht im Schnitt rund 150 m³ Wasser pro Jahr, ein durchschnittlicher Pool fasst rund 10 m³ – eine einzige Pool-Befüllung entspricht damit fast einem Monatsverbrauch dieser Familie.


  • Warum ist das bei uns so und in mancher Nachbarstadt nicht?

    Nachbarstädte gehören einem anderen Versorgungsgebiet an. Und die Versorgungslage kann regional sehr unterschiedlich sein. 



Wie sieht ein Hochbehälter von innen aus?



Werfen Sie einen Blick in eine der beiden Wasserkammern unseres größten Hochbehälters. Hier passen 5.000 Kubikmeter Trinkwasser hinein.






Wie erreicht das Wasser die Versorgungsunternehmen?