Presse-Informationen.




Neuigkeiten von Ihrem WBV "Am Wiehen".


2026


  • Trinkwasser: Verbote aufgehoben – Appell an gemeinsame Verantwortung, alle in der Region können etwas tun (23.07.2026)

    Die vier Kommunen des Wasserbeschaffungsverbands (WBV) „Am Wiehen“ heben am Freitag, den 24. Juli, die seit dem 24. Juni 2026 geltende ordnungsbehördliche Verordnung auf. Damit endet nach einem Monat der Ausnahmezustand. Statt auf Verbote wird in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne ab sofort auf das Prinzip der Freiwilligkeit gesetzt. Doch die Lage bleibt ernst, und die Trinkwasser-Ampel bleibt auf Rot. Zwar lag der Verbrauch gestern mit 16,7 Mio. Litern erstmals seit Wochen wieder im Sommer-Zielbereich. Dieser Rückgang ist jedoch vor allem auf das kühlere Wetter und die Urlaubszeit zurückzuführen. Die verfügbare Jahresmenge an Trinkwasser bleibt unverändert knapp. Gleichzeitig verschärft der anhaltend niedrige Wasserstand der Weser die Situation und schränkt die Eigenförderung der Stadtwerke Bad Oeynhausen weiter ein. 


    Die Bürgermeister aller vier Städte und Gemeinden appellieren deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibende, Landwirte und die Industrie: „Bitte gehen Sie weiterhin sparsam mit der knappen, kostbaren Ressource Wasser um. Wenn möglichst viele im Verbandsgebiet ihren Beitrag leisten, können wir alle gemeinsam einen weiteren Ausnahmezustand verhindern und unsere Vision angehen: Wir wollen in der Region einen nachhaltigen Umgang mit Wasser vorantreiben – mit den Menschen vor Ort und gut eingebunden in die regionalen Netzwerke, in denen wir aktiv sind.“ In den nächsten Monaten werden deshalb Projekte und Initiativen gestartet und fortgeführt – immer mit dem Ziel, Menschen zusammenzubringen, das Gemeinwohl zu fördern und die Versorgung mit Trinkwasser zu stärken.


    Was die ordnungsbehördliche Verordnung (oVO) gebracht hat und was nicht

    Der WBV „Am Wiehen“ zieht Bilanz: „Die Verordnung ist ein Instrument, das dann zum Einsatz kommt, wenn die Versorgung anders nicht mehr gesichert werden kann“, so Michael Kasche, Verbandsvorsteher des WBV „Am Wiehen“. „Die Ordnungsämter haben während des Ausnahmezustands kontrolliert und sind Hinweisen konsequent nachgegangen. In vielen Fällen stellte sich dabei heraus, dass Wasser rechtmäßig genutzt wurde, beispielsweise aus eigenen Zisternen oder Hausbrunnen. Bußgelder mussten nur in Einzelfällen verhängt werden.“ 


    Die Verordnung hat dazu beigetragen, die Versorgung im Ausnahmezustand zu sichern. Sie allein kann aber kein dauerhaftes Bewusstsein für den sorgsamen Umgang mit Wasser schaffen. Entscheidend ist, dass alle im Verbandsgebiet weiterhin verantwortungsvoll mit der Ressource Wasser umgehen. 


    Warum die Ampel weiterhin auf Rot bleibt


    1. Die weiterhin knappe verfügbare Jahresmenge: 

    Während der Hitzeperiode haben die Zulieferpartner erhebliche Mehrmengen an Trinkwasser bereitgestellt. Sie haben damit die Versorgung stabil gehalten. Dafür sagt der WBV „Am Wiehen“ herzlich Danke. Die vorgezogenen Mengen fehlen im weiteren Jahresverlauf. Das verfügbare Wasserbudget aus den Zukäufen ist damit für 2026 spürbar enger geworden. 


    2. Die Lage an der Weser: 

    Am 22. Juli 2026 ist der Wasservorrat der Edertalsperre unter das für die Normalwasserabgabe erforderliche Speichervolumen von 40 Mio. Kubikmetern gefallen. Daraufhin wurde die Abgabe auf die Mindestabgabe von 6 m3/s reduziert (Quelle: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser). Damit endet die Stützung des Weser-Wasserstands durch die Edertalsperre, es ist mit weiter sinkenden Pegeln der Weser zu rechnen. Weil ein großer Teil der Eigenförderung der Stadtwerke Bad Oeynhausen auf Uferfiltrat der Weser beruht, verringert sich die dortige Förderleistung deutlich – dies wird sich ebenfalls auf die verfügbare Gesamtmenge an Trinkwasser beim WBV „Am Wiehen“ auswirken.


    „Die Lage bleibt unverändert angespannt“, erklärt Michael Kasche. „Was sich geändert hat, ist unsere Haltung: Wir möchten nicht weiter auf Vorschriften setzen, sondern auf die gemeinsame Verantwortung aller Menschen im Verbandsgebiet.“ Und Lars Bökenkröger, stellvertretender Verbandsvorsteher und Bürgermeister von Bad Oeynhausen, ergänzt: „Natürlich leisten auch wir unseren Beitrag. Wir investieren weiter in die Zukunft unserer Wasserversorgung: durch neue Brunnen in Hille und Löhne, die Reaktivierung des Brunnens Flachssiek in Bad Oeynhausen, die Prüfung einer zusätzlichen Verbundleitung und weiterer Brunnenstandorte sowie durch die laufende Sanierung der eigenen Anlagen. Diese Projekte werden uns in diesem und im nächsten Jahr noch nicht entlasten können, auch wenn sie bereits gestartet sind. Deshalb ist es umso wichtiger, dass jeder seinen Beitrag für das Gemeinwohl leistet und sparsam mit Trinkwasser umgeht.“ 


    Vom Verbot zur gemeinsamen Verantwortung

    Mit dem Ende der Verordnung legt der WBV „Am Wiehen“ die Verantwortung bewusst in die Hände aller vor Ort – und setzt auf Zusammenarbeit, gute Beispiele und gemeinsame Ziele. „Immer wieder wurden wir in den letzten Wochen gefragt, ob Industrie und Gewerbe ebenfalls zum Wassersparen beigetragen haben“, informiert Lars Bökenkröger. „Wir haben in unseren Gesprächen festgestellt, dass Betriebe und Einrichtungen ein hohes Eigeninteresse daran haben, Wasser und Energie zu sparen. Viele verfolgen klare Nachhaltigkeitsziele. Deshalb wollen wir gelungene Beispiele sichtbar machen – auch mit dem Ziel, erfolgreich umgesetzte Ideen für mehr Ressourcenschutz ins gesamte Verbandsgebiet zu tragen.“


    Wasserwissen und Innovation: Der Blick geht nach vorn

    Parallel setzt der WBV „Am Wiehen“ seine Arbeit in den wasserwirtschaftlichen Netzwerken ÜKOWA und wasser^Plus OWL der TH OWL fort und treibt die Wasserbildung voran: mit einem VR-Brillenprojekt für 8-14-Jährige zum Wasserkreislauf als Projektpartner „MINT for all“ des zdi-Zentrums Minden-Lübbecke, mit der Fortsetzung des Trinkwasser-Unterrichts an Grundschulen mit der Deutschen Umwelt-Aktion e. V. sowie mit einem Escape-Room-Konzept zur Vermittlung von Wasserwissen an Jugendliche und einem geplanten Citizen-Science-Projekt im Rahmen der Mitgliedschaft bei wasser^Plus OWL.


    „Die Verordnung mit ihren verbindlichen Regeln war notwendig, damit unsere Versorgung gesichert blieb“, so Michael Kasche. „Wenn es die Versorgungslage wieder erfordern sollte, werden wir sie erneut einsetzen, aber gestalten lässt sich damit nichts. Wir möchten stattdessen etwas aufbauen. Gemeinsam mit den Menschen, den Betrieben, den Einrichtungen, Vereinen und der Landwirtschaft in unserem Verbandsgebiet. Die Wasserknappheit wird sich weltweit und in allen Regionen Deutschlands im Zuge des fortschreitenden Klimawandels in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter verschärfen. Aktuell spüren wir dies hier deutlich. Wir möchten deshalb das Verständnis dafür fördern, wie knapp unsere Wasserverfügbarkeit weiterhin ist, wie wertvoll das Element Trinkwasser ist – und wie groß unsere gemeinsame Aufgabe ist, die Ressource zu schützen und zu erhalten.“ 


  • Trinkwasser: WBV „Am Wiehen“ und Verbandskommunen erarbeiten weitere Maßnahmen – Verbrauch bleibt vorerst zu hoch (17.07.2026)

    Die Trinkwasserlage im Verbandsgebiet des Wasserbeschaffungsverbands (WBV) „Am Wiehen“ bleibt nach wie vor angespannt. Trotz der ordnungsbehördlichen Verordnung lag der Verbrauch in der vergangenen Woche durchgehend bei mindestens 18,2 Millionen Litern Trinkwasser pro Tag, am Montag, 13. Juli 2026 lag er sogar bei über 18,9 Millionen Litern. Erst am Donnerstag, den 16. Juli ging er auf 17,8 Millionen Liter zurück – einhergehend mit Regenmengen aufgrund durchziehender Gewitter. Damit bleibt der Verbrauch weiterhin über der Zielmarke von 16 bis 17 Millionen Litern am Tag. Die ordnungsbehördliche Verordnung bleibt deshalb vorsorglich bis in die erste Sommerferienwoche bestehen. In dieser Zeit prüft der WBV „Am Wiehen“, ob der erhoffte Rückgang mit den beginnenden Urlaubsfahrten eintritt. 


    Kommunen und WBV „Am Wiehen“ stimmen die nächsten Schritte ab

    Wie sich die Versorgung Schritt für Schritt noch breiter und krisenfester aufstellen lässt, war Thema eines Treffens der Bürgermeister der vier Verbandskommunen Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne mit den technischen Fachleuten in dieser Woche. Die Sitzung knüpfte an die Arbeit der vergangenen Jahre an und brachte weitere Ansatzpunkte zutage. Auf der Agenda stehen nun unter anderem die bereits angekündigten Brunnen-Neubauten des WBV „Am Wiehen“ in Hille, die geplanten Brunnen-Neubauten der Stadtwerke Löhne in Löhne, die Reaktivierung des Brunnen Flachssiek durch die Stadtwerke Bad Oeynhausen sowie die Prüfung weiterer Brunnenstandorte in Bad Oeynhausen: Dazu soll der enge Austausch mit Hydrogeologen die Möglichkeiten klären. Darüber hinaus wird eine weitere Verbundleitung zu benachbarten Versorgern geprüft, erste Gespräche dazu gab es bereits. Und in Bad Oeynhausen und Löhne wird der Einbau digitaler Wasserzähler fortgesetzt – dies kann dazu beitragen, bei den Nutzerinnen und Nutzern die Transparenz über die eigenen Trinkwasserverbräuche zu erhöhen. „Wir haben hier auch weitere Ideen entwickelt, die wir mit Blick auf die kommenden 20 Jahre und den zunehmenden Klimawandel zusätzlich gemeinschaftlich angehen können“, so Michael Kasche, Verbandsvorsteher des WBV „Am Wiehen“. „Diese werden wir nun ebenfalls auf ihre Machbarkeit prüfen.“ 


    Bei den aktuellen Infrastrukturmaßnahmen ist der WBV „Am Wiehen“ am Wasserwerk bereits konkret vorangekommen. Dort wurde soeben das letzte Teilstück der neuen Rohwasser-Redundanzleitung eingezogen, die Maßnahme liegt voll im Zeitplan. Auch weitere Optimierungen wie der Austausch von Brunnenpumpen und die Sanierung weiterer Filteranlagen werden Schritt für Schritt fortgeführt. 


    Eine bundesweite Herausforderung

    Die großen Aufgaben und der damit einhergehende Investitionsbedarf stellen sich nicht allein dem WBV „Am Wiehen“. Der Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft (BDEW) weist in seiner aktuellen Pressemitteilung darauf hin, dass der Klimawandel generell eine stärkere Anpassung von Verhalten und Infrastruktur erfordere, nötig seien unter anderem weitere Investitionen in die Wasserinfrastruktur, der Ausbau regionaler Verbundsysteme und ein effizienter, nachhaltiger Umgang mit Wasser. 


    Genau diesen Weg geht der WBV „Am Wiehen“ weiterhin: Die geplanten Brunnen, Kooperationen und Optimierungen zahlen auf eine breite, krisenfestere Versorgung ein. Doch so wichtig diese Projekte sind, sie wirken nicht von heute auf morgen. Planungs-, Genehmigungs- und Bauverfahren brauchen Zeit. Ein neuer Brunnen entsteht über Jahre, nicht über Wochen. Sorgsames Wassersparen bleibt deshalb wichtig. 


    „Uns ist bewusst, dass wir den Menschen in diesem Sommer viel abverlangen – und dass auch die weitere Trinkwasserlage Geduld und das Mitwirken aller brauchen wird“, sagt Michael Kasche, Verbandsvorsteher des WBV „Am Wiehen“. „Trinkwassersparen wird uns auch künftig begleiten. Und dazu arbeiten wir weiterhin gemeinsam mit unseren Verbandskommunen daran, unsere Eigenförderung und die Beschaffung auszubauen und zu stärken.“ 


  • Trinkwasser: WBV „Am Wiehen“ arbeitet aktiv an der Beschaffung – Ausnahmezustand bleibt vorsorglich bestehen (10.07.2026)

    Die Trinkwasserversorgung im Verbandsgebiet des Wasserbeschaffungsverbands (WBV) „Am Wiehen“ bleibt angespannt. Das kühlere Wetter der letzten Woche allein sorgt hier nicht für Entspannung, der Ausnahmezustand bleibt deshalb vorsorglich bestehen. Am Donnerstag, den 09.07.2026 lag der Verbrauch erneut bei rund 18,4 Millionen Litern Trinkwasser. Das angestrebte Ziel der täglichen Abgabemenge von 16 bis 17 Millionen Litern pro Tag wurde in der letzten Zeit nur einmal erreicht – am Sonntag, den 05.07. mit rund 16,9 Millionen Litern. Für das kommende Wochenende werden wieder steigende Temperaturen erwartet. Der Wasserbeschaffungsverband hat seine Prognosen entsprechend angepasst und geht wieder von höheren Abgabemengen aus – mit der Folge, dass weitere Mehrmengen bei den Zulieferern erfragt werden müssen. Deshalb wird erneut dazu aufgerufen, Trinkwasser nur für die lebensnotwendigen Dinge zu verwenden. 


    Der Ausbau der Versorgung geht weiter

    Der WBV „Am Wiehen“ hat die Trinkwasserversorgung in den vergangenen Jahren mit seinen Verbandskommunen kontinuierlich breiter und stabiler aufgestellt - mit neuen Verbundleitungen in benachbarte Versorgungsgebiete, mit dem Neubau des zentralen Hochbehälters, mit Sanierungsarbeiten innerhalb der eigenen Infrastruktur bis hin zu den angekündigten Brunnenneubauten in Hille und Löhne. An diese Arbeit knüpft ein Treffen in der kommenden Woche an: Die technischen Vertretungen der vier Verbandskommunen und die technische Betriebsführung des WBV „Am Wiehen“ beraten die nächsten Schritte, um die Beschaffung und die Eigenförderung nochmals weiter zu stärken. Dabei wird auch geprüft, welche zusätzlichen Ausbauschritte sich wirtschaftlich darstellen lassen – der WBV „Am Wiehen“ arbeitet ohne Gewinnerzielung und finanziert Investitionen über die Wassergelder. 


    Bereits sichtbar ist der Fortschritt der Verlegung der Rohwasserleitung in Hille. Diese Baumaßnahme reicht bis ins Wasserwerk in Südhemmern hinein. Die neu verlegten Leitungen sichern einen gezielten, uneingeschränkten Durchfluss und ermöglichen zukünftige Unterhaltungsarbeiten. Das wird sich positiv auf die verfügbare Trinkwassermenge aus der Eigenförderung auswirken.


    Der weitere Ausblick

    An der bisherigen Linie ändert sich jedoch nichts: Eine Rücknahme des Ausnahmezustands und der damit einhergehenden ordnungsbehördlichen Verordnung nimmt der WBV „Am Wiehen“ weiterhin für den Beginn der Sommerferien ins Visier, da die Verbrauchsmenge zu Ferienzeiten erfahrungsgemäß abnimmt. Doch auch dann wird die Trinkwasserampel voraussichtlich auf ihrer Rotstellung verbleiben, denn auch die angespannte Beschaffungslage wirkt hier noch nach. Der Appell an die Menschen in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne gilt deshalb unverändert weiter: „„Wir verlassen uns nicht auf das Wetter, sondern arbeiten beständig weiter an dauerhaften Lösungen – an mehr Beschaffung und einer guten Eigenförderung“, so Verbandsvorsteher Michael Kasche. „Solange die Lage so angespannt bleibt, sind wir jedoch vorsichtig. Deshalb bitten wir weiterhin dauerhaft darum, jeden nur möglichen Liter Trinkwasser einzusparen.“ 


  • Trinkwasser-Lage beim WBV „Am Wiehen“: Der Verbrauch sinkt – ein weiterer Erfolg, aber noch keine Entwarnung (03.07.2026)

    Nach der extremen Hitzeperiode entspannt sich die Trinkwasserlage im Verbandsgebiet des Wasserbeschaffungsverbands (WBV) „Am Wiehen“ langsam. Die tägliche Abgabemenge an die Verbandskommunen Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne ist weiter gesunken: von rund 18,8 Mio. Litern Trinkwasser am Sonntag, den 28. Juni 2026, auf jeweils rund 18,1 Mio. Liter am Montag und Dienstag – und zuletzt auf rund 17,8 Mio. Liter am Donnerstag, den 02. Juli 2026. Dieser Rückgang geht mit kühleren Temperaturen und einigen Schauern einher – und mit dem Wasserspar-Beitrag vieler Menschen im Verbandsgebiet.


    Wichtige Schritte, aber das Ziel ist noch nicht erreicht

    So erfreulich die Entwicklung ist: Von einer Entwarnung kann noch nicht die Rede sein. Damit sich die Hochbehälterstände wieder vollständig auffüllen und dauerhaft halten lassen, muss die tägliche Abgabemenge noch weiter sinken – auf 16 bis 17 Mio. Liter Trinkwasser am Tag. Dieses Niveau gilt es nicht nur zu erreichen, sondern über den gesamten Sommer hinweg zu halten – und zwar auch im Falle weiterer Hitzeperioden. Einige Zulieferpartner liefern weiterhin Mehrmengen an Trinkwasser an den WBV „Am Wiehen“, wenn auch nicht mehr im Umfang der heißesten Tage. 


    Ein vorsichtiger Ausblick

    Vor diesem Hintergrund wagt der WBV „Am Wiehen“ erstmals in diesem Ausnahmezustand eine vorsichtige Prognose: Sollte sich die Lage weiter stabilisieren, könnte der Ausnahmezustand mit Beginn der NRW-Sommerferien aufgehoben werden. Das ist das nächste Ziel, das jedoch unter ausdrücklichem Vorbehalt ausgesprochen wird. Eine erneute Hitzewelle kann die Lage jederzeit wieder verschärfen. 


    „In den vergangenen Jahren sind die Abnahmemengen mit Beginn der Sommerferien stets zurückgegangen, da viele Familien in den Urlaub fahren“, so Verbandsvorsteher Michael Kasche. „Diesen Rückenwind erhoffen wir uns auch in diesem Jahr, verlassen können wir uns darauf aber nicht. Entscheidend bleibt, dass wir alle gemeinsam weiter sparsam mit Trinkwasser umgehen – nur so können wir aus dem Ausnahmezustand herauskommen und ihn hoffentlich hinter uns lassen.“


    Auch nach einer möglichen Aufhebung des Ausnahmezustands wird die Trinkwasserampel voraussichtlich weiterhin rot anzeigen. Mehr Entspannung lässt die Lage derzeit nicht zu, da viele Versorgungspartner den WBV „Am Wiehen“ in den vergangenen Wochen in außergewöhnlichen Maß unterstützt haben. Nun gilt es auch hier, Sonderbezüge zu reduzieren und vertraglich vereinbarte Jahresmengen an Trinkwasser wieder ins Gleichgewicht zu bringen – als Teil einer verantwortungsvollen, langfristigen Partnerschaft. Der Vorstandskreis tagt weiterhin täglich, um die Lage fortlaufend abzugleichen und zu bewerten. Parallel wird daran gearbeitet, alle Hochbehälter wieder bis zum Maximum aufzufüllen. 

  • Faktenpapier zur aktuellen Trinkwasserlage rund um die Hitzeperiode (01.07.2026)

    Faktenpapier zur Trinkwasser-Versorgung im Verbandsgebiet des WBV „Am Wiehen“ (Stand 01.07.2026)


    Die Trinkwasserlage im Verbandsgebiet des Wasserbeschaffungsverbands (WBV) „Am Wiehen“ ist sehr angespannt und konnte nur durch außergewöhnliche Maßnahmen gesichert werden. Hintergrund sind die anhaltend extrem hohen Trinkwasserabgaben im Zuge der letzten Hitzeperiode (18. bis 28. Juni 2026). Der Wasserbeschaffungsverband (WBV) „Am Wiehen“ informiert transparent über die Lage und stellt nachfolgend die wichtigsten Fakten und Antworten auf häufige Fragen zur Verfügung. 


    Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

    • Der WBV „Am Wiehen“ hat die Aufgabe, Trinkwasser zu beschaffen, bereitzustellen, und, soweit dazu nötig, das Grundwasser zu bewirtschaften.

    • Der WBV „Am Wiehen“ betreibt eine Eigenförderung über 22 Brunnenanlagen, ein weiterer Brunnen befindet sich im Genehmigungsverfahren.

    • Er beschafft über langjährige Partner weitere Trinkwassermengen und versorgt mit der Eigenförderung und den Zukäufen seine Verbandsmitglieder in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne. 

    • Die Stadtwerke Bad Oeynhausen betreiben eine eigene Wasserförderung und kaufen ebenfalls Trinkwasser zu. So unterstützen sie das Gesamtversorgungssystem des WBV „Am Wiehen“. 

    • Insgesamt werden ca. 100.000 Menschen in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne vom WBV "Am Wiehen" versorgt.

    • Der WBV „Am Wiehen“ setzt auf das Instrument der Trinkwasserampel, um die Bevölkerung im Verbandsgebiet frühzeitig über Veränderungen des verfügbaren Trinkwasser-Dargebots zu informieren und zunächst zum freiwilligen Wassersparen zu animieren. Die Ampel hat vier Schaltstufen – Grün, Gelb, Rot und „Ausnahmezustand“.  

    • Im Zuge der Hitzeperiode (18. Juni bis 28. Juni 2026) lag die tägliche Abgabemenge stets im extrem hohen Bereich, deshalb wurde am Mittwoch, den 24. Juni 2026 der „Ausnahmezustand“ erklärt. In allen vier Verbandskommunen wurde eine ordnungsbehördliche Verordnung erlassen. 

    • Der höchste Abgabewert wurde am Freitag, den 19. Juni 2026 erreicht – hier lag die Abgabemenge bei ca. 20,2 Mio. Litern. Über den gesamten Zeitraum ist die tägliche Abnahmemenge nicht unter 18,8 Mio. Liter gesunken, dieser Wert wurde am Sonntag, den 28. Juni – also am letzten Tag der Hitzeperiode – erreicht. Damit lag die tägliche Abnahmemenge beständig über der Wassermenge, die durch Eigenförderung und Zukäufe in die Hochbehälter nachgefüllt werden kann. Ein zunehmendes Defizit ist entstanden. 

    • Mithilfe langjähriger Zulieferer und neu gewonnener Not-Kooperationspartner konnte der Pegelstand des zentralen Hochbehälters des WBV „Am Wiehen“ stets über der kritischen Marke von 1,50 Metern gehalten – und zuletzt stabilisiert werden. 

    Dafür haben sich alle Zulieferpartner verlässlich hinter den WBV „Am Wiehen“ gestellt und nach Kräften und Vermögen Trinkwasser geliefert. Manche haben sogar täglich über die vertraglich vereinbarten Liefermengen hinaus teils erhebliche Mehrmengen bereitgestellt, und neu gewonnene Not-Kooperationspartner haben eine zusätzliche Wasserlieferung über Not-Übergaben möglich gemacht.

    • Die am 24. Juni 2026 erlassene ordnungbehördliche Verordnung geht für die Bürgerinnen und Bürger mit klaren Regeln einher: Erlaubt ist die Trinkwassernutzung zum Trinken und Kochen, zur Körperpflege und Hygiene sowie zur Nutzung für medizinische und lebensnotwendige Zwecke. Verboten dagegen ist die Nutzung von Trinkwasser u. a. für die Befüllung und Nachbefüllung von Pools, die Bewässerung von Rasenflächen, Ziergärten, Spiel- und Sportplätzen sowie die Reinigung von Terrassen, Hofflächen etc. Der genaue Wortlaut findet sich auf den Webseiten der Verbandskommunen. Die Ordnungsämter kontrollieren, Bußgelder bis 1.000 € sind möglich.

    • Um die Bevölkerung über alle Kanäle zu informieren und zu erreichen, wurde die gesamte Hitzeperiode hindurch die Öffentlichkeitsarbeit intensiviert – begleitet durch die lokalen und überregionalen Medienvertretungen (Tageszeitungen, Hörfunk, Fernsehsender). Sowohl der WBV „Am Wiehen“ als auch die vier Verbandskommunen und deren Versorgungsbetriebe informieren über regelmäßige Presse-Updates, die eigenen Webseiten und Social Media-Beiträge (Instagram/ Facebook). Zudem wurden im Zuge der ordnungsbehördlichen Verordnung E-Mail- und Telefon-Hotlines in den Verbandskommunen eingerichtet sowie FAQs auf deren Webseiten bereitgestellt. 

    • Bereits 2019 gab es beim WBV „Am Wiehen“ einen Versorgungsengpass, der eine ordnungsbehördliche Verordnung mit sich brachte, ebenso im Jahr 2022. 


    Was seit der Krise 2019 umgesetzt wurde

    Nach dem Versorgungsengpass 2019 wurde die Lage gründlich analysiert und ein umfangreiches Maßnahmenprogramm umgesetzt – unter anderem mit diesen Punkten:

    • 2019/2020: Machbarkeitsuntersuchung zur Erschließung weiterer Gewinnungsstandorte im gesamten Verbandsgebiet

    • 2019: Schaffung einer Verbundleitung zwischen Porta-Westfalica und Bad Oeynhausen

    • 2021: Inbetriebnahme des dritten und bislang größten Hochbehälters mit zusätzlich 10.000 m3 Volumen

    • 2022: Inbetriebnahme eines weiteren Brunnens, Schaffung einer weiteren Verbundleitung zwischen Lübbecke und Hüllhorst

    • 2023: Einrichtung einer eigenen Öffentlichkeitsarbeit 

    • 2024: Erweiterung des Liefervertrags mit dem langjährigen Partner WBV Kreis Herford-West mit jährlicher Bindefrist

    • 2025: Schaffung einer weiteren Verbundleitung von Bad Oeynhausen nach Vlotho und Erneuerung von Brunnenpumpen in der Brunnengalerie des WBV „Am Wiehen“ – dieses Projekt dauert an

    • Seit 2025: Sanierung der Filteranlagen – einer von 6 Filtern im Wasserwerk Südhemmern ist bereits saniert, die weiteren 5 Filter werden sukzessive folgen

    • 2026: Bau einer Rohwasser-Redundanzleitung in Hille (Projekt ist in Umsetzung)


    Welche weiteren Maßnahmen sind geplant: 

    Der WBV „Am Wiehen“ plant Brunnenneubauten in Hille, dafür wurden zwei Grundstücke bereits erworben und die Planungen laufen. Einer dieser Brunnen befindet sich im Genehmigungsverfahren. Die Stadtwerke Löhne planen ebenfalls einen Brunnenneubau. Dieser Brunnen soll in wenigen Jahren zur Verfügung stehen und das Gesamtsystem ebenfalls unterstützen. Zum Hintergrund: Ein Brunnenbauprojekt für die öffentliche Trinkwasserversorgung weist – von der Beschlussfassung des Brunnenneubaus bis zur Inbetriebnahme – sehr viele Projekt- und Genehmigungsschritte auf. 

    Verschiedene Fachbehörden sind einzubinden, bevor überhaupt über hydrogeologische Voruntersuchungen ein geeigneter Brunnenstandort ermittelt werden kann. Die weiteren Projektschritte sind – grob zusammengefasst: Grundstückserwerb, Erkundungsbohrung, Gutachtenerstellung, Konzeption zur Einbindung ins Netz – zudem sind weitere Genehmigungsplanungen und Antragsunterlagen zu bearbeiten und einzureichen. Erst dann kann es in die Ausführungsplanung gehen – und eine Ausschreibung erfolgen. Sind alle vorherigen Projektschritte erfolgreich umgesetzt, kann mit der Bohrung und dem Brunnenausbau begonnen werden. Diese Prozesse benötigen in der Regel ca. 4-5 Jahre.  


    Warum die Lage trotzdem angespannt ist

    Wasserknappheit hat in dieser Region strukturelle Wurzeln: Der WBV „Am Wiehen“ wurde 1961 als Reaktion auf extreme Trockenjahre gegründet. Im Jahr 2026 zeigt sich dabei eine neue Dimension der Spitzenlast: An mehreren aufeinanderfolgenden Hitzetagen wird gleichzeitig extrem viel Wasser abgerufen – z. B. für Pools, die Rasen- und Gartenbewässerung – wie es in dieser Höhe und Dauer zuvor nicht vorkam: Bis zu 20.200.000 Liter Wasser reichte die Spitzenabnahme an nur einem Tag, dem 19. Juni 2026. Solche zuvor nicht gesehenen Höchstabnahmemengen werden nun schon früh im Jahr erreicht und nicht erst im eigentlichen Hochsommer im Juli/August. Aufgrund der klimatischen Veränderungen ist mit solchen Vorkommnissen in diesem und den weiteren Jahren weiterhin zu rechnen. 


    Hinzu kommt ein wachsendes Problem bei der verfügbaren Jahresmenge beim WBV „Am Wiehen“ – auch durch die sich verändernde Eigenförderung der Stadtwerke Bad Oeynhausen, die die Gesamtversorgung des WBV „Am Wiehen“ unterstützt: Der größte Teil des in Bad Oeynhausen gewonnenen Trinkwassers ist Uferfiltrat der Weser (6 Brunnen), zusätzlich betreiben die Stadtwerke 

    2 Brunnen, die Tiefengrundwasser fördern. Durch die 6 Uferfiltrat-Brunnen ist die Wasserversorgung der Stadt stark vom niederschlagsbeeinflussten Wasserstand der Weser abhängig. Der Edersee stützt den Wasserstand der Weser, hier wurde bislang bei Niedrigständen stets auf die Haltelinie 125 gesetzt: Sinkt der Edersee auf 125 Millionen Kubikmeter, muss ein Sparbetrieb greifen, dann wird bis Ende August nur noch die Mindestabgabemenge in die Weser abgegeben. 


    Aufgrund des trockenen Winters 2025/26 (Niederschlagsdefizit Juni 2025 – Juni 2026: -11,8 %, LANUK NRW, Stand Juni 2026) war der Weserwasserstand in der ersten Jahreshälfte niedriger als üblich. Grund hierfür waren die im Winter reduzierten Abgabemengen aus dem Edersee zur Stützung des Weserwasserstandes. Dies führt in Bad Oeynhausen zu reduzierten entnehmbaren Wassermengen. 2026 wurden im ersten Quartal 222.000 Kubikmeter Wasser gefördert. Im Vergleichszeitraum 2025 waren es 130.000 Kubikmeter mehr. Die nicht zu fördernde Menge fehlt in der verfügbaren Gesamtjahresmenge des WBV „Am Wiehen“. 


    Diese Herausforderungen treffen auf ein verändertes Verbrauchsverhalten der Bürger*innen, die bereits weitaus früher im Jahr, und mehr als sonst üblich Trinkwasser verbrauchen. 


    Wie stellt sich der WBV „Am Wiehen“ unter diesen Rahmenbedingungen für die Zukunft auf?

    Er setzt auf 6 Säulen der Versorgungssicherheit:

    1. Redundanz, Reserve, Resilienz: Kontinuierliche Erweiterung der eigenen Anlagen, enge Kooperation mit Zulieferpartnern, Erweiterung von Lieferpartnerschaften.

    2. Zukunftsaufstellung im Verband: Enges Zusammenstehen der Verbandskommunen, Diversifizierung der Versorgungsquellen (geplanter Brunnen Löhne), erfolgte Erweiterung der technischen Anlagen in Löhne und Bad Oeynhausen (Hochbehälter Bischofshagen in Löhne, Schaffung Verbundleitung Porta Westfalica-Bad Oeynhausen sowie Bad Oeynhausen-Vlotho). 

    3. Regionale Vernetzung durch das Projekt ÜKOWA: 2 Bundesländer, 4 Kreise, 21 Kommunen, 25 Wasserversorgungsunternehmen haben sich zusammengeschlossen, um sich stärker zu vernetzen, vorausschauende Maßnahmen zu entwickeln und eine gemeinsame Steuerungs- und Handlungsgrundlage zu schaffen. Das geförderte Projekt nähert sich dem Abschluss.

    Weitere regionale Vernetzung durch das Projekt wasser^Plus OWL – ein sektorübergreifendes Netzwerk der Wasserwirtschaft. Ziele hier: Identifikation von Wasser-Akteur*innen, verbesserte Zusammenarbeit mit Fachämtern/Kreisen/Kommunen, Integration weiterer Disziplinen in die Wasserwirtschaft, Öffentlichkeitsarbeit, Bewusstseinsstärkung, Nachwuchsförderung.

    4. Wasserwiederverwendung forcieren: Projekt DigiWaVe in Bad Oeynhausen (abgeschlossen): Ermöglichung einer bedarfsgerechten Bewässerung der städtischen Grünflächen mit aufbereitetem Abwasser, insbesondere in Hitzeperioden mit geringer Wasserverfügbarkeit. Prüfung weiterer solcher Möglichkeiten im Verbandsgebiet. 

    5. Ressourcenschutz: Systematisches Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001, Mitgliedschaft in der Kooperation Landwirtschaft/Wasserwirtschaft im Kreis Minden-Lübbecke seit 1993, Mitgliedschaft im Projekt „Ackerwasser aus Winterwasser“ in Löhne mit der TH OWL, wasser^plus OWL.

    6. Öffentlichkeitsarbeit: Ziel: Wasserbewusstsein in der Bevölkerung zu schaffen und zu stärken. 

    Instrumente: Neben Webseiteaufbau und -pflege, Social Media und PR-Arbeit auch Vortragsangebote in den Verbandskommunen sowie die Schaffung von weiteren Bildungsangeboten: Trinkwasser-Unterricht in Grundschulen seit Schuljahr 2023/24 mit der Deutschen Umwelt-Aktion e. V., Verteilung kostenfreier Kinderbücher an Kitas und Grundschulen (2.000 Pixi-Bücher für Kitas aus BM-Fördermaßnahme LURCH, 1.000 Pixi-Wissen-Bücher für Grundschulen aus BM-Fördermaßnahme Wasser-Extremereignisse (WaX)). Initiierung und Durchführung eines VR-Projektes zum Wasserkreislauf in Kooperation mit dem Projekt „MINT for all“ des zdi Zentrum Minden-Lübbecke. Initiierung und Durchführung einer 14-tägigen Wasserausstellung mit dem Netzwerk wasser^Plus OWL (März 2026), die von weiteren Bildungspartnern täglich flankiert wurde. Konzeption eines „Escape-Room“-Konzeptes zur handlungsorientierten wasserwirtschaftlichen Wissensvermittlung / Berufsfindung mit Partnern des Netzwers wasser^Plus OWL. Erprobung auf der „MakerFaire“ in Minden im Mai 2026 mit dem Ziel, die Konzeption allen Partnern im Netzwerk sowie den Verbandskommunen für eigene Auftritte zur Verfügung stellen zu können. 

    Auch die Trinkwasserampel ist ein Instrument der Öffentlichkeitsarbeit. 


    Weitere häufige Fragen

    Im Verbandsgebiet gab es bereits 2019 und 2022 vergleichbare ordnungsbehördliche Verordnungen.


    Ist die wiederkehrende Knappheit nicht ein Zeichen für Fehlplanung?

    Wasserknappheit hat im Verbandsgebiet des WBV „Am Wiehen“ strukturelle Wurzeln. Der WBV „Am Wiehen“ wurde 1961 wegen extremer Trockenjahre gegründet. Nach 2019 wurde ein umfangreiches 

    Maßnahmenpaket umgesetzt (s. oben). Der WBV „Am Wiehen“ setzt weiterhin auf Investitionen und partnerschaftliche Kooperationen, um die Trinkwasserversorgung auch in Zeiten des zunehmenden Klimawandels zu sichern. 


    Wie hoch ist der Füllstand des zentralen Hochbehälters aktuell?

    Maßgeblich ist die kritische Marke von 1,50 Metern, unterhalb derer Schäden im technischen System und Versorgungsausfälle drohen. Dank des außerordentlichen Engagements der Zulieferpartner und neu gewonnener Not-Kooperationspartner konnte der Pegel während der genannten Hitzperiode zunächst stabilisiert und dann, wann immer möglich, Schritt für Schritt aufgefüllt werden. 

    Die Hochbehälterkapazität ist von zentraler Bedeutung, denn sie gewährt dem WBV „Am Wiehen“ den Spielraum, auf Verbrauchsspitzen und anhaltende, hohe Verbräuche reagieren zu können – ohne, dass es direkt zu einem Systemausfall kommt. Die Erweiterung der Hochbehälterkapazität im Jahr 2021 erweist sich heute als extrem wertvoll.


    Darf den Bürgerinnen und Bürgern die private Poolnutzung sowie die weiteren größeren Wasser Verbräuche in Garten Haus und Hof überhaupt untersagt werden?

    Ja, die ordnungsbehördliche Verordnung ist das rechtliche Instrument der Kommunen, um in einer Versorgungskrise nicht notwendige Trinkwassernutzungen zu untersagen. 


    Wie steht es um die Trinkwasser-Qualität? War diese aufgrund der Knappheit beeinträchtigt?

    Nein, die Qualität des gelieferten Trinkwassers ist unverändert hoch und entspricht jederzeit den Vorgaben der Trinkwasserverordnung. 


    Könnte ein Rohrbruch oder Wasserverlust im Netz die Ursache für die hohen Verbräuche sein?

    Nein, ein Rohrbruch im Netz konnte während der beschriebenen Hitzeperiode ausgeschlossen werden. Bei den Dimensionen der Leitungen des WBV „Am Wiehen“ würde austretendes Wasser auch rasch an die Oberfläche treten und zugleich messtechnisch sofort angezeigt werden. Auch in den Verbandskommunen wurde ein möglicher Rohrbruch anhand der vorliegenden Daten geprüft und ausgeschlossen. Die hohen Abgabemengen gehen tatsächlich auf den hohen Verbrauch zurück, der mit der starken Hitze einhergeht. 


    Warum baut ihr eure Behälterkapazitäten nicht weiter aus?

    Aus hygienischen Gründen können die Kapazitäten nicht unbegrenzt erweitert werden. In einem Hochbehälter muss ein kontinuierlicher Wasseraustausch stattfinden. Ansonsten kann die Wasserqualität negativ beeinflusst werden.


    Woher will der WBV denn wissen, dass es nur die Privatnutzer sind und nicht die Firmen und Kliniken?

    Viele Unternehmen und Kliniken haben ihr Bestes getan, um ihren Beitrag zur Stabilisierung zu leisten – dies wurde in persönlichen Gesprächen deutlich. Hier gab es viel Verständnis für die Situation. 


    Wie lang wird die ordnungsbehördliche Verordnung noch andauern?

    Wie lange der Ausnahmezustand der Trinkwasserversorgung andauern wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Dies ist abhängig vom weiteren Verbrauchsverhalten und der weiteren Stabilisierung des Systems. 



  • Trinkwasser-Lage beim WBV „Am Wiehen“: Partner stabilisieren die Lage – erstmaliger spürbarer Verbrauchsrückgang am Sonntag, den 28. Juni 2026 (29.06.226)

    Die Trinkwasserversorgung im Verbandsgebiet des Wasserbeschaffungsverbands (WBV) „Am Wiehen“ war während der Hitzeperiode vom 18. bis 28. Juni 2026 sehr angespannt und konnte nur durch außergewöhnliche Maßnahmen gesichert werden. Die tägliche Abgabemenge lag durchgehend im extrem hohen Bereich - mit einem Höchstwert von rund 20,2 Millionen Litern am Freitag, den 19.6.2026. Sie sank in diesem Zeitraum nie unter 18,8 Millionen Liter - dieser niedrigste Wert wurde erst am Sonntag, den 28.6. 2026 erreicht. Damit lag der Verbrauch durchgehend über der Menge, die durch Eigenförderung und Zukäufe nachgefüllt werden kann, ein wachsendes Defizit entstand.


    Partner halten die Versorgung stabil

    Dass der Pegel im zentralen Hochbehälter dabei stets über der kritischen Marke von ein 1,50 Metern blieb und zuletzt sogar weitgehend stabilisiert werden konnte, ist vor allem der Solidarität mehrerer Versorgungspartner zu verdanken. Sie haben täglich weit über ihre vertraglichen Liefermengen hinaus erhebliche Mehrmengen bereitgestellt oder über Notübergaben überhaupt erst zusätzliche Wasserlieferungen möglich gemacht. 


    Zu diesen Partnern zählen: 

    • der WBV Kreis Herford-West, ein langjähriger Partner, lieferte täglich erhebliche Mehrmengen. 

    • der WBV Wiehengebirge, ebenfalls ein langjähriger Partner, der mit zusätzlichen Liefermengen unterstützte.

    • die Stadtwerke Espelkamp AöR  – ein neu gewonnener Partner, der eine Notübergabe nach Hille möglich machte, direkt in das Netz des WBV Amt Hartum. Hierfür waren Umgliederungen der Fördermengen vom WBV Gehlenbeck zwischen den Stadtwerken Lübbecke und Espelkamp erforderlich.

    • der WBV Exter-Steinegge – ein Partner, der die Stadtwerke Bad Oeynhausen bereits mehrfach bei Engpässen unterstützt hat. 


    Dass gleich mehrere Verbände und Stadtwerke kurzfristig eingesprungen sind, zeigt: Die Versorgung im Zuge der Hitzeperiode war ein gemeinsamer Kraftakt - und sie trägt zurzeit, weil die Partner auch weiterhin zusammenstehen.


    Das Ziel: 16 Mio. bis 17 Mio. Liter Trinkwasser am Tag

    Am Sonntag, den 28. Juni 2026 ist der Verbrauch erstmals spürbar gesunken. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, reicht aber noch nicht. Damit sich alle 

    Hochbehälter wieder vollständig auffüllen können und die Versorgung weiterhin gesichert ist, muss dauerhaft weniger Wasser entnommen werden, als in die Hochbehälter nachfließen kann. Der WBV „Am Wiehen“ wirbt deshalb um ein gemeinsames Ziel: einen täglichen Verbrauch von 16 bis 17 Mio. Litern Trinkwasser am Tag. In diesem Bereich ließe sich die Versorgung in den Sommermonaten voraussichtlich weitaus sicherer gestalten. 


    Warum die Lage trotz jahrelanger Investitionen angespannt bleibt

    Wasserknappheit hat im Verbandsgebiet des WBV „Am Wiehen“ strukturelle Wurzeln: Der Wasserbeschaffungsverband wurde 1961 als Reaktion auf extreme Trockenjahre gegründet. 2026 zeigt sich nun eine neue Dimension der Spitzenlast: An mehreren aufeinanderfolgenden Hitzetagen wird gleichzeitig so viel Wasser abgerufen - für Pools, Rasenbewässerung und Gartenbewässerung etc. - wie es in dieser Höhe und Dauer früher nicht vorkam. Und das bereits früh im Jahr, statt im Hochsommer.


    Hinzu kommt ein wachsendes Problem bei der verfügbaren Jahresmenge durch die Eigenförderung der Stadtwerke Bad Oeynhausen, die das Gesamtsystem unterstützt. Die Eigenförderung stammt überwiegend aus Uferfiltrat der Weser und hängt somit stark vom Weserwasserstand ab. Nach dem trockenen Winter 2025/26 war dieser niedriger als üblich: Im ersten Quartal 2026 wurden dort rund 222.000 Kubikmeter gefördert - etwa 130.000 Kubikmeter weniger als im gleichen Zeitraum 2025. Diese Menge fehlt in der verfügbaren Gesamtjahresmenge des WBV „Am Wiehen“. Aufgrund der klimatischen Veränderungen ist mit solchen Entwicklungen auch zukünftig zu rechnen. 


    Was getan wird - und was geplant ist

    Schon 2019 und 2022 kam es zu Engpässen in der Trinkwasserversorgung, die jeweils eine ordnungsbehördliche Verordnung notwendig machten. Seit 2019 hat der WBV „Am Wiehen“ deshalb ein umfangreiches Maßnahmenprogramm umgesetzt, um diesen neuen Herausforderungen zu begegnen: es wurden neue Verbundleitungen geschaffen, ein zusätzlicher Hochbehälter mit 10.000 Kubikmetern Volumen in Betrieb genommen, ein weiterer Brunnen ging 2022 in Betrieb, die Sanierung der Filteranlage im Wasserwerk begonnen – aktuell wird zudem eine neue Rohwasser Redundanzleitung in Hille verlegt. Geplant sind weitere Brunnenneubauten durch den WBV „Am Wiehen“ in Hille: Zwei Grundstücke sind bereits erworben, einer der Brunnen befindet sich im Genehmigungsverfahren. Ein weiterer Brunnen wird in Löhne durch die dortigen Stadtwerke Löhne gebaut. Solche Projekte dauern erfahrungsgemäß 4 bis 5 Jahre und entlasten die aktuelle Lage daher nicht kurzfristig. Eine ausführliche Übersicht der Maßnahmen, Investitionen etc. enthält das beigefügte Faktenpapier. 


    Die Verordnung bleibt in Kraft

    Die ordnungsbehördliche Verordnung gilt seit dem 24. Juni 2026 unverändert in allen vier Verbandskommunen. Die Ordnungsämter kontrollieren die Einhaltung, Verstöße können mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 € geahndet werden. Die Lage wird täglich neu bewertet, sodass die Verordnung aufgehoben werden kann, sobald die Versorgung dies verantworten lässt.


    „Dass uns mehrere Partner täglich ausgeholfen haben, hat uns durch diese Hitzeperiode getragen – dafür sind wir sehr dankbar“, so Michael Kasche, Verbandsvorsteher des WBV „Am Wiehen“. Damit sich unser Gesamtsystem wirklich erholen und die Versorgung über den Sommer dauerhaft gesichert werden kann, müssen wir gemeinsam auf 16 bis 17 Mio. Liter Trinkwasser am Tag kommen. Hier setzen wir weiterhin auf die dauerhafte Unterstützung der Bevölkerung.“


  • Außergewöhnlicher Einsatz hält den Pegel im Hochbehälter – jetzt zählt die Solidarität der Bevölkerung (26.06.2026)

    Versorgungspartner, Krisenstab und Kommunen leisten das Maximum, von Entwarnung kann dennoch nicht die Rede sein.


    Die Trinkwasserlage im Verbandsgebiet des WBV „Am Wiehen“ bleibt sehr angespannt. Am 24. Juni 2026 – also am Tag der in Kraft getretenen ordnungsbehördlichen Verordnung – wurden noch einmal rund 300.000 Liter mehr verbraucht als am Vortag: Insgesamt wurden über 19,6 Millionen Liter Trinkwasser genutzt. Am 25. Juni ging der Verbrauch nur leicht um 200.000 Liter auf rund 19,4 Millionen Liter zurück. Das ist weiterhin deutlich mehr als gefördert und normalerweise zugekauft werden kann. Dass der Pegel im zentralen Hochbehälter des WBV „Am Wiehen“ dennoch über der kritischen Marke von 1,50 Metern gehalten werden konnte, ist derzeit nur durch außergewöhnliche Maßnahmen möglich.


    Alle geben gerade ihr Äußerstes


    Maximal mögliche Zulieferung: Die Versorgungspartner – langjährige Zulieferer ebenso wie die kurzfristig gewonnenen Not-Kooperationspartner – prüfen nach wie vor täglich, welche zusätzlichen Mengen sie abgeben können und stellen diese zur Verfügung. Dafür dankt der WBV „Am Wiehen“ ausdrücklich.


    Zusätzliche Informationen für die Bevölkerung: Die Kommunen und Versorgungsunternehmen haben zusätzlich zu den eingerichteten Telefon- und E-Mail-Hotlines nun auch FAQs auf ihren Webseiten bereitgestellt, die viele mögliche Fragen direkt beantworten. Aufgegriffen wurden dabei auch Fragen aus den Kommentaren in den sozialen Netzwerken.


    Tägliche Bewertung: Der Vorstandskreis des WBV „Am Wiehen“ tagt weiterhin täglich, auch am Wochenende, um die Abnahmemengen und die verfügbaren Trinkwassermengen genau im Blick zu behalten und zu bewerten. Der Kreis wurde hier teils um einen Vertreter der Stadt Minden erweitert, da die Stadt Minden für ihre Stadtteile Hahlen und Minderheide ebenfalls eine ordnungsbehördliche Verordnung erlassen hat. Zusätzlich ruft sie auch die Mindenerinnen und Mindener der weiteren Stadteile zum Wassersparen auf, obwohl die Verordnung formal nur für die beiden genannten Stadtteile gilt. Die Stadt Minden informiert über ihre Internetseite und ihren Instragram-Kanal.


    Keine Entwarnung - ohne die Bevölkerung geht es nicht


    Der WBV „Am Wiehen“ weist darauf hin, dass die höchstmöglichen Zuliefermengen Tag für Tag neu geprüft werden – und nicht garantiert sind. Käme es bei einem Zulieferpartner zu einer eigenen Herausforderung, z. B. einer Störung, könnte die Lage äußerst kritisch werden. Die außergewöhnlichen Anstrengungen von Versorgern, Vorstandskreis und Kommunen tragen nur, wenn die gesamte Bevölkerung in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne mitzieht.


    „Die Solidarität unter den Wasserversorgern und den Kommunen ist riesig und beeindruckt mich sehr“, betont Michael Kasche. „Jetzt brauchen wir eine ähnliche Solidarität rund ums Trinkwasser in der Bevölkerung – und zwar dauerhaft.“

  • Die Trinkwasser-Verordnung gilt: Was ab sofort im Verbandsgebiet des WBV „Am Wiehen“ erlaubt ist – und was nicht (24.06.2026)

    Bei Fragen helfen Telefon-Hotlines in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne.


    In allen vier Verbandskommunen des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) „Am Wiehen“ – in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne – ist die ordnungsbehördliche Verordnung am Mittwoch, den 24.06.2026 in Kraft getreten. Nicht notwendige Trinkwassernutzungen sind damit ab sofort verbindlich untersagt. Die Ordnungsämter kontrollieren die Einhaltung, Verstöße können mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro geahndet werden. 


    Der Trinkwasserverbrauch lag im Verbandsgebiet des WBV „Am Wiehen“ am 22. Juni mit rd. 19.700.000 Litern und am 23. Juni 2026 mit rd. 19.300.000 Litern weiterhin mit leicht abnehmender Tendenz auf Rekordniveau – die höchste Abgabemenge wurde am Freitag, den 19. Juni 2026 mit 20.200.000 Litern erreicht. Die hohen Verbrauchsmengen bestätigen die Entscheidung der vier Bürgermeister vom letzten Montag: Es braucht verbindliche Regeln, um die Versorgung im Verbandsgebiet des WBV „Am Wiehen“ weiterhin zu sichern. Genau das soll die ordnungsbehördliche Verordnung erreichen: Die Menschen in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne wurden auf verschiedensten Kanälen über die anstehende Verordnung informiert.


    Was ab sofort gilt


    Die Verordnung unterscheidet klar zwischen dem, was weiter möglich ist – und dem, was untersagt ist, solange die ordnungsbehördliche Verordnung gültig ist: 


    Weiterhin möglich ist die Trinkwassernutzung 

    • zum Trinken und Kochen

    • zur Körperpflege und Hygiene

    • für medizinische und lebensnotwendige Zwecke 


    Untersagt ist (mit Trinkwasser)

    • die Bewässerung von Rasenflächen, Gärten, Grünanlagen und Sportflächen

    • das Befüllen und Nachfüllen von Pools, Schwimmbecken, Teichen und Zisternen

    • die Reinigung von Fahrzeugen, Fassaden, Terrassen, Hofflächen, Einfahrten und sonstigen Außenbereichen


    Die Bewässerung mit Regenwasser aus Regentonnen oder Zisternen ist weiterhin möglich. Für die Fahrzeugreinigung stehen Waschstraßen zur Verfügung, da sie das genutzte Wasser aufbereiten. 


    Hotlines in allen vier Verbandskommunen


    Die Einhaltung der Verordnung wird durch die Mitarbeitenden der Ordnungsämter kontrolliert. Für Fragen der Menschen vor Ort wurden in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne jeweils eigene Telefon-Hotlines eingerichtet, die im Laufe des Mittwochs, den 24.06.2026 freigeschaltet werden.


    Hotline Bad Oeynhausen: 

    Tel. 05731 141-000 

    (Mo.-Fr. 8-16 Uhr)

    Mail: rathaus-direkt@badoeynhausen.de 


    Hotline Hille: 

    Tel. 0571 4044-303

    (Mo.-Fr. 8-16 Uhr)

    Mail:  info@wbv-hartum.de


    Hotline Hüllhorst:

    Tel. 05744 9315-100

    (Mo.-Fr. 8-16 Uhr)

    Mail: m.kasche@huellhorst.de

     

    Hotline Löhne:

    Tel. 05732 975-555

    (Mo.-So. 8-16 Uhr)

    Mail: buergerinfo@stadtwerke-loehne.de


    Alle weiteren Details zur ordnungsbehördlichen Verordnung finden sich zusätzlich auf den Webseiten der örtlichen Versorgungsunternehmen und der jeweiligen Kommunen. 


    Wie es weitergeht: Zuliefer-Partner und Not-Kooperationspartner helfen


    Wie lange dieser Trinkwasser-Ausnahmezustand andauern wird, ist offen. Aufgrund der weiterhin vorliegenden Spitzenverbräuche bleibt die Gesamtsituation angespannt. Dank der besonderen Hilfsbereitschaft der bisherigen Zulieferer und weiterer Versorgungspartner konnten die möglichen Zuliefermengen nochmals erhöht werden, sodass ein weiteres Absinken der Hochbehälter-Pegel kurzfristig verhindert werden konnte. Auch die vorliegende Störung in einer WBV-Rohwasserleitung hat keine Auswirkungen auf die Liefermengen, die Brunnenanlagen des WBV „Am Wiehen“ können zurzeit ihre maximal mögliche Förderleistung erbringen.


    Zugleich arbeitet der WBV „Am Wiehen“ daran, die Versorgung auch in Zeiten des Klimawandels dauerhaft zu stabilisieren und noch sicherer zu gestalten. In den vergangenen Jahren wurden bereits die Hochbehälter-Kapazitäten immens erweitert, zudem wurde erheblich in Technik und die Erweiterung der Versorgungsinfrastruktur investiert. Vor allem aber sind weitere Brunnenbauprojekte in Vorbereitung: In Löhne planen die dortigen Stadtwerke einen eigenen Brunnen im Stadtgebiet, in Hille-Südhemmern bereitet der WBV „Am Wiehen“ ebenfalls den Neubau eines weiteren Brunnens vor. Solche Projekte sind jedoch langwierig, da zahlreiche Planungs- und Genemigungsschritte einzuhalten sind. 


    Dazu WBV-Verbandsvorsteher Michael Kasche: „Bei allen Projekten, die wir in den letzten Jahren gestemmt haben und die noch vor uns liegen, ist noch ein weiterer wesentlicher Punkt zu bedenken: Es gilt das Bewusstsein in der Bevölkerung weiterhin zu stärken, wie wertvoll Trinkwasser ist. Es ist unser Lebensmittel Nr. 1., das weltweit knapper und immer kostbarer wird. Trinkwasser sollte zu keinem Zeitpunkt verschwendet werden. Deshalb freuen wir uns über jeden und jede, die sich hier besonders engagieren.“  


  • Trinkwasser-Lage beim WBV „Am Wiehen“: Verbandskommunen planen ordnungsbehördliche Verordnung (22.06.2026)

    Die Trinkwassersituation im Verbandsgebiet des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) „Am Wiehen“ hat sich weiter zugespitzt: In einer gemeinsamen Krisensitzung haben die Bürgermeister der Verbandskommunen Michael Kasche (Hüllhorst, zugleich Verbandsvorsteher), Lars Bökenkröger (Bad Oeynhausen und stellvertretender Verbandsvorsteher), Christian Antl (Löhne) und Andreas Waßmann (Hille) am 22.06.2026 beschlossen, eine ordnungsbehördliche Verordnung (oVO) zu erlassen. Diese soll ab Mittwoch, den 24.06.2026 in allen vier Kommunen zeitgleich umgesetzt werden. Damit wird die Trinkwasserampel von Rot auf den „Ausnahmezustand“ geschaltet: Nicht notwendige Arten der Trinkwassernutzung sind dann verboten, Verstöße können von den kommunalen Ordnungsämtern mit einem Bußgeld geahndet werden. 


    Die Zahlen - warum dieser Schritt notwendig ist


    Hintergrund der ordnungsbehördlichen Verordnung ist ein anhaltend extrem hoher Trinkwasserverbrauch. Obwohl die Trinkwasserampel bereits seit dem 19.06.2026 auf Rot steht, hat sich die Abgabemenge im gesamten Verbandsgebiet nur wenig reduziert – die Schaltung der Trinkwasser-Ampel wurde zu wenig beachtet. So wurden am Donnerstag, den 18.06.2026 in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne rund 20.000.000 Liter Trinkwasser verbraucht – am Freitag den 19.6. lag der Wert sogar noch darüber, bei über 20.200.000 Litern. Und selbst am Sonntag, den 22.06.2026 wurde ein Abgabewert von rd. 19.900.000 Litern erreicht, obwohl Regenfälle und kühlere Temperaturen zu verzeichnen waren, was z. B. eine Gartenbewässerung unnötig machte.  


    Die Abgabemengen haben damit neue Dimensionen erricht. Dies führt dazu, dass die Hochbehälterstände beim „WBV „Am Wiehen“ kontinuierlich sinken, weil deutlich mehr Wasser entnommen wird, als durch eigene Förderung und Zulieferung nachfließen kann. 


    Umgehend das gesamte Versorgungssystem schützen


    Die kritische Marke: Der Füllstand im zentralen Hochbehälter des WBV „Am Wiehen“ darf einen Pegelstand von 1,50 Metern nicht unterschreiten, andernfalls drohen erhebliche, langwierige Schäden im technischen System. 


    Beschaffungsseite vollständig ausgeschöpft


    Der WBV „Am Wiehen“ hat in diesen Tagen alle verfügbaren Möglichkeiten genutzt, um mehr Trinkwasser ins gesamte Versorgungsnetz zu bekommen: 


    • Alle Zulieferer liefern nach Können und Vermögen – teils an der Grenze des Möglichen. 

    • Über zusätzliche Partner wurde kurzfristig ein außerordentlicher Mehrbezug von über 650.000 Litern pro Tag organisiert. 

    • Die Förderung aus den eigenen Brunnenanlagen des WBV „Am Wiehen“ wurde so weit wie möglich erhöht.

    • Einzelne langjährige Partner können derzeit nicht die volle Trinkwassermenge liefern, diese Situation wird andauern.

    • Alle vier Verbandskommunen haben geprüft, ob sich weitere Bezugsquellen erschließen lassen – dies ist nicht der Fall. 


    „Auf unserer Beschaffungsseite sind alle Möglichkeiten ausgeschöpft“, so Verbandsvorsteher Michael Kasche. „Und jeder Tag mit solchen außergewöhnlich hohen Verbräuchen führt dazu, dass unsere Hochbehälter erheblich an Füllstand verlieren. Das ist eine sehr ernste Lage – und deshalb folgt nun die ordnungsbehördliche Verordnung. Unsere Appelle an die Bevölkerung haben das Bewusstsein der Menschen zwar geschärft, den Spitzenverbrauch aber nicht ausreichend senken können. Dass selbst der Regen am letzten Sonntag den Verbrauch kaum gedreht hat, zeigt das Ausmaß: Die Verbrauchsmengen haben ein Niveau erreicht, das sich allein über Freiwilligkeit nicht mehr beherrschen lässt. Deshalb bleibt jetzt nur das verbindliche Instrument der ordnungsbehördlichen Verordnung.“


    „Diesen Schritt gehen wir nicht leichtfertig. Aber die Zahlen lassen uns keine Wahl: Wir müssen die Versorgung für alle schützen - und das geht jetzt nur noch mit verbindlichen Regeln.“ 

    Die vier Bürgemeister Michael Kasche, Lars Bökenkröger, Christian Antl und Andreas Waßmann


    Was die ordnungsbehördliche Verordnung für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet


    Trinken, Kochen und Hygiene sind selbstverständlich weiterhin uneingeschränkt möglich. Jedoch ist es von nun an verboten, Trinkwasser zu verschwenden. Dies betrifft insbesondere: 

    • die Verwendung von Trinkwasser zum Waschen von Fahrzeugen, zur Außenreinigung von Gebäuden, Terrassen 

    • das Befüllen von Pools, Zisternen oder sonstigen Wasserspeichern mit Trinkwasser 

    • die Garten- bzw. Rasenbewässerung mit Trinkwasser 


    Der genaue, verbindliche Regelungsumfang - einschließlich der Ausnahmen und der Höhe möglicher Bußgelder - ergibt sich aus den Verordnungen der einzelnen Kommunen und wird auf deren Kanälen ebenfalls veröffentlicht. Die Mitarbeitenden der Ordnungsämter werden die Einhaltung kontrollieren. Darüber hinaus bittet der WBV „Am Wiehen“ alle Bürgerinnen und Bürger, auch im Haushalt sparsam mit Trinkwasser umzugehen.


    Auch andere Wasserversorger in Ostwestfalen-Lippe und weit darüber hinaus haben bereits ihre Trinkwasser-Ampeln geschaltet, um die Bevölkerung zum generellen Wassersparen aufzurufen. Die Verbandskommunen des WBV „Am Wiehen" gehen nun noch einen Schritt weiter.


    Wie lange gilt der Ausnahmezustand?


    Wie lange dieser Ausnahmezustand andauern wird, ist offen. Neben den aktuellen Spitzenverbräuchen bleibt die Gesamtsituation aufgrund dauerhaft geringerer Trinkwassermengen einzelner Zulieferer angespannt. Die Verordnung kann deshalb weit über die akute Hitzeperiode hinaus bestehen bleiben, bis ich die Versorgungslage nachhaltig stabilisiert hat. 


    Trinkwasser-Ampel im Blick behalten


    Die Lage wird täglich neu bewertet. Stets aktuelle Informationen zur Trinkwasser-Ampel finden die Bürgerinnen und Bürger auf den Internetseiten und Social Media Kanälen des WBV „Am Wiehen“, der beteiligten Städte und Gemeinden sowie der Stadtwerke Bad Oeynhausen und Löhne. 



  • Trinkwasser-Ampel des WBV „Am Wiehen“ wird erneut auf Rot geschaltet (19.06.2026)

    Wo geht das ganze Trinkwasser hin? 


    Der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ hat die Trinkwasser-Ampel mit sofortiger Wirkung für Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne auf Rot geschaltet. Die Versorgung der Menschen im Verbandsgebiet ist weiterhin gesichert. Dennoch ist die aktuelle Situation angespannt: Aktuell werden täglich rund 2,2 Millionen Liter Trinkwasser mehr verbraucht als durch die eigene Förderung und die Zuliefermengen nachgeliefert werden können. Die häufigste Frage, die den Wasserbeschaffungsverband derzeit erreicht, lautet: „Wo geht das ganze Trinkwasser eigentlich hin?“


    „Die Antwort ist überraschend einfach: zu uns allen!“, sagt WBV-Verbandsvorsteher Michael Kasche. „Das Wasser verschwindet nicht durch Rohrbrüche, es wird auch nicht zu anderen umgeleitet. Es wird in unseren Haushalten, Gärten und Freizeitbereichen in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne genutzt – und zwar zeitgleich an diesen heißen Tagen.“


    Defizit rund 2.2 Millionen Liter am Tag – ca. 1.500.000 Liter mehr als am Pfingstwochenende


    An den aktuellen Hitzetagen gibt der WBV „Am Wiehen“ täglich deutlich mehr Wasser ab, als am gleichen Tag nachgeliefert werden kann. „20.000.000 Liter Wasser werden derzeit an die Kundinnen und Kunden im gesamten Verbandsgebiet abgegeben“, so Michael Kasche. „Zum Vergleich – bei unserer letzten Rotschaltung der Trinkwasser-Ampel am Pfingstwochenende hatten wir ein Defizit von 700.000 Litern, was zur Ampelschaltung beigetragen hat. Deshalb handeln wir jetzt wieder direkt und deutlich – und nicht erst, wenn die Reserven in den Hochbehältern noch stärker abgesunken sind: Hier sind alle aufgefordert, zu helfen.“


    Die Versorgung läuft, aber die Reserven werden kleiner


    Die Hochbehälter dienen als wichtige Sicherheitsreserve im Versorgungssystem. Sie gleichen Verbrauchsspitzen aus und sorgen dafür, dass jederzeit ausreichend Druck und Wassermengen im Netz zur Verfügung stehen. 


    Alle verfügbaren Brunnenanlagen des WBV „Am Wiehen arbeiten derzeit mit hoher Leistung. Auch die Vorlieferanten unterstützen den Verband nach wie vor nach Können und Vermögen. Teils werden erneut zusätzliche Trinkwassermengen bereitgestellt, andere Partner mussten jedoch auch ihre Zuliefermengen reduzieren.


    Rot bedeutet Vorsorge 


    Die rote Ampelschaltung bedeutet nicht, dass die Wasserversorgung unmittelbar gefährdet ist. Dennoch ist die Lage ist ernst, und die Abnahmemenge muss deutlich gesenkt werden. „Wir haben genügend Wasser für den normalen täglichen Bedarf“, sagt Kasche. „Unser Problem sind erneut die außergewöhnlich hohen Verbrauchsspitzen. Wenn viele Menschen gleichzeitig ihre Gärten bewässern, Pools nachfüllen oder große Mengen Wasser im Außenbereich nutzen, summiert sich das zu enormen Mengen – dabei wird es auch in den nächsten Tagen weiterhin hohe Temperaturen geben.“ 


    Was jetzt besonders hilft


    Der WBV „Am Wiehen“ ruft deshalb dringend dazu auf, größere Wasserverbräuche zu reduzieren. Dazu gehören insbesondere


    • die Bewässerung von Gärten und Rasenflächen mit Trinkwasser 

    • die Befüllung oder Nachfüllung von Pools, Zisternen oder sonstigen Behälter mit Trinkwasser 

    • die Außenreinigung sowie Fahrzeugwäschen mit Trinkwasser 

    • sonstige nicht zwingend erforderliche Trinkwassernutzungen


    Langfristige Investitionen laufen


    Der WBV „Am Wiehen“ investiert seit Jahren in die Versorgungssicherheit im Verbandsgebiet. Dazu gehören die Inbetriebnahme des größten Trinkwasser-Hochbehälters im Jahr 2021, die Inbetriebnahme eines weiteren Brunnens im Jahr 2022, der Bau von Trinkwasser-Verbundleitungen nach Lübbecke und Vlotho in den Jahren 2022 und 2025, die Erweiterung des Trinkwasser-Liefervertrages mit dem WBV Kreis-Herford West im Jahr 2024, die Erneuerung von Brunnenpumpen in 2025 sowie der aktuelle Bau der Rohwasserleitung. „Die heutige Situation zeigt, wie wichtig diese Investitionen sind“, sagt Michel Kasche. „Sie zeigt aber auch, dass Versorgungssicherheit eine Gemeinschaftsaufgabe ist, die alle einbezieht – auch die Bürgerinnen und Bürger.“ 


    Trinkwasser-Ampel im Blick behalten


    Die Lage wird täglich neu bewertet. Stets aktuelle Informationen zur Trinkwasser-Ampel finden die Bürgerinnen und Bürger auf den Internetseiten und Social Media Kanälen des WBV „Am Wiehen“, der beteiligten Städte und Gemeinden sowie der Stadtwerke Bad Oeynhausen und Löhne. 



  • WBV „Am Wiehen“ schaltet Trinkwasser-Ampel vorsorglich auf Gelb (16.06.2026)

    Mehrere Faktoren treffen zusammen – WBV bittet um bewussten Umgang mit Trinkwasser | Versorgung ist weiterhin gesichert 


    Der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ schaltet seine Trinkwasserampel vorsorglich mit sofortiger Wirkung auf Gelb. Die Versorgung der Menschen in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne ist weiterhin gesichert. Dennoch bittet der Verband die Bürgerinnen und Bürger, in den kommenden Tagen bewusst mit Trinkwasser umzugehen und größere, vermeidbare Verbräuche möglichst zu reduzieren. Grund für die Gelbschaltung ist das Zusammentreffen mehrerer Faktoren: Beim WBV „Am Wiehen“ läuft die Eigenförderung aufgrund einer technischen Störung zurzeit nicht auf voller Leistung – und ein wichtiger Zulieferer kann aufgrund eigener geplanter Baumaßnahmen vorübergehend kein Wasser liefern. Auch weitere Vorversorger liefern derzeit weniger, auch wenn sie weiterhin nach Kräften unterstützen. Hinzu kommt die angekündigte Hitzeperiode, die erfahrungsgemäß zu höheren Wasserverbräuchen führen wird. 


    „Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger transparent über die Situation informieren und zur Mithilfe aufrufen“, erklärt Verbandsvorsteher Michael Kasche. „Neben der temporären geringeren Zuliefermenge durch geplante Bauarbeiten eines unserer Partner und den reduzierten Liefermengen weiterer Vorlieferanten gibt es bei uns zurzeit eine Störung in einer Rohwasserleitung, die unsere eigene Förderung in mehreren Brunnenanlagen reduziert. Dadurch steht uns weniger Trinkwasser täglich zur Verfügung. Wir arbeiten intensiv an der Behebung, um die Einschränkung schnellstmöglich zu beseitigen. Bis dahin haben wir jedoch weniger Spielraum als sonst – auch wenn uns unsere Vorlieferanten weiterhin nach Kräften unterstützen. Genau deshalb handeln wir jetzt frühzeitig und rufen zum Wassersparen auf, zumal eine weitere Hitzeperiode angekündigt ist.“ 


    Gelb bedeutet Vorsorge, nicht Knappheit

    Die gelbe Ampel bedeutet nicht, dass Trinkwasser knapp geworden ist. Sie ist ein frühzeitiger Aufruf, den Verbrauch auf das notwendige Maß zu beschränken und größere Spitzenverbräuche möglichst zu vermeiden. Für den täglichen Bedarf ändert sich nichts: Trinkwasser steht weiterhin in gewohnter Menge und Qualität fürs Trinken, Kochen, Duschen etc. zur Verfügung. 


    Es geht um die großen, vermeidbaren Spitzen an heißen Tagen: Verzichtet werden sollte deshalb möglichst auf besonders wasserintensive Nutzungen wie


    • die großflächige Bewässerung von Rasenflächen mit Trinkwasser

    • das Befüllen von Pools, Zisternen oder anderen Wasserspeichern

    • die Reinigung von Fahrzeugen Terrassen oder Fassaden mit Trinkwasser


    So lässt sich gut durch die heißen Tage kommen

    Alle Haushalte in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne können dazu beitragen, das Versorgungssystem zu entlasten. Wann immer es möglich ist, gilt es, Regenwasser in der Tonne sammeln und zum Gießen nutzen – auch die Beete zu mulchen, trägt dazu bei, dass weniger Wasser verdunstet. Und wenn gegossen wird, dann gezielt an die Wurzel in den frühen Morgen- oder den Abendstunden, statt großflächig im Tagesverlauf. Zudem hilft das Poolabdecken dabei, die Verdunstung und den Nachfüllbedarf bei Pools zu senken. Weitere Wasserspartipps stellt der WBV „Am Wiehen“ auf seiner Webseite bereit: www.wbvamwiehen.de

     

    Wird eine Rotschaltung folgen?

    Der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ beobachtet die Entwicklung der Wasserverbräuche, der Wetterlage, der Hochbehälterstände sowie der verfügbaren Förder- und Liefermengen täglich und bewertet beständig die aktuelle Lage. „Wir schalten nur auf Rot, wenn es unvermeidlich ist, die Wasserverbräuche noch stärker zu reduzieren“, betont Michel Kasche. „Im Moment ist Gelb richtig, und wenn sich die Situation bezüglich der Wetterlage, der Zuliefermengen und unserer technischen Einschränkung in der Eigenförderung rasch entspannen sollte, schalten wir die Trinkwasser-Ampel auch wieder auf Grün. Aber generell hilft jeder eingesparte Liter dabei, das Versorgungssystem dauerhaft stabil zu halten.“


    Trinkwasser-Ampel im Blick behalten

    Stets aktuelle Informationen zur Trinkwasser-Ampel finden die Bürgerinnen und Bürger auf den Internetseiten und Social Media-Kanälen des WBV „Am Wiehen“, der beteiligten Städte und Gemeinden sowie der Stadtwerke Bad Oeynhausen und Löhne. 



  • Trinkwasser-Ampel des WBV „Am Wiehen“ wechselt von Rot zurück auf Grün - Aufruf zum Wassersparen bleibt (01.06.2026)

    „Die Entwicklung zeigt: Wenn alle mitziehen, bewirken wir etwas“


    Der Wasserbeschaffungsverband (WBV) „Am Wiehen“ schaltet seine Trinkwasser-Ampel von Rot zurück auf Grün. Möglich wurde dies durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren - allen voran das spürbar veränderte Verbrauchsverhalten der Menschen in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne. Auch der Wetterwechsel hin zu kühlem Schauerwetter trug zur Entspannung bei. 


    Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: An den Hitzetagen der vergangenen Woche lag die tägliche Abgabemenge bei rund 17.000 Kubikmetern Trinkwasser. Doch jetzt, zum letzten Maiwochenende, entspannte sich die Lage deutlich. Am Sonntag, den 31. Mai 2026 lag die Abgabemenge bei rund 13.000 Kubikmetern - für diese Jahreszeit ein Wert im Normalbereich. 


    Warum direkt auf Grün - ohne gelbe Zwischenstufe?

    „Eine gelbe Zwischenstufe wäre jetzt eine Vorsichtsmaßnahme, die die tatsächliche Lage nicht mehr abbildet“, erklärt Verbandsvorsteher Michael Kasche. „Der Trinkwasserverbrauch im Verbandsgebiet ist deutlich zurückgegangen, die Wasserstände in unseren Hochbehältern haben sich erholt - und die Wetterprognose zeigt keine unmittelbar bevorstehende Hitzeperiode. Wenn die Indikatoren so klar im grünen Bereich liegen, halten wir an Einschränkungen keinen Tag länger fest als nötig.“


    Dass die Ampel zuvor auf Rot stand war, dabei genau richtig: „Gerade, weil alle so konsequent mitgezogen haben, konnten wir so schnell wieder auf Grün schalten“, betont Kasche. „Das zeigt, dass unser Ampelsystem funktioniert.“


    Regen zum Sommeranfang half mit

    Auch das Wetter hat seinen Teil zur Entspannung der Lage beigetragen: Die Starkregenereignisse haben den Verbrauch spürbar gesenkt. Der Regen zum Sommeranfang kommt vor allem der Natur zugute - Gärten und Felder müssen deutlich weniger bewässert werden. Das entlastet das Gesamtsystem der Trinkwasserversorgung, denn auch die Bewässerung trägt an heißen Tagen zu Spitzenverbräuchen bei. 


    Ein Dank an alle

    „Die Entwicklung zeigt: Wenn alle mitziehen, bewirken wir etwas“, sagt Verbandsvorsteher Michael Kasche. „Die Menschen vor Ort haben ihren Verbrauch wirklich heruntergefahren, unsere Vorlieferanten haben uns mit zusätzlichen Mengen unterstützt, und die Medien haben unseren Aufruf zum Wassersparen schnell und verständlich transportiert. Dass wir die rote Phase so zügig hinter uns lassen konnten, ist ein gemeinsames Verdienst - dafür danke ich allen ausdrücklich.“


    Grün bedeutet: keine Einschränkungen - Wasser sparen bleibt dennoch wichtig

    Mit der grünen Ampel gibt es keine besonderen Einschränkungen bei der Trinkwassernutzung mehr. Der WBV „Am Wiehen“ bittet aber weiterhin um einen bewussten Umgang mit der Ressource: das schont nicht nur das Grundwasser, sondern auch den eigenen Geldbeutel. Wer frühmorgens gezielt gießt, Regenwasser sammelt, den Pool konsequent abdeckt oder auch im Haushalt Trinkwasser spart, hilft dauerhaft mit. Denn klar ist auch: In Zeiten des Klimawandels werden heiße, trockene Sommer häufiger vorkommen. Sollte die nächste längere Hitzewelle anstehen, kann die Trinkwasser-Ampel auch wieder auf Gelb oder Rot wechseln. 


    „Unser Ziel ist, dass die Ampel möglichst lange auf Grün bleibt“, so Kasche. „Das gelingt am besten, wenn wir alle ein Gespür dafür behalten, wie wertvoll unser Trinkwasser ist und Trinkwasser sparen, wo immer es möglich ist.“ 



  • Trinkwasser-Situation in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne entspannt sich wieder (28.05.2026)

    Trinkwasser-Situation in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne entspannt sich wieder 


    Interview mit Michael Kasche, Verbandsvorsteher des WBV „Am Wiehen“ über die aktuelle Situation


    Hille-Südhemmern.- Fast eine Woche ist vergangen, seit der Wasserbeschaffungsverband (WBV) „Am Wiehen“ die Trinkwasser-Ampel zunächst auf Gelb und dann auf Rot geschaltet hat. Eine Situation, die viele Menschen im Verbandsgebiet bewegt. Inzwischen deutet sich jedoch eine Entspannung der Lage an – dank der Mitwirkung der Menschen in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne und der Vorlieferanten, die den WBV „Am Wiehen“ mit zusätzlichen Liefermengen unterstützt haben. Wir haben dazu Verbandsvorsteher Michael Kasche befragt:


    Herr Kasche, viele Menschen fragen sich zurzeit vor allem eins: Wann entspannt sich die Trinkwasser-Situation wieder?


    Ja, aktuell sehen wir Anzeichen für eine Entspannung der Situation. Die täglichen Abgabemengen gehen inzwischen spürbar zurück. Während an den Spitzentagen zeitweise rund 17.000 Kubikmeter Trinkwasser pro Tag abgegeben wurden, lagen die Mengen zuletzt bereits deutlich niedriger, bei rund 15.000 Kubikmetern am Tag. Zwei Millionen Liter Wasser wurden also bereits allein von Dienstag, den 26. Mai bis Mittwoch, den 27. Mai 2026 eingespart. Dafür gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, die unserem Wassersparaufruf gefolgt sind, unser ganz herzlicher Dank. Insbesondere danken wir aber auch unseren Partnern, die uns nach Kräften untertstützt und uns mit zusätzlichen Trinkwasserrmengen beliefert haben. Auch daduch konnten sich die Wasserstände in unseren Hochbehältern inzwischen wieder weitgehend stabilisieren. Hinzu kommen die für die kommenden Tage angekündigten kühleren Temperaturen und Niederschläge. Deshalb gehen wir derzeit davon aus, dass die Trinkwasserampel nach dem kommenden Wochenende zunächst wieder auf Gelb gestellt werden kann.


    Viele Menschen dachten in den letzten Tagen sofort an „leere Brunnen“. War das tatsächlich ein Problem?


    Nein, unsere Brunnenanlagen liefen und laufen mit maximaler Förderleistung. Entscheidend war vielmehr die Situation in den Hochbehältern. Diese Hochbehälter funktionieren wie große Puffer im Versorgungssystem. Sie gleichen kurzfristige Spitzenverbräuche aus. Wenn aber innerhalb kurzer Zeit außergewöhnlich viel Wasser gleichzeitig verbraucht wird - so wie es am Pfingstwochenende der Fall war - sinken die Wasserstände in den Behältern trotz maximaler Förderung und zusätzlicher Zukäufe weiter ab. Da so ein Defizit entsteht, das größer werden kann, wurde die Trinkwasserampel letzendlich auf Rot geschaltet.


    Warum schaltet der WBV „Am Wiehen“ gefühlt immer früher die Trinkwasser-Ampel – und andere Versorger nicht?


    Dahinter steht ja die Frage, ob wir z. B. genügend Brunnenanlagen haben, um die Versorgung des geamten Verbandsgebietes sicherzustellen. Aus unserer Eigenförderung des Grundwassers in Hille ist dies tatsächlich nicht möglich. Die Stadtwerke Bad Oeynhausen betreiben zwar selbst auch eine Eigenförderung, allerdings hängt diese dort indirekt auch mit der Bewirtschaftung der Edertalsperre zusammen, die den Weserwasserstand reguliert. Wieviel Wasser in der Weser verfügbar ist, beeinflusst also wiederum die Möglichkeiten der Wassergewinnung in Bad Oeynhausen, die unser Gesamtsystem unterstützt. Der WBV „Am Wiehen“ benötigt deshalb neben der Eigenförderung und der Förderung in Bad Oeynhausen Zulieferungen, um das gesamte Verbandsgebiet zu versorgen. Dafür gibt es langfristige Lieferverträge mit unseren Partnern – den Vertrag mit dem WBV Kreis Herford-West haben wir zuletzt erweitert.  


    Warum baut der WBV „Am Wiehen“ nicht weitere Brunnen – auch in den Verbandskommunen?


    Dafür muss man sich unsere Gegebenheiten vor Ort ansehen. In Hüllhorst ist aufgrund der topologischen Lage keine Wasserförderung möglich. In Bad Oeynhausen gibt es das Heilquellenschutzgebiet, das berücksichtigt werden muss. In Löhne wird bereits seit cirka 3 Jahren ein Brunnenneubau geprüft. Solche Projekte bestehen aus vielen Genehmigungs- und Planungsschritten und benötigen Zeit. Unsere eigenen Brunnenanlagen befinden sich in Hille. Dort planen wir aktuell bereits ein weiteres Brunnenbauprojekt, das Grundstück dafür gibt es bereits. 

    Um die Zuliefermengen auszbauen und uns als Partner auch gegenseitig unterstützen zu können, haben wir die Verbundleitungen nach Lübbecke, Porta Westfalica und zuletzt nach Vlotho geschaffen. Zudem stärken wir die Eigenförderung in unseren Brunnen mit der neuen Rohwasser-Redundanzleitung, die zurzeit verlegt wird. Aber es kann auch nicht nur ein „immer mehr“ an Wasser geben – gerade in Zeiten den Klimawandels ist es wichtig, dass alle bewusst mit dieser wertvollen Ressource umgehen. 


    Was hat sich denn so verändert? Früher gab es doch auch heiße Sommertage.


    Natürlich gab es auch früher heiße Tage. Aber durch den Klimawandel verändern sich die Rahmenbedingungen spürbar. Temperaturen um 30 Grad galten früher eher als Besonderheit im Juli oder August. Heute erleben wir solche Temperaturen teils schon im April oder Mai. Noch deutlicher zeigt sich die Veränderung bei den Hitzephasen. Früher hielt eine Hitzeperiode ein paar Tage an und war dann vorbei. Heute können sich diese Hitzephasen über mehrere Wochen erstrecken. Das verändert auch das Trinkwasser-Verbrauchsverhalten deutlich.


    Was wäre passiert, wenn die Verbräuche noch weiter gestiegen wäre?


    Dann hätte sich die Situation weiter verschärft und deutlich weitergehende Maßnahmen wären notwendig geworden, um die Trinkwasserversorgung stabil zu halten. Unsere Trinkwasserampel hat dafür eine vierte Stufe - Rot mit Ausrufezeichen, dann liegt eine Gefahrenlage bei der Wasserversorgung vor. Wenn diese Stufe greift, würden die Ordnungsbehörden der Städte und Gemeinden eine 

    ordnungsbehördliche Verordnung erlassen. Dann darf kein Trinkwasser mehr verschwendet werden. 


    Was nehmen Sie persönlich aus den vergangenen Tagen mit?


    Das Thema Wasser beschäftigt die Menschen stark und viele sind bereit, mitzuhelfen. Die rückläufigen Verbrauchsmengen zeigen zudem, dass viele Menschen bewusst mit Trinkwasser umgegangen sind. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken. Gleichzeitig zeigt die Situation aber auch: Ein bewusster Umgang mit Trinkwasser wird zukünftig immer wichtiger werden. Trinkwasser ist und bleibt unser Lebensmittel Nummer 1 - und eine wertvolle Ressource, mit der wir sorgsam umgehen müssen. 


    Insgesamt bitten wir alle, unsere Trinkwasser-Ampel weiterhin im Blick zu behalten – auf der Webseite des WBV „Am Wiehen“, der Stadtwerke Oeynhausen und Löhne, der Webseite der Gemeinde Hüllhorst und der des Wasserbeschaffungsverbandes des Amtes Hartum. Auch auf unseren Social Media-Kanälen werden wir dazu stets berichten. 


  • WBV „Am Wiehen“ schaltet Trinkwasser-Ampel auf Rot (24.05.2026)

    Der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ hat die Trinkwasser-Ampel mit sofortiger Wirkung auf Rot geschaltet. Grund dafür sind extrem hohe Wasserverbräuche infolge der aktuellen Wetterlage sowie deutlich sinkende Wasserstände in den Hochbehältern. Zugleich laufen die Brunnenanlagen des WBV „AM Wiehen“ bereits mit maximaler Förderleistung, auch zusätzliche Wassermengen benachbarter Versorgungsunternehmen stehen aktuell nicht mehr zur Verfügung, da die Verbräuche in der gesamten Region sehr hoch sind. 


    In den zuletzt trockenen und warmen Tagen ist der Wasserbedarf sprunghaft angestiegen. Im Vergleich zum vergangenen Donnerstag, den 21. Mai 2026, liegt der Mehrverbrauch je nach Kommune aktuell bei bis zu 40 %. Gleichzeitig fehlten innerhalb der letzten 24 Stunden rund 700.000 Liter Trinkwasser, um die außergewöhnlich hohen Verbräuche vollständig auszugleichen. Auch die Wetterprognosen lassen derzeit keine Entspannung erwarten: Für die gesamte Woche werden weiterhin hohe Temperaturen und ausbleibende Niederschläge vorhergesagt. 


    „Die Sicherung der Trinkwasserversorgung in unserem Verbandsgebiet hat jetzt oberste Priorität – deshalb haben wir diese Entscheidung gemeinsam im Vorstand getroffen“, berichtet Michael Kasche, Verbandsvorsteher des WBV „Am Wiehen“. „Und damit bitten wir alle Bürgerinnen und Bürger in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne dringend darum, ihren Trinkwasserverbrauch ab sofort deutlich zu reduzieren. Jeder eingesparte Liter hilft dabei, das Versorgungssystem stabil zu halten.“


    Der WBV „Am Wiehen“ fordert deshalb ab sofort dazu auf

    • auf die Bewässerung von Gärten und Rasenflächen mit Trinkwasser zu verzichten

    • keine Pools, Zisternen oder sonstigen Behälter mit Trinkwasser zu befüllen

    • auf Außenreinigung und Fahrzeugwäsche mit Trinkwasser zu verzichten

    Die Bewässerung von Nutz- und Balkonpflanzen bleibt weiterhin möglich, sollte jedoch sparsam erfolgen. 


    Trinkwasser-Ampel im Blick behalten


    Die Trinkwasser-Ampel dient dazu, frühzeitig auf kritische Versorgungslagen hinzuweisen und gemeinsam gegenzusteuern, bevor es zu massiven Einschränkungen in der Versorgung kommen kann. Ziel aller Maßnahmen ist es, die Trinkwasserverdsorgung für die Menschen im Verbandsgebiet weiterhin zuverlässig sicherzustellen. 


    Die Lage wird täglich neu bewertet. Stets aktuelle Informationen zur Trinkwasser-Ampel finden die Bürgerinnen und Bürger auf den Internetseiten und Social Media Kanälen des WBV „Am Wiehen“, der beteiligten Städte und Gemeinden sowie der Stadtwerke Bad Oeynhausen und Löhne. 


  • Verlegung neuer Rohwasser-Leitung des WBV „Am Wiehen“ bringt Verkehrsänderung in Südhemmern mit sich (21.04.2026)

    Mit dem Bau einer neuen Rohwasser-Redundanzleitung investiert der Wasserbeschaffungsverband (WBV) „Am Wiehen“ gezielt in die Zukunft der Trinkwasserversorgung seiner vier Verbandskommunen. Die insgesamt 1.120 Meter lange zusätzliche Leitung wird die bestehende Rohwasserleitung unterstützen und so das Trinkwasser-Versorgungsystem stärken. Die Bauarbeiten werden am Donnerstag, den 23. April 2026 in Südhemmern starten und im weiteren Verlauf spürbare Verkehrsänderungen mit sich bringen. Besonders betroffen ist dabei zunächst der Kreuzungsbereich „Neuer Weg“/„Mindener Straße“. 


    „Ab Donnerstag, den 23. April wird es in Südhemmern eine ca. zweimonatige Vollsperrung zwischen der Straße ‚Neuer Weg‘ Hausnummer 19 und der Einmündung ‚Mindener Straße‘ geben“, erklärt Felix Berger von der technischen Betriebsführung des WBV „Am Wiehen“.


    Zudem wird voraussichtlich ab dem 11. Mai 2026 bis Ende August auf der „Mindener Straße“ der Geh- und Radweg ab der Straße „Neuer Weg“ in Richtung Hille bis zur Hausnummer 224 voll gesperrt – die Straße selbst wird halbseitig gesperrt sein. Hier wird eine Ampel den Verkehr regeln. „Ein Großteil der neuen Leitung wird unterirdisch im sogenannten Horizontalspülbohrverfahren in drei Abschnitten verlegt“, so Felix Berger. „Das reduziert die Eingriffe an der Oberfläche. Doch rund 120 Meter Leitung lassen sich nur im offenen Verfahren verlegen.“ 


    Was die neue Rohwasserleitung leisten wird


    Auch wenn die Baustelle zunächst vor allem kleine Umwege und Wartezeiten bedeutet – sie erfüllt einen wichtigen Zweck: Die 1.120 Meter lange Rohwasser-Redundanzleitung dient als Absicherung der bestehenden Infrstruktur. Das hat konkrete Vorteile für die Zukunft: So sind Sanierungs- und Reinigungsarbeiten an der bestehenden Rohwasserleitung beispielsweise möglich, ohne die Versorgung zu unterbrechen. Auch bei Störungen oder einem möglichen Rohrbruch bleibt die Trinkwasserversorgung in Hille, Bad Oeynhausen, Hüllhorst und Löhne stabil. 


    Fertigstellung voaussichtlich im Oktober 2026


    Im Herbst wird es sowohl an der Kreuzung Neuer Weg/Mindener Straße als auch am Kölkenweg eine weitere Sperrung über zwei Wochen für die Einbindung der neuen Redundanzleitung geben. Die Fertigstellung der Maßnahme ist für Oktober 2026 vorgesehen. Bis dahin bittet der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ alle Betroffenen um Verständnis für die notwendigen Einschränkungen. Ziel ist es, die Arbeiten so effizient wie möglich umzusetzen und die Belastungen so gering wie möglich zu halten. 


  • Zwei Wochen Wasserwissen zum Staunen und Mitmachen (26.02.2026)

    Eröffnung der Ausstellung WAS WASSER ALLES KANN am 02. März 2026 um 14 Uhr im Werre-Park Bad Oeynhausen


    Bummeln und einkaufen im Werre-Park – und dabei in die faszinierende Welt des Wassers eintauchen: Am Montag, den 2. März 2026 wird um 14 Uhr die Mitmach-Ausstellung „Wasser neu erleben! – Was Wasser alles kann.“ offiziell von Bürgermeister Lars Bökenkröger sowie von Michael Kasche, dem Verbandsvorsteher des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) „Am Wiehen“ und Kim Johanna Voges, Centermanagerin des Werre-Parks eröffnet. Im Anschluss an die Grußworte sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich eingeladen, die Ausstellung mit ihren 18 spannenden physikalischen Exponaten der EuroScience GmbH und das umfassende Begleitprogramm zu erkunden.


    Am Eröffnungstag wird nicht nur an den Ausstellungsexponaten gepumpt, gedreht, ausprobiert und gestaunt. Es wird auch Wasserexperimente sowie Bastel- und Wasser-Klangerlebnisse und eine Rallye für Kinder geben. Ein Bilderbuch-Kino lädt zudem zum Verweilen ein. Und wer sich zwischendurch erfrischen möchte, kann das Wasser-Tasting an der Wasser-Bar des Netzwerks wasser^plus OWL genießen. Die Verbraucherzentrale NRW e. V., Beratungsstelle Minden ist ebenfalls vor Ort, die das Thema Abwasser in den Fokus rückt: Unter dem Titel „Was gehört ins Klo – und was ganz sicher nicht“, sind viele Informationen erhältlich. Und unter der Rubrik „Wasserwissen zum Feierabend“ startet um 18 Uhr noch ein Kurzvortrag von Dr. Wiebke Miehe vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Ostwestfalen-Lippe (CVUA-OWL): Sie wird aufzeigen, wie Trinkwasser beprobt und im Labor untersucht wird.


    „Das ist ein schöner erster Einblick in das Rahmenprogramm, das alle Besucherinnen und Besucher der Ausstellung in den nächsten zwei Wochen begleiten wird“, so Michael Kasche. „Wir freuen uns sehr, dass uns so viele Einrichtungen, Vereine und Institute dabei unterstützen. Es lohnt sich, hier jeden Tag vorbeizuschauen und neues Wasser-Wissen mitznehmen.“


    Täglich neue Wasser-Angebote – zwei Wochen lang


    So wird das zdi-Zentrum Minden-Lübbecke täglich vormittags ein Angebot für Schulklassen bereitstellen – Restplätze sind dafür noch buchbar. Der Kreis Minden-Lübbecke hat sich mit der Stadt und den Stadtwerken Bad Oeynhausen sowie der Verbraucherzentrale und der Interkommunalen Kooperation Werre zusammengeschlossen, um am 5. März einen Starkregen-Informationstag zu veranstalten – mit Beratung & Green Walks rund ums klimasichere Wohnen. Hier können sich Interessierte informieren, wie stark das eigene Zuhause ggf. betroffen

    sein kann und welche Schutzmaßnahmen wirken. Und bei geführten Spaziergängen zeigen die Fachleute auf, wo Wasser bisher schnell abfließt und wo es künftig besser versickern oder gespeichert werden kann. An den beiden Freitagen wird es Job-Days zu Umweltberufen geben – hier werden sich die Stadtwerke Bad Oeynhausen und Löhne gemeinsam mit Bockermann Fritze IngenieurConsult präsentieren. Der BUND Minden-Lübbecke wird vom 7. März an vier Tage lang vor Ort sein und über Moore und den Gewässerschutz informieren. Außerdem steht das Team der Stadtwerke Löhne am 12. März bereit: „Fragt eure Wasser-Profis“, heißt es dann, hier lassen sich viele persönliche Fragen zur Trinkwasserversorgung & Co. klären.


    Vom Wasser-Spaß für Kids bis zum Wasserwissen zum Feierabend


    Welche spannenden Angebote für Kinder und Familien das MINTmaniaLAB des Fach-

    Werk-Minden e. V. und das BNE Besucherzentrum Moorhus aus Hille bereithalten, welche Kurzvorträge im Rahmen des Angebots „Wasserwissen zum Feierabend“ zu erleben sein werden und wie viel Wasser-Spaß für Familien an den Samstagen bereitstehen wird – das alles zeigt sich in dem ausführlichen Begleitprogramm, dass im Werre-Park ausliegen wird. Wer vorab schon einmal schauen möchte, kann sich

    auf der Webseite des WBV „Am Wiehen“ darüber informieren: 


    www.wbvamwiehen.de


    „Wasser neu erleben! – Was Wasser alles kann. Die Ausstellung zum Mitmachen!“

    • Eröffnung am 2. März 2026 um 14 Uhr

    • Laufzeit bis 14. März 2026

    • Immer zu den Öffnungszeiten des Werre-Parks

    Mo. - Do. 10:00 - 19:00 Uhr, Fr. + Sa. 10:00 - 20:00 Uhr

  • WAS WASSER ALLES KANN – die interaktive Ausstellung ab 02. März 2026 im Werre-Park Bad Oeynhausen (17.02.2026)

    Wasser strömt, wirbelt, trägt – und sichert unsere Trinkwasserversorgung. Wie faszinierend Wasser wirklich ist und wie viel Kraft in diesem lebenswichtigen Element steckt, zeigt die interaktive Ausstellung „Wasser neu erleben! – Was Wasser alles kann. Die Ausstellung zum Mitmachen!“. Das Netzwerk für die Wasserwirtschaft wasser^plus OWL, der WBV „Am Wiehen“, die Stadtwerke Bad Oeynhausen, die Stadtwerke Löhne und Bockermann Fritze Ingenieur Consult laden gemeinsam mit dem Werre-Park Bad Oeynhausen dazu ein, die Ausstellung vom 02. bis 14. März 2026 zu entdecken – mitsamt ihrem vielfältigen Begleitprogramm.


    Das Einkaufszentrum Werre-Park verwandelt sich vom 02. bis 14. März 2026 in einen Ort des Entdeckens: 18 spannende physikalische Wasser-Exponate des Ausstellungsmachers EuroSience, zahlreiche Mitmachangebote und das umfassende Rahmenprogramm animieren dazu, Wasser mit allen Sinnen zu erforschen. Ob Auftriebströmung, Wirbel, Wellen oder Lichtbrechung – an jeder Station wird Wasser lebendig. Hier wird nicht nur geschaut, hier wird gepumpt, gedreht, ausprobiert und gestaunt: Die Ausstellung ist eine Erlebniswelt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – offen für alle, kostenfrei und mitten im Alltag.


    „Über Wasser machen sich viele keine Gedanken – es ist ja in der Regel immer für uns alle da“, so Michael Kasche, Verbandsvorsteher des WBV „Am Wiehen“. „Gerade deshalb ist es so wichtig, dieses lebenswichtige Element stärker ins Bewusstsein der Menschen zu holen. Das schafft die Ausstellung, in dem sie Interesse und Neugier auf spannende Weise mit Wissen verbindet. Unser herzlicher Dank gilt dem Netzwerk wasser^plus OWL mit seinen Partnerinnen und Partnern, dem Werre-Park sowie insbesondere auch den vielen Institutionen, Einrichtungen und Vereinen, die mit ihrem großen Engagement das vielfältige Rahmenprogramm zur Ausstellung möglich machen.“


    Und das Begleitprogramm hat es in sich: Von täglichen Angeboten des zdi-Zentrums Minden-Lübbecke für Schulklassen über einen gemeinschaftlich ausgerichteten Starkregen-Infotag bis hin zu Job-Days an den Freitagen, einem Wasser-Forschungs-Parcours mit Mini-Experimentierstationen oder dem „Wasserwissen zum Feierabend“ mit spannenden Vortragsangeboten ist alles dabei.


    Zahlreiche Partnerinnen und Partner aus Wissenschaft, Wasserwirtschaft, Umwelt- und Bildungsarbeit werden hier ihre Wasserthemen einbringen und attraktive Mitmach- und Informationsangebote für Jung und Alt gestalten.


    Alles hängt mit allem zusammen - Wasser ganzheitlich denken


    „Wasser ist kein Einzelthema“, betont Jörg Felmeden, Professor im Fachbereich „Bauen und Umwelt“ der Technischen Hochschule Ostwestfalen Lippe (TH OWL), wo das Netzwerk wasser^plus OWL angesiedelt ist. „Grundwasser, Trinkwasser, Abwasser, Gewässerschutz, Starkregen, Dürre und weitere Aspekte greifen ineinander. Viele dieser Zusammenhänge können Besucherinnen und Besucher hier entdecken und einiges für ihren Alltag zu Hause mitnehmen.“


    So wird Wasser im Werre-Park Bad Oeynhausen vom 02. bis 14. März 2026 zum nachhaltigen Erlebnis: Ausstellung und Rahmenprogramm vermitteln eindrucksvoll, warum diese wertvolle Ressource für unsere Zukunft so eine zentrale Rolle spielt.

    „Der Werre-Park ist ein Ort an dem Menschen zusammenkommen – hier wollen wir gemeinsam dieses wichtige Zukunftsthema sichtbar machen“, sagt Kim Johanna Voges, Centermanagerin des Werre-Parks. „Wasser ist ein zentrales Thema und passt hervorragend zu den Nachhaltigkeitszielen unseres Centers. Deshalb stellen wir die Flächen gerne für dieses Event zur Verfügung, unterstützen die Ausstellung mit Werbemaßnahmen und freuen uns auf viele neugierige Besucherinnen und Besucher.“



    „Wasser neu erleben! – Was Wasser alles kann. Die Ausstellung zum Mitmachen!“


    • Eröffnung am 2. März 2026 um 14 Uhr mit Bürgermeister Lars Bökenkröger
    • Laufzeit bis 14. März 2026
    • Immer zu den Öffnungszeiten des Werre-Parks
    • Mo. - Do. 10:00 - 19:00 Uhr, Fr. + Sa. 10:00 - 20:00 Uhr

    Auszug aus dem Begleitprogramm für alle Generationen


    • Tägliche Angebote für Schulklassen mit dem zdi-Zentrum Minden-Lübbecke
    • Auf Spurensuche! Vom Abwasser zum Trinkwasser - Kinder forschen mit dem Wasserkoffer, Verbraucherzentrale NRW e. V., Beratungsstelle Minden
    • Wasser-Forschungs-Parcours mit Mini-Experimentierstationen des MINTmaniaLAB, Fach-Werk-Minden e. V.
    • Interaktiver Stand für Familien zu „Wasser und Moor“, „Wasser und Nachhaltigkeit“, NABU Besucherzentrum Moorhus aus Hille
    • Moor, Feuchtwiesen und Gewässerschutz, BUND Minden-Lübbecke
    • Kinder-Wassertage an den Samstagen mit Mikroskopieren für Kinder und mehr: Interkommunale Kooperation Werre, WBV „Am Wiehen“
    • Starkregen Info-Tag mit dem Kreis Minden-Lübbecke, der Stadt Bad Oeynhausen, den Stadtwerken Bad Oeynhausen, der Interkommunalen Kooperation Werre, Verbraucherzentrale NRW e. V., Beratungsstelle Minden
    • Job-Days zu Berufen rund um Wasser, Umwelt und Technik mit den Stadtwerken Bad Oeynhausen, Stadtwerken Löhne, Bockermann Fritze IngenieurConsult
    • Wasserwissen zum Feierabend: Vorträge u. a. zu Starkregen und Dürre mit Meteorologe Friedrich Föst und Michael Kamphans (Bockermann Fritze IngenieurConsult) zu Trinkwasserbeprobungen und -untersuchungen mit Wiebke Miehe (CVUA OWL), „Holy Shit“ mit Prof. Jörg Felmeden, mit dem WBV „Am Wiehen“ zum Thema Trinkwasser …

    Das gesamte Rahmenprogramm findet sich hier.


2025


  • Mehr Energieeffizienz in der Trinkwasserversorgung: WBV "Am Wiehen" erneuert 14 Brunnenpumpen (23.10.2023)

    Der Wasserbeschaffungsverband (WBV) „Am Wiehen“ setzt ein klares Zeichen für den Klimaschutz: Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz hat der WBV vom Projektträger Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH eine Förderzusage erhalten. Dank dieser finanziellen Unterstützung stattet der Wasserbeschaffungsverband insgesamt 14 seiner Brunnenanlagen mit moderner Pumpentechnik aus – damit wird sich der Strombedarf um rund 300.000 kWh pro Jahr reduzieren. 


    Die neuen Brunnenpumpen wurden bereits an das Wasserwerk des WBV „Am Wiehen“ in Südhemmern geliefert – sie zeichnen sich durch ihre robuste Edelstahlkonstruktion aus. Und jede der Pumpen wird ihren hohen Wirkungsgrad durch die Kombination mit dem passenden Synchronmotor erzielen. 


    „Die bisherigen Pumpen arbeiten mit Asynchronmotoren, die aufgrund der Betriebsweise im konstanten Drehzahlbereich ineffizienter arbeiten als die neuen Synchronmotorpumpen“, erklärt Felix Berger von der technischen Betriebsführung des WBV „Am Wiehen“. „Durch die Effizienzsteigerung bzw. Erhöhung des Wirkungsgrads werden die neuen Synchronmotorpumpen einen wesentlichen Beitrag zur Senkung des Energiebedarfs liefern. Zusätzlich werden Frequenzumformer in die Steuerungstechnik integriert, mit denen sich die neuen Synchronmotorpumpen bedarfsgerecht steuern lassen – auch das trägt zur Energieeffizienz bei und schont die Technik.“ Darüber hinaus werden sogenannte Sinusfilter die zwischen dem Frequenzumwandler und der Pumpe entstehenden Spannungsimpulse glätten – dies dient ebenfalls dem Schutz der jeweiligen Pumpe.  


    Einbau der Pumpen: parallel zur Brunnenregenerierung


    Über den kommenden Winter werden die neuen Pumpen mit ihren dazugehörigen Komponenten sowie weiteren Messsensoren in die Brunnenanlagen eingebaut – in einem Zuge mit den ohnehin anstehenden Brunnenregenerierungen. Spätestens Ende April 2026 werden alle neuen Pumpen in Betrieb sein. Und dann werden sie den Strombedarf beim WBV „Am Wiehen“ erheblich senken: Rund 300.000 kWh Strom werden Jahr für Jahr eingespart. 



    „Mit der Umrüstung schaffen wir nicht nur mehr Energieeffizienz, sondern erhöhen auch die Betriebssicherheit unserer Brunnen – mit einem System, das technisch auf dem neuesten Stand ist“, so Felix Berger. „So können wir die Trinkwasserversorgung für die Menschen in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne auch in Zukunft zuverlässig gewährleisten, und stärken zugleich die Nachhaltigkeit unserer Anlagen.“ 



    Über das Projekt:


    • Unter dem Titel „Maßnahmen zur Förderung klimafreundlicher Trinkwasserversorgung – Einsatz energieeffizienter Aggregate (Einzelkomponenten) in der Trinkwasserversorgung“ reichte die technische Betriebsführung des WBV „Am Wiehen“ den Förderantrag im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative beim Projektträger Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH ein.

    • Der Förderantrag wurde am 28. April 2025 von der ZUG gGmbH unter dem Kennzeichen 67K30720 genehmigt.

    • Der Bewilligungszeitraum läuft bis zum 30. April 2026 – bis dahin werden die 14 neuen Synchronmotorpumpen in Betrieb gehen.

    • Die neue Pumpentechnik wird eine Energieeinsparung von ca. 300.000 kWh pro Jahr bewirken.


    Über die Nationale Klimaschutzinitiative: 


    Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen. 


    Über den Projektträger Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH:


    Die ZUG ist eine Bundesgesellschaft und spezialisierte Projektträgerin für alle Themen rund um den Schutz von Umwelt, Natur und Klima. Im Auftrag mehrerer Bundesministerien entwickelt und betreut ZUG Förderprogramme und strategische Projekte auf nationaler und internationaler Ebene. Leitlinie und Fundament der Arbeit sind die Ziele der Bundesregierung für Umwelt, Natur und den Klimaschutz.




  • Kostenfreier Trinkwasser-Unterricht für Grundschulen im Verbandsgebiet (30.09.2025)

    Wasser ist das wichtigste Lebensmittel – und zugleich eine immer knapper werdende Ressource, die es zu schützen gilt. Damit Kinder frühzeitig lernen, warum Trinkwasser so wertvoll ist, bietet der Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) „Am Wiehen“ auch im Schuljahr 2025/26 gemeinsam mit der Deutschen Umwelt-Aktion e. V. spannende Unterrichtsstunden für die 3. Klassen an: kostenfrei für die Grundschulen in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne – die Finanzierung übernimmt der WBV „Am Wiehen“. 


    Vom Trinkwasser-Unterricht mit der Deutschen Umwelt-Aktion e. V. profitieren Kinder und Lehrkräfte gleichermaßen: Die Kinder erleben zwei interaktive, spannende Unterrichtsstunden mit Experimenten, Spielen und jeder Menge Aha-Momenten. Und die Lehrkräfte werden entlastet, weil die Umweltpädagoginnen eigenständig die Unterrichtsstunden gestalten – es ist keinerlei Vorbereitung auf Seiten der Schulen notwendig. 


    „Wir möchten alle Grundschulen in unserem Verbandsgebiet motivieren, dieses Angebot zu nutzen“, sagt WBV-Verbandsvorsteher Michael Kasche. „So lernen schon die Kinder, dass Trinkwasser gerade in Zeiten des Klimawandels immer kostbarer wird – es ist eine Ressource, die wir gemeinsam schützen müssen.“


    Von der Schule in die Familien


    Die Doppelstunden mit der Deutschen Umwelt-Aktion e. V. sind so konzipiert, dass sie nicht nur den Kindern Freude bereiten, sondern auch Gespräche in den Familien anstoßen. Dabei lernen die Schüler*innen neben dem Wasserkreislauf u. a. auch die Trinkwasser-Ampel des WBV „Am Wiehen“ kennen, die jederzeit über die aktuelle Trinkwasser-Verfügbarkeit im Verbandsgebiet informiert. Dies ist z. B. in heißen, tockenen Sommern besonders wichtig, wenn Gartenbewässerungen und Poolbefüllungen die Netze stark belasten. 


    „Über die Kinder erreicht das Thema auch die Eltern“, ist sich der stellvertretende Verbandsvorsteher Lars Bökenkröger sicher. „So tragen wir Wasserwissen direkt in die Haushalte und stärken das Bewusstsein für den sorgsamen Umgang mit dieser wichtigen Ressource in der ganzen Region.“


    Anmeldungen jederzeit möglich


    Grundschulen in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne können ihre 3. Klassen einfach zum Trinkwasser-Unterricht anmelden – zum eigenen Wunschtermin in diesem oder auch dem zweiten Schulhalbjahr. Der Unterricht findet direkt in den Schulen statt und umfasst jeweils zwei Unterrichtsstunden. 



  • WBV „Am Wiehen“ schaltet Trinkwasser-Ampel auf Grün (19.05.2025)

    Der Wasserspar-Appell bleibt


    Bitte beachten Sie: 

    In Bad Oeynhausen bleibt die gelbe Trinkwasser-Ampel bestehen, bis die Reparatur der Hauptwasserleitung unter der Werre abgeschlossen ist. 


    Die Trinkwasser-Ampel des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) „Am Wiehen“ zeigt wieder Grün – zumindest vorerst. Nach den sehr trockenen letzten Monaten hat sich die Trinkwasser-Abgabesituation im Verbandsgebiet stabilisiert. Die Wassermengen, die zuletzt an mehreren Tagen das bereitgestellte Volumen überschritten, sind inzwischen gesunken. Dennoch ruft WBV-Verbandsvorsteher Michael Kasche weiterhin zum Trinkwassersparen auf – und zu einem dauerhaften Umdenken.


    Denn: Auch wenn der Wasserverbrauch der privaten Haushalte in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne leicht gesunken ist, bleibt der Bedarf in anderen Bereichen hoch. Die Landwirtschaft steht in der Hauptwachstumszeit vor der Herausforderung, Felder gezielt bewässern zu müssen, um Ernteausfälle zu vermeiden. Und im Fall eines Wald- oder Flächenbrandes muss ausreichend Löschwasser zur Verfügung stehen – eine zusätzliche Belastung für die Netze.


    „Wir haben unsere Versorgungssicherheit in den letzten Jahren massiv gestärkt“, so WBV-Verbandsvorsteher Michael Kasche. „Doch gegen Extremwetter reichen erweiterte Kapazitäten und optimal gewartete Technik allein nicht aus. Entscheidend ist das Verhalten aller. Jeder Mensch im Verbandsgebiet kann mithelfen, die Versorgung langfristig zu sichern. Ob im Haushalt, beim Gartengießen, beim Poolbefüllen oder beim Autowaschen – ein bewusster und sparsamer Umgang mit unserem Lebensmittel Nr. 1 sollte der Normalfall sein.“


    Trinkwasser-Ampel bleibt wichtiges Instrument

    Ob die anhaltende Dürre auch einen Extremsommer nach sich ziehen wird, lässt sich noch nicht seriös vorhersagen. Doch der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ bereitet sich auf die verschiedensten Szenarien vor.


    „Wichtig ist, dass alle aufmerksam bleiben und unsere Trinkwasser-Ampel im Blick behalten“, erklärt Michael Kasche. „Sie bleibt weiterhin ein wichtiges Instrument für die Fälle, in denen wir wirklich die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger benötigen.“ Die Trinkwasser-Ampel ist auf den Webseiten des WBV „Am Wiehen“, der Stadtwerke Bad Oeynhausen und Löhne sowie auf den Internetseiten der Städte und Gemeinden des Verbandsgebietes zu sehen. Auch über die Social Media-Kanäle des Verbandes und seiner Mitglieder wird stets informiert.

  • WBV "Am Wiehen" schaltet Trinkwasser-Ampel erneut auf Gelb (15.5.2025)

    Jetzt wasserbewusst handeln!

    Viel Sonne, ständig Wind und kein Regen – die anhaltende Trockenheit zeigt spürbare Auswirkungen: Der Wasserbeschaffungsverband (WBV) „Am Wiehen“ schaltet die Trinkwasser-Ampel für Hille, Hüllhorst und Löhne erneut auf Gelb – so, wie es in Bad Oeynhausen durch die Reparatur einer Hauptversorgungsleitung schon länger der Fall ist. Für die Menschen im weiteren Verbandsgebiet bedeutet das: wasserbewusst handeln und wertvolles Trinkwasser sparen. 


    Ein Grund für die erneute Ampelschaltung liegt in der hohen Wasserabgabe, die zu verzeichnen ist: An mehreren Tagen wurde bereits mehr Trinkwasser genutzt, als vom WBV „Am Wiehen“ bereitgestellt werden konnte. Denn auch in den Nachbarkommunen wird viel Trinkwasser verbraucht, sodass Vorlieferanten des Wasserbeschaffungsverbandes teils nicht im vollen vereinbarten Umfang Wasser liefern können. Zuletzt lag das entstandene Defizit beim WBV „Am Wiehen“ bei 800 Kubikmetern in nur 24 Stunden – und das, obwohl in den letzten Jahren vom WBV viele Maßnahmen ergriffen wurden, um einen Trinwasserengpass an solchen Spitzenabnahmetagen zu vermeiden. 


    „2021 ging der neue Hochbehälter mit zusätzlichen 10.000 Kubikmetern Fassungsvermögen in Betrieb, 2022 ein weiterer Brunnen, 2023 wurde eine zusätzliche Trinkwasserleitung von Hüllhorst nach Lübbecke verlegt – und im letzten Jahr haben wir den Vertrag über erweiterte Trinkwassermengen vom WBV Kreis Herford-West unterzeichnet“, erklärt Michael Kasche. „Jetzt appellieren wir an die Menschen im Verbandsgebiet, sorgsam mit dem Lebensmittel Nr. 1 umzugehen und wirksam Trinkwasser einzusparen. Jeder gesparte Liter trägt dazu bei, dass wir gemeinsam gut durch die Dürrezeit kommen!“ Und nicht nur das: Generell wünscht sich der WBV „Am Wiehen“ einen bewussten Umgang mit einer Ressource, die durch den Klimawandel weltweit knapper wird. 


    Was die gelbe Trinkwasser-Ampel konkret bedeutet?

    • Garten: Auf großflächige Gartenbewässerung bitte verzichten, auch keine Rasensprenger einschalten

    • Gebäudereinigung: Terrassen oder Häuserfassaden nicht mit Trinkwasser reinigen

    • Pools & Co.: Keine Befüllung von Pools, Zisternen oder Wasserspeichern mit Trinkwasser

    • Baustellen: Wer größere Wassermengen aus Standrohren benötigt, stimmt dies bitte vorher mit seinem Versorgungsunternehmen vor Ort ab.


    Sollten sich die Wetterlage und die Abgabesituation entspannen, wird die Trinkwasser-Ampel wieder auf Grün geschaltet. Die Trinkwasser-Ampel ist auf den Webseiten des WBV „Am Wiehen“, der Stadtwerke Bad Oeynhausen und Löhne sowie auf den Internetseiten der vier zum Verband gehörenden Städte und Gemeinden zu sehen. Auch über die Social Media-Kanäle des Wasserbeschaffungsverbandes und seiner Mitglieder wird stets informiert. 



2024


  • Bernd Poggemöller übergibt das Amt des Verbandsvorstehers zum 1. Januar 2025 an Michael Kasche (30.12.2024)

    Staffelstabübergabe beim WBV "Am Wiehen": 


    Der Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) „Am Wiehen“ steht vor einem bedeutenden Führungswechsel. Nach mehr als acht erfolgreichen Jahren als Verbandsvorsteher des WBV „Am Wiehen“ bereitet Bernd Poggemöller den Weg für eine reibungslose Übergabe seines Amtes: Zum Nachfolger wurde Vorstandsmitglied Michael Kasche ernannt, der zugleich Bürgermeister der Gemeinde Hüllhorst ist.


    Bei den Kommunalwahlen im September 2025 wird Bernd Poggemöller sein Bürgermeisteramt in der Stadt Löhne abgeben – damit würde auch sein Amt als Verbandsvorsteher des WBV „Am Wiehen“ enden. Dass er den Staffelstab bereits zum 1. Januar 2025 an seinen Nachfolger Michael Kasche übergibt, hat gute Gründe:


    „Wir sind mit dem WBV ‚Am Wiehen‘ verantwortlich für die Versorgung von über 100.000 Menschen in unseren Mitgliedskommunen Bad Oeynhausen, Löhne, Hüllhorst sowie in Teilen von Hille und Minden – und wir sehen, dass die Herausforderungen rund um die sichere und zuverlässige Trinkwasserversorgung im Zuge des Klimawandels immer komplexer werden“, so Bernd Poggemöller. „Deshalb wollen wir bei dem wichtigen Amt des Verbandsvorstehers eine intensive Einarbeitung von Michael Kasche gewährleisten. Ich weiß meine Nachfolge bei ihm in besten Händen.“


    So wird sich Bernd Poggemöller bis Ende September 2025 im WBV „Am Wiehen“ weiterhin als Vorstandsmitglied engagieren. Und Michael Kasche kann als neuer Verbandsvorsteher auf die vielen zukunftsweisenden Projekte und Aktivitäten der letzten Jahre aufbauen: Die Erweiterung der Brunnen-Galerie im Trinkwassergewinnungsgebiet Hille-Südhemmern gehörte ebenso dazu wie der Bau einer Trinkwasser-Verbundleitung nach Lübbecke oder der Bau des zusätzlichen Trinkwasser-Hochbehälters in Bergkirchen. Und gerade erst im Oktober 2024 wurde der Trinkwasser-Liefervertrag mit dem Wasserbeschaffungsverband (WBV) Kreis Herford-West erweitert, um bei den zugelieferten Wassermengen ebenfalls bestmöglich aufgestellt zu sein. Denn auch die Zulieferpartner stellen eine wesentliche Säule der Versorgungssicherheit dar.


    „Diese wichtigen Meilensteine rund um die sichere Trinkwasserversorgung unseres Verbandsgebietes haben wir gemeinsam im Vorstand in den letzten Jahren auf den Weg gebracht“, so Michael Kasche. „Und aktuell ist im Wasserwerk Südhemmern wieder ein großes Infrastrukturprojekt gestartet – alle sechs Filteranlagen werden hier saniert. Besonders gespannt bin ich aber auf das Ergebnis eines weiteren Zukunftsprojektes, das wir im Verband angestoßen haben: Wir prüfen mithilfe externer Berater, ob auch unsere Struktur und die Organisation unseres Wasserbeschaffungsverbandes für die kommenden Herausforderungen optimal aufgestellt sind.“ 


    Zudem hebt der neue Verbandsvorsteher die Bedeutung einer aktiven Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern hervor, um das Bewusstsein für den Wert von Trinkwasser zu schaffen und zu stärken. „Ich freue mich darauf, als Verbandsvorsteher des WBV ‚Am Wiehen‘ alle Aufgaben in engem Schulterschluss mit den Verbandskommunen und mit unserem starken verbandsübergreifenden Team anzugehen“, so Michael Kasche.

  • WBV "Am Wiehen" und WBV Kreis Herford-West erweitern ihren Liefervertrag (15.10.2024)

    Starke Partnerschaft für eine sichere Wasserversorgung 


    Mit der Erweiterung ihres Liefervertrags haben der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ und der Wasserbeschaffungsverband Kreis Herford-West ihre enge Partnerschaft rund um die Trinkwasserversorgung noch einmal auf eine neue Basis gestellt: Ergänzend zum bestehenden  Liefervertrag vereinbaren die beiden Wasserbeschaffungsverbände (WBV), dass der WBV Kreis Herford-West neben der bisherigen Trinkwassermenge von maximal 2.800 m3 am Tag weitere 700 m3 täglich liefert: Bis zu 530.000 m3 Wasser könnten so jährlich zum WBV „Am Wiehen“ fließen. Der Vertrag ist ein weiterer Baustein für den WBV „Am Wiehen“, die Menschen in Bad Oeynhausen, Hille/Minden, Hüllhorst und Löhne auch in Zeiten des Klimawandels sicher und zuverlässig mit Trinkwasser zu versorgen.


    Bereits seit 1979 verbindet den WBV „Am Wiehen“ und den WBV Kreis Herford-West eine enge Partnerschaft. „Heute ist diese Zusammenarbeit ein starkes Zeichen dafür, wie Wasserversorger in Zeiten des Klimawandels und eines steigenden Wasserbedarfs noch enger zusammenrücken“, betont Bernd Poggemöller, Verbandsvorsteher des WBV „Am Wiehen“. „Die Sicherstellung einer stabilen und nachhaltigen Trinkwasserversorgung ist eine der größten Aufgaben unserer Zeit. Mit der Vertragsunterzeichnung unternehmen wir einen wichtigen Schritt, um mit gebündelten Kräften diese Aufgabe langfristig zu erfüllen.“ 


    Der neue Vertrag ermöglicht rückwirkend zum 01. Januar 2024 eine Erweiterung der Trinkwassermengen, die vom WBV Kreis Herford-West geliefert werden: Zu den bereits vereinbarten 300.000 m3 jährlich kommen weitere 230.000 m3 jährlich hinzu. Diese höheren Liefermengen wurden teils schon in diesem Jahr in Anspruch genommen. Denn das Hochwasser an der Weser im Winter 2023/24 machte deutlich, dass nicht nur Dürren, sondern auch Hochwasserereignisse die Wasserversorgung gefährden können. So konnte Mindener Wasser als weiterer Wasserlieferant des WBV „Am Wiehen“ über Monate hinweg kaum Trinkwasser an externe Partner liefern, da das Versorgungsunternehmen selbst mit den Hochwasserfolgen zu kämpfen hatte. „Gerade in solchen Situationen zeigt sich, wie wichtig starke Netzwerke sind“, meint Bernd Poggemöller. „Durch den erweiterten Vertrag mit dem WBV Kreis Herford-West sind wir in Zukunft noch besser und krisenfester aufgestellt.“


    Auch Rüdiger Meier, Verbandsvorsteher des WBV Kreis Herford-West hält die gegenseitige Unterstützung heute für wichtiger denn je. „So, wie wir den WBV ‚Am Wiehen‘ mit zusätzlichen Trinkwassermengen unterstützen, haben auch wir mit den Stadtwerken Bielefeld einen starken Partner an unserer Seite“, erklärt er. „Nur gemeinsam können wir uns langfristig den Folgen des Klimawandels anpassen und die Wasserversorgung in der Region stabil aufstellen.“ 


    Und Bernd Dumcke, stellvertretender Verbandsvorsteher des WBV Kreis Herford-West ergänzt: „Natürlich sind solche Verträge nicht nur einseitig ausgelegt – wir denken und handeln über kommunale Grenzen hinweg und unterstützen uns gegenseitig, um den Trinkwasserbedarf in unseren Städten und Gemeinden jederzeit decken zu können, gerade auch, wenn sich eine Notsituation ergeben sollte.“


    In den letzten Jahren hat der WBV „Am Wiehen“ viel in die eigene Infrastruktur investiert, um die Wassergewinnung und die -beschaffung beständig zu optimieren. Die Kapazitäten der Trinkwasser-Hochbehälter wurden erweitert, und die eigenen Gewinnungs-, Pump- und Aufbereitungsanlagen des Wasserwerkes Südhemmern werden strategisch aufbereitet und modernisiert. „Wir haben die Grundlage geschaffen, um auf Herausforderungen wie höhere Verbrauchsspitzen während Hitzewellen vorbereitet zu sein“, erklärt Michael Kasche, designierter Verbandsvorsteher des WBV „Am Wiehen“. Doch er sieht den ergänzenden Vertrag auch als eine Chance, die Menschen noch stärker für einen achtsamen, verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser zu sensibilisieren: „Es kann nicht darum gehen, dass immer mehr Wasser verbraucht wird. Vielmehr gilt es, das Trinkwasser bewusst und sparsam einzusetzen. Die intensive Zusammenarbeit mit Partnern in der Region, eine gut aufgestellte Infrastruktur und das Bewusstsein für eine sparsame Verwendung von Trinkwasser sichern die Versorgung für kommende Generationen – auch in Zeiten steigender Anforderungen.“



  • WBV "Am Wiehen" testet unterirdische Enteisenung und Entmanganung (23.08.2024)

    Das Grundwasser, das der Wasserbeschaffungsverband (WBV) „Am Wiehen“ mit seinen 21 Brunnenanlagen fördert, enthält die natürlichen Bestandteile Eisen und Mangan. Diese Stoffe werden dem „Rohwasser“ bislang im Wasserwerk Südhemmern mit großen Filteranlagen entzogen – so wird das Rohwasser zu Trinkwasser aufbereitet. Doch schon bald wird an einer Anlage mit zwei Brunnen getestet, ob das Wasser direkt im Boden im Umfeld der Brunnen durch eine unterirdische Enteisenung und Entmanganung (UEE) aufbereitet werden kann. Zurzeit wird alles für den Einfahr- und Versuchsbetrieb vorbereitet.  


    „Gerade erst wurde in Hille eine zeitweilige ‚Straßenbrücke‘ für eine Reinwasserleitung installiert“, berichtet Stefan Wiese vom Ingenieurbüro Wiese aus Hille. „Das Trinkwasser, das diese Transportleitung bereitstellt, wird für das Einfahren der unterirdischen Enteisenung und Entmanganungsanlage benötigt.“


    Auch an der Brunnenanlage selbst wurden einige Leitungen verlegt, um den Versuchsbetrieb möglich zu machen. Für das Verfahren wird Wasser in einer dafür aufgestellten UEE-Anlage mit Sauerstoff angereichert und über einen der beiden Brunnen in den Boden infiltriert. Der andere Brunnen soll das schon vorgereinigte Wasser zum Wasserwerk in Südhemmern liefern. 


    „Wie in der Filteranlage im Wasserwerk werden auch bei der unterirdischen Enteisenung und Entmanganung Eisen und Mangan mithilfe von Luftsauerstoff aus dem Wasser abgetrennt – und zwar im Grundwasserleiter selbst, der als natürlicher Reaktions- und Filterraum fungiert“, erklärt Susanne Brants, Technische Betriebsführung des WBV „Am Wiehen“. „In unserem mehrmonatigen Versuchsbetrieb wollen wir die Leistungsfähigkeit und Ergiebigkeit dieser unterirdischen Enteisenung und Entmanganung ermitteln.“ 


    Die benötigte Anlagentechnik für diesen Pilotversuch wird von dem Beratungsunternehmen Consulaqua aus Hildesheim bereitgestellt: Nach der dreiwöchigen Einfahrphase, die Anfang September 2024 beginnt, soll der Versuchsbetrieb starten.

     

     „Sollte der Pilotbetrieb erfolgreich verlaufen, kann einer der beiden Entnahmebrunnen bereits sauberes, eisen- und manganfreies Wasser fördern“, berichtet WBV-Verbandsvorsteher Bernd Poggemöller. „Eisen und Mangan würden sich also weder im Brunnen selbst, noch in den Pumpen und Rohrleitungen ablagern. Dadurch kann sich die Lebensdauer der Brunnen und Leitungen erhöhen und die Filter im Wasserwerk Südhemmern würden entlastet.“ 


    Sobald die Einfahrphase der unterirdischen Enteisenungs- und Entmanganungsanlage im September abgeschlossen ist, kann übrigens auch die zeitweilige Straßenbrücke in Hille wieder entfernt werden. Für den Versuchsbetrieb, der bis Ende Dezember 2024 andauern soll, wird dann kein externes Wasser mehr benötigt.



  • wasser^plus OWL: Der WBV „Am Wiehen“ ist dabei! (01.08.2024)

    WBV „Am Wiehen“ ist Partner im sektorübergreifenden Netzwerk für die Wasserwirtschaft in Ostwestfalen-Lippe


    Starkregen, Dürre, Hoch- und Niedrigwasser: Nicht nur der Klimawandel stellt Wasserversorger vor neue Herausforderungen – auch demografische Entwicklungen und ein verändertes Nutzungsverhalten tragen u. a. dazu bei. Doch in Ostwestfalen-Lippe erarbeitet ein Netzwerk unter der Leitung der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) und der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam Lösungen: Im Rahmen der vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW geförderten Kooperationsplattform wasser^plus OWL haben sich die Stadt und die Stadtwerke Detmold, die Bezirksregierung Detmold, die Landkreise Lippe und Höxter sowie der Stadtentwässerungsbetrieb Paderborn dafür zusammengeschlossen. Und jetzt ist auch der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ aus Hille als Netzwerkpartner dabei!  


    „Durch bereits erfolgte Forschungs- und Entwicklungsprojekte wissen wir in vielen Fällen, wie wir Herausforderungen wie dem demografischen Wandel und dem Klimawandel begegnen müssen“, berichtet wasser^plus OWL-Verbundleiter Prof. Dr.-Ing. Jörg Felmeden von der TH OWL. „Jetzt geht es darum, in die Umsetzung zu gehen. Dafür ist es notwendig, dass viele Akteur*innen zusammenkommen. Wir freuen uns deshalb sehr über unsere Kooperationsplattform, die allen interessierten Akteur*innen wie dem WBV ‚Am Wiehen‘ offensteht, um gemeinsam Lösung für OWL zu entwickeln.“ 


    Sich untereinander vernetzen, vom gegenseitigen Austausch profitieren – und gute Ideen für die Wasserwirtschaft in andere Kommunen weitertragen: Das sind längst nicht alle Ziele, die wasser^plus OWL seit dem Projekt-Kick-Off im Juli 2023 verfolgt. Es gilt auch, durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit die Menschen vor Ort dafür zu sensibilisieren, die wertvolle Ressource Wasser sorgsam zu nutzen. Und darüber hinaus will das Netzwerk Nachwuchskräfte für die Wasserwirtschaft gewinnen – hier gibt es vielfältige und spannende „Jobs mit Sinn“ zu vergeben.


    Das Team des WBV „Am Wiehen“ engagiert sich nun als neues Mitglied aktiv in dem regionalen Netzwerk. „Wir bringen uns gerne als erfahrener Partner aus der Wasserwirtschaft in die Kooperationsplattform wasser^plus OWL ein, indem wir Strategien zur interkommunalen Zusammenarbeit mit entwickeln, gemeinsame Projekte fachlich unterstützen, Wasser- und Umweltthemen vermitteln und vieles mehr“, berichtet Verbandsvorsteher Bernd Poggemöller. „Wir freuen uns sehr, Teil dieses innovativen und zukunftsgewandten Netzwerks der Wasserwirtschaft zu sein.“ 



    Über den Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“


    Der WBV „Am Wiehen“, gegründet 1961, fördert Trinkwasser im Gebiet Hille-Südhemmern und beliefert damit seine vier Verbandsmitglieder: die Stadt Bad Oeynhausen, die Gemeinde Hüllhorst, die Stadt Löhne und den WBV des Amtes Hartum in Hille. Die Bürger*innen erhalten ihr Trinkwasser von ihren Trinkwasserversorgern vor Ort. 


    Technische Betriebsführung: Stadtwerke Bad Oeynhausen (AöR) 

    Kaufmännische Betriebsführung: Stadtwerke Löhne 

    Verbandsvorsteher: Bernd Poggemöller


    Über wasser^plus OWL 

    Das vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW NRW) geförderte Projekt „wasser^plus OWL“ ist ein sektorübergreifendes Netzwerk, um die Wasserwirtschaft im ländlich geprägten Raum Ostwestfalen-Lippe für immer komplexer werdende Herausforderungen zukunftsfähig aufzustellen. Die Kommunikationsplattform ist im Mai 2023 offiziell gestartet, dem Start-Team gehören Vertreter*innen der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL), der Ruhr-Universität Bochum (als Schnittstelle zum urbanen Raum), der Stadt Detmold, der Bezirksregierung Detmold, der Kreise Lippe und Höxter, der Stadtwerke Detmold GmbH und des Stadtentwässerungsbetriebs Paderborn an. 


    Verbundleiter des Projekts: Prof. Dr.-Ing. Jörg Felmeden, Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Fachbereich Bauingenieurwesen, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft, Emilienstr. 45, 32756 Detmold

    Projekt-Website: https://www.th-owl.de/wasserplusowl


  • WBV "Am Wiehen" geht gut vorbereitet in die Sommersaison (12.06.2024)

    In den letzten Monaten gab es für den Wasserbeschaffungsverband (WBV) „Am Wiehen“ einige Herausforderungen zu lösen, um stets die passenden Trinkwassermengen für die vier Verbandskommunen Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne bereitzustellen. Doch nun blickt Verbandsvorsteher Bernd Poggemöller vorsichtig optimistisch in Richtung Sommer. Trinkwassermengen der Mindener Stadtwerke, die aufgrund der Nachwirkungen des Winter-Hochwassers wegfielen, konnte der WBV „Am Wiehen“ durch zusätzliche Zukäufe beim WBV Herford-West ersetzen. Außerdem wurden im Wasserwerk Südhemmern unter anderem 10 Brunnenanlagen regeneriert, damit sie so leistungsfähig wie möglich sind.


    Ca. 10.500 Kubikmeter Wasser können die eigenen Brunnenanlagen des WBV „Am Wiehen“ täglich fördern. Bis zu 16.000 Kubikmeter Trinkwasser gibt der Wasserbeschaffungsverband jedoch täglich an seine vier Mitglieder, die Stadt Bad Oeynhausen, die Gemeinde Hüllhorst, die Stadt Löhne und den WBV des Amtes Hartum ab – an sommerlichen Spitzenverbrauchstagen sogar noch mehr. Die Differenzmengen kauft der WBV „Am Wiehen“ bei benachbarten Wasserlieferanten zu, auch bei Mindener Wasser, einem Schwesterunternehmen der Mindener Stadtwerke.


    Wegfallende Wassermengen aus Minden


    „Aufgrund der Nachwirkungen des Winter-Hochwassers sind in Minden noch immer nicht alle Brunnen wieder in Betrieb – auch ein Rohrbruch kam dort hinzu, sodass Mindener Wasser seit Jahresbeginn 2024 die Trinkwasserlieferungen an uns nahezu eingestellt hat“, erklärt Bernd Poggemöller, Verbandsvorsteher des WBV „Am Wiehen“. „Diese andauernde Situation hat unser Wassermanagement vor einige Herausforderungen gestellt und mit einer deutlichen Entspannung ist in diesem Sommer nicht zu rechnen.“


    Zusätzliche Trinkwasser-Zukäufe vom WBV Herford-West


    Daher wandte sich der Verband an seine weiteren Trinkwasser-Lieferanten, um zu ermitteln, welche zusätzlichen Wassermengen von dort zu beziehen sind. Es zeigte sich, dass die Hilfsbereitschaft untereinander groß ist. So kann der Wasserbeschaffungsverband Herford-West mithilfe von Wasserlieferungen der Bielefelder Stadtwerke die ausfallenden Wassermengen aus Minden ersetzen – auch weitere Partner signalisierten ihre Bereitschaft, ihre Liefermengen bei Bedarf noch etwas aufzustocken.


    Technische Optimierungen beim WBV „Am Wiehen“


    Zudem ist es neben der bisher feuchten Witterung und ausbleibenden Hitzetagen auch weiteren Maßnahmen im Wasserwerk Südhemmern zu verdanken, dass es beim WBV „Am Wiehen“ keine Engpässe bei der Trinkwasserversorgung gegeben hat: „Wir haben den gesamten Winter hindurch 10 unserer 21 Brunnen regeneriert, damit diese besonders leistungsfähig sind“, erkärt Bernd Poggemöller. „Darüber hinaus wurden im Wasserwerk Südhemmern die Rohrleitungen von fünf der sechs Filteranlagen bereits komplett erneuert – eine Vorbereitung, um die Filteranlagen über den kommenden Winter durch weitere Maßnahmen für viele Jahre fit machen.“


    Sorgsamer Umgang mit dem Lebensmittel Nr. 1


    Insgesamt werden die getroffenen Maßnahmen alleine bei sommerlichen Spitzenverbrächen jedoch nicht ausreichen, Trinkwasser steht nicht endlos zur Verfügung. „Trinkwasser in bester Qualität jederzeit bereitzustellen, wird durch den Klimawandel und viele weitere Faktoren für alle Wasserlieferanten und -versorger eine immer komplexere Aufgabe“, so Bernd Poggemöller. „Deshalb wünschen wir uns das ganze Jahr hindurch einen sorgsamen Umgang mit unserem Lebensmittel Nr. 1 – Wassersparen bleibt für uns alle ein wichtiges Thema.“

    So wird die Trinkwasser-Ampel auf den Webseiten und Social Media-Kanälen des WBV und der Verbandsmitglieder in diesem Sommer wieder über die verfügbaren Wassermengen informieren: Dieses Instrument zeigt deutlich an, wann der WBV „Am Wiehen“ die Unterstützung jedes Einzelnen benötigt. Solange die Ampel grün leuchtet, ist alles im grünen Bereich. Doch ab der gelben Ampelschaltung ergibt sich Handlungsbedarf: Dann sollte die Trinkwassernutzung reduziert werden. Auch die Mindener Stadtwerke haben die Ampel inzwischen eingeführt, um mehr Transparenz zu schaffen und die Menschen in Minden für einen sparsamen Umgang mit Trinkwasser zu sensibilisieren sowie bei besonderen Situationen vor einer Überlastung der Versorgungssysteme zu warnen.


    Weitere Optimierungen der eigenen Anlagen


    Um weiterhin rund um die Trinkwasserversorgung bestens aufgestellt zu sein, wird der WBV „Am Wiehen“ die Optimierungen der eigenen Anlagen fortsetzen. „Dies ist ein fortlaufender Prozess, mit dem wir immer ein Ziel verfolgen: Unsere Aufgabe, Trinkwasser zu beschaffen und für unsere Mitglieder bereitzustellen, bestmöglich zu erfüllen“, so Bernd Poggemöller.

  • Expertenwissen zum Weltwassertag (21.03.2024)

    Expertenwissen zum Weltwassertag  


    Im Interview: Dr. Dominik Steinmetz, Hydrogeologe des WBV „AM Wiehen“


    Am 22. März 2024 rufen die Vereinten Nationen wieder zum Weltwassertag auf. Das diesjährige Motto: „Leveraging Water for Peace“ – Wasser für Frieden“.  Diesen besonderen Tag nahm Simone Nettingsmeier von der Öffentlichkeitsarbeit des Wasserbeschaffungsverbands (WBV) „Am Wiehen“ zum Anlass, ein Interview mit dem Hydrogeologen Dr. Dominik Steinmetz vom WBV-Beratungsunternehmen CONSULAQUA zu führen. Im Gespräch zeigt sich, wie sich die globale Verfügbarkeit und Qualität von Wasser aufgrund des Bevölkerungswachstums und des Klimawandels verändert – und was die Menschen im WBV-Verbandsgebiet in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne dazu beitragen können, um diesen Herausforderungen zu begegnen.  


    Herr Dr. Steinmetz, der diesjährige Weltwassertag steht unter dem Motto „Leveraging Water for Peace“ – „Wasser für Frieden“. Was bedeutet das für Sie? 


    In vielen Ländern der Welt ist es bekanntermaßen mit dem Wasserdargebot deutlich schlechter bestellt als bei uns. Es wird viel mehr Trinkwasser entnommen und verbraucht als das meist klimabedingt geringe Dargebot nachliefert. Der Kampf um die Wasserreserven führt dort zu Unfrieden und Konflikten zwischen Nachbarländern und kann auch Auslöser einer kriegerischen Auseinandersetzung sein. Die bei uns lokal und regional durchaus bestehenden Probleme der Qualität und Quantität des Trinkwassers sind im Vergleich damit durchaus beherrschbar. 


    Welche Schlüsse ziehen Sie daraus für uns in Deutschland?


    In Deutschland sollten wir gemeinsam dafür einstehen, dass unsere weltweit vorbildlichen Standards in der Wasserversorgung gewahrt bleiben. Wir sollten in Zusammenarbeit mit den Wasserversorgungsunternehmen versuchen, die aktuellen, aber auch die sich zukünftig abzeichnenden Herausforderungen unter den sich verändernden klimatischen und wasserwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu lösen. Unser Wissen und unsere Expertise sollten auch denjenigen Ländern und Regionen der Welt zugutekommen, deren Wasserversorgung deutlich schlechter ist als die unsrige.


    CONSULAQUA begleitet den WBV „Am Wiehen“ schon seit 30 Jahren. Welche Entwicklungen beobachten Sie hier bei uns?


    Neben der Wasser-Quantität war und ist die Qualität des Grundwassers immer ein zentrales Thema unserer Untersuchungen und Beratungsleistungen für den WBV. 

    Bereits bei einem der ersten größeren WBV-Projekte 1994 ging es um die Prüfung, ob und inwieweit eine Erweiterung des Wassergewinnungsgebietes westlich des derzeitigen Gewinnungsgebietes Südhemmern sinnvoll ist. Dazu wurden zahlreiche neue Grundwassermessstellen gebaut, die Wasserstände gemessen und die Grundwasserqualität in diesem Gebiet untersucht. Die mögliche Erweiterung des Gewinnungsgebietes ist übrigens wieder eine Fragestellung, die von uns anhand spezieller Untersuchungen und Berechnungen aktuell bearbeitet wird. 


    Wie ermitteln Sie, wie sich die Grundwasservorkommen bei uns verändern? 


    Mithilfe der vielen Grundwassermessstellen wird der Grundwasserstand regelmäßig gemessen. Ebenso ist durch Bohrungen bekannt, wie weit sich der Grundwasserleiter ausdehnt, wo er vorkommt und wie mächtig er ist. Durch hydraulische Tests und Korngrößenuntersuchungen am Bohrgut kennen wir zudem die Durchlässigkeit des Materials für Wasser.

    Anhand dieser Daten können wir durch Grundwassermodellrechnungen ermitteln, wie sich die Grundwasserstände und Fließrichtungen derzeit darstellen und verändern. Solche Modelle sind mittlerweile unverzichtbare Instrumente zur Planung der wasserwirtschaftlichen Belange des WBV.


    Welche Prognosen für die Zukunft lassen sich anhand der Daten erstellen? 


    Mit dem Grundwassermodell, mit dem sich die aktuelle Situation des Grundwassers im Untergrund maßstabsgetreu gut nachbilden lässt, können wir recht zuverlässige Prognosen erstellen. Das heißt, es lässt sich vorab prüfen, wie sich das Grundwasser verhalten wird, wenn beispielsweise neue Brunnen in Betrieb gehen, wenn mehr Grundwasser gefördert wird, wenn sich die Flächennutzung deutlich ändert oder wenn es mehrere trockene Jahre in Folge gibt. Die Ergebnisse solcher Prognoseszenarien können dem WBV als Grundlage dienen, sich für oder auch gegen eine bestimmte Maßnahme zu entscheiden.


    Welche Folgen hat der Klimawandel für unser Grundwasser? 


    Der Klimawandel beeinflusst auch im WBV-Verbandsgebiet die Menge und die saisonale Verteilung des Niederschlags und damit auch die Neubildung des Grundwassers. In den vergangenen Jahren hat es bei uns einige Jahre mit deutlich weniger Niederschlag und Neubildung gegeben. Solche Phasen werden in Zukunft vermutlich häufiger auftreten. 

    Insgesamt werden die Sommer im Mittel trockener und die Winter feuchter, so dass im Sommer weniger, im Winter aber möglicherweise mehr Grundwasser neugebildet wird. Die meisten Klima-Prognosen gehen davon aus, dass es über das ganze Jahr gesehen bei uns in den nächsten Jahren einen geringen Rückgang der Grundwasserneubildung geben wird, langfristig könnte sich die Situation aber verschlechtern.


    Wie lässt sich die Grundwasserneubildung fördern – können die Menschen im WBV-Verbandsgebiet etwas dafür tun? 


    Ja, indem die natürliche Versickerung des Grundwassers insbesondere in Wassergewinnungsgebieten nicht unnötig behindert wird: Die zunehmende Versiegelung des Bodens ist zum Beispiel ein wichtiger Faktor, der die Grundwasser-Neubildung mindern kann. Das Niederschlagswasser gelangt dadurch direkt in die Kanalisation oder in Gräben und Bäche – es geht für die Neubildungsmenge verloren. Auch, wenn Felder beregnet werden, wirkt sich dies aus, weil dem Grundwasserleiter zusätzlich Wasser entzogen wird.


    Welchen Hinweis möchten Sie den Menschen zum Weltwassertag mit auf den Weg geben? 


    Jeder Einzelne sollte sich beim Wassergebrauch daran erinnern, dass es nicht selbstverständlich ist, dass hierzulande sauberes Trinkwasser aus dem Wasserhahn kommt – und wieviel Arbeit und Know-how nötig sind, um dies sicherzustellen.


    Vielen Dank für das Gespräch!



    Der Weltwassertag

    Der Weltwassertag, den die Vereinten Nationen 1993 ins Leben gerufen haben, erinnert jedes Jahr unter einem neuen Motto an die Bedeutung von Süßwasser als Lebensgrundlage für die Menschheit. Er ruft dazu auf, sich der weltweiten Herausforderungen rund um das Lebensmittel Nr. 1 bewusst zu werden, insbesondere für die über 2,2 Milliarden Menschen, die ohne Zugang zu sauberem Wasser leben. 


    Dr. Dominik Steinmetz, Diplom Geowissenschaftler

    Dr. Dominik Steinmetz studierte und promovierte an der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover. Seit 2017 ist er bei der CONSULAQUA Hamburg Beratungsgesellschaft mbH tätig – in der Niederlassung Hildesheim ist er im Ressourcenmanagement als Projektleiter beschäftigt. Seine Tätigkeitsbereiche umfassen:

    • Wasserwirtschaftliche Beratung

    • Bearbeitung von Wasserrechts- und Wasserschutzgebietsverfahren

    • Erkundung und Erschließung neuer Wassergewinnungsgebiete 

    • Fachliche Begleitung beim Brunnen- und Messstellenbau



2023


  • Zwei Schulstunden voller Wasserwissen (11.12.2023)

    Gestartet: Der Trinkwasser-Unterricht des WBV „Am Wiehen“ mit der Deutschen Umwelt-Aktion e. V. an Grundschulen im Verbandsgebiet


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    Warum ist es wichtig, zu Hause Trinkwasser zu sparen, obwohl die Erde doch fast zu zwei Dritteln mit Wasser bedeckt ist? Warum sollte man nicht einfach so das Wasser aus der Werre trinken? Und wie passen eine Ampel und Trinkwasser zusammen? Der Trinkwasser-Unterricht des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) „Am Wiehen“ ist in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne gestartet. Und so tauchten auch die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Eidinghausen jetzt mit der Deutschen Umwelt-Aktion e. V. in neues Wasserwissen ein.


    Die Viertklässlerinnen und Viertklässler der Grundschule Eidinghausen in Bad Oeynhausen staunten nicht schlecht, als die ersten beiden Schulstunden am Montagmorgen ganz anders starteten als normalerweise: Umweltbildnerin Katharina Fitschen von der Deutschen Umwelt-Aktion e. V. übernahm den Trinkwasser-Unterricht. Die Schülerinnen und Schüler waren schnell mit Feuereifer bei der Sache. Denn sie konnten nicht nur spielerisch viele Quizfragen zum Thema Wasser beantworten, sondern wurden selbst auch zu Wasser-Forscherinnen und -Forschern. 


    So fertigte jedes Kind aus wenigen Haushaltsgegenständen einen Wasserfilter, der aus echtem Dreckwasser klares, sauberes Wasser macht - da war Basteln, Beobachten und Staunen angesagt. Und während des Experimentes gab es noch besonderen Besuch: Bernd Poggemöller, der Verbandsvorsteher des WBV „Am Wiehen“, schaute im Unterrichtsgeschehen vorbei – und war begeistert: „Dieses kostenfreie Unterrichtsangebot machen wir gerne in unserem WBV-Verbandsgebiet möglich, denn hier lernen die Kinder auf spannende Weise, warum es gerade heute in Zeiten des Klimawandels so wichtig es ist, sorgsam mit der Ressource Wasser umzugehen: Trinkwasser ist unser Lebensmittel Nr. 1!“ 


    Die Größenordnung, in der der WBV „Am Wiehen“ diesen Trinkwasser-Unterricht durchführt, ist außergewöhnlich: Alle Grundschulen im WBV-Verbandsgebiet wurden eingeladen, daran teilzunehmen – 15 von 19 Grundschulen aus Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne sind der Einladung gefolgt. Die meisten Schulen nutzen das Unterrichtsangebot sogar in allen vier Jahrgängen: Jede Klasse erhält dabei je zwei Stunden Trinkwasser-Unterricht mit der Deutschen Umwelt-Aktion e.V. Auch die Schule Eickhorst, die Förderschule des Kreises Minden-Lübbecke mit Förderschwerpunkt Sprache ist dabei. 


    „Wir freuen uns, dass so viele Schulen aus allen vier Städten und Gemeinden unseres Verbandsgebietes dieses Angebot angenommen haben“, berichtet WBV-Verbandsvorsteher Bernd Poggemöller. „So wird das Wasserwissen schnell und gezielt vielen Grundschulkindern altersgerecht vermittelt. Auch die Familien werden durch die Kinder viel über unser schützenswertes Trinkwasser erfahren – und können unsere Trinkwasser-Ampel noch besser kennenlernen, die auf den Internetseiten und den Social Media-Kanälen der dem WBV angeschlossenen Städte, Stadtwerke und Gemeinden über die aktuelle Trinkwassersituation informiert.“


    Umweltbildnerin Katharina Fitschen aber zog es nach den ersten beiden Unterrichtsstunden direkt weiter: In Eidinghausen wartete schon die nächste vierte Klasse auf sie. Gemeinsam mit ihrer Kollegin besucht sie so auch im kommenden Schulhalbjahr die Grundschulen in jeder der vier WBV-Verbandskommunen. Grundschulen, die noch nicht dabei sind, können sich noch immer zum Trinkwasser-Unterricht anmelden: E-Mail an info@wbvamwiehen.de genügt, schon erhalten sie die Anmeldeunterlagen. Damit noch mehr Kinder lernen, wie sie mit ihren Familien selbst Trinkwasser sparen können – und damit einen wertvollen Beitrag leisten, um das WBV-Trinkwassersystem vor allem an heißen Sommertagen nicht zu stark zu belasten. 

  • WBV „Am Wiehen“ mit entspannter Sommersaison 2023 (30.10.2023)

    Auf die Sommersaison 2023 blickt der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ (WBV) entspannt und unaufgeregt zurück. Anders als im Vorjahr war die Trinkwasserversorgung der rund 100.000 Bürgerinnen und Bürger im Verbandsgebiet jederzeit sichergestellt. Die digitale Trinkwasserampel musste nur einmal auf „Gelb“ gestellt werden, was die notwendige Reduzierung des Trinkwasserverbrauches signalisiert. Zum Vergleich: 2022 wurde die Ampel sechsmal auf Gelb und zweimal sogar auf Rot geschaltet.


    Dazu Verbandsvorsteher Bernd Poggemöller: „Die entspanntere Lage in der Wasserversorgung in diesem Sommer verdanken wir nicht nur den kühleren Temperaturen und den höheren Niederschlagsmengen, die gerade in der zweiten Sommerhälfte zu verzeichnen waren. Auch die Bürgerinnen und Bürger sind achtsamer geworden – selbst an heißen Tagen haben wir weniger Wasser abgegeben als im Vorjahr."


    Zudem hat der Verband in den letzten Jahren viele Maßnahmen getroffen, um die Trinkwasserversorgung zukunftssicher aufzustellen: Neben der eigenen Trinkwasserförderung in Hille-Südhemmern und den Bezugsmengen von bestehenden Partnern hat der WBV z. B. weitere Bezugsquellen in der Nachbarschaft erschlossen. So wurde über eine neue Verbundleitung nach Lübbecke von den Stadtwerken Lübbecke Trinkwasser bezogen. Zusätzliche Wassermengen steuerten die Mindener Stadtwerke, die Stadtwerke Porta Westfalica, der WBV Wiehengebirge sowie ein Brunnen in Gohfeld bei.


    Außerdem wurde 2023 die neue Trinkwasserkammer 4 des Hochbehälters Bischofshagen von den Stadtwerken Löhne in Betrieb genommen, sodass dort nun mehr als eine Tagesmenge des in Löhne benötigten Trinkwassers vorgehalten werden kann. Die Löhner Stadtwerke führten zudem Probebohrungen für neue Brunnen durch, um vor Ort weitere Brunnenstandorte zu erschließen.


    Auch die Stadtwerke Bad Oeynhausen ermitteln, welche Standorte sich im Stadtgebiet für die Erschließung weiterer Brunnenanlagen eignen. Dort wird außerdem eine neue Verbundleitung nach Vlotho geschaffen, um weitere Wassermengen von den Stadtwerken Vlotho beziehen zu können. All diese Maßnahmen kosten jedoch auch Geld – so ist der Verbandsvorsteher überzeugt, dass sich dies über kurz oder lang auf die Wasserpreise in den Mitgliedskommunen auswirken wird. Ziel aller Maßnahmen sei aber, das Gesamtsystem des WBV „Am Wiehen“ zu entlasten und die Versorgungssicherheit beständig zu erhöhen. Deshalb plant der WBV schon jetzt noch weitere Investitionen für das kommende Jahr 2024.


     „Wir bleiben wachsam, denn die Pegelstände beim Grundwasser sind im Vergleich zu 2022 erneut leicht gesunken – der Klimawandel ist und bleibt spürbar“, berichtet der stellvertretende Verbandsvorstand Lars Bökenkröger. „Insgesamt gibt es im Gebiet des WBV ‚Am Wiehen‘ genug Jahresmengen an Trinkwasser, doch an heißen Spitzentagen können noch immer Probleme in der Versorgung auftreten – nämlich dann, wenn verhältnismäßig viel Wasser auf einmal benötigt wird, um Gärten zu bewässern und Pools zu befüllen.“


    Und Bernd Poggemöller ergänzt: „Die Trinkwasser-Ressourcen zu schonen, bleibt unsere Gemeinschaftsaufgabe. Deshalb danken wir ganz besonders den Bürgerinnen und Bürgern, dass sie so kräftig zu unserer entspannteren Versorgungslage beigetragen haben. Für uns alle gilt es, weiterhin sensibel mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen umzugehen, damit unsere Trinkwasser-Ampel auch zukünftig möglichst immer ‚Grün‘ zeigen kann.“

  • WBV bietet mit der Deutschen Umwelt-Aktion Trinkwasser-Unterricht an Grundschulen an (29.08.2023)

    Trinkwasser ist wertvoll, alle Menschen müssen es schützen – und wie das geht, das können Grundschüler*innen aus Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne jetzt in spannenden Sachkunde-Unterrichtsstunden mit der Deutschen Umwelt-Aktion e. V. erfahren. Der Wasserbeschaffungsverband Am Wiehen (WBV) macht diesen speziellen Wasserunterricht in seinem Verbandsgebiet möglich. Und dabei lernen die Kinder auch, was es mit der Trinkwasser-Ampel des WBV auf sich hat.


    Im Rahmen der Kooperation mit der Deutschen Umwelt- Aktion e. V. (DUA) bietet der WBV je eine Doppelstunde Wasserunterricht in jeder Klasse und in allen vier Jahrgängen der örtlichen Grundschulen an. Dabei kommen die Umweltbildner*innen der Deutschen Umwelt-Aktion direkt an die Schulen, um die Inhalte zum Thema Trinkwasser altersgerecht zu vermitteln: Experimente, Spiele und jede Menge Wasser-Wissen inklusive.


    „Grundschulen aus den vier Städten und Gemeinden, die dieses kostenfreie Unterrichtsangebot wahrnehmen möchten, können sich noch rasch bewerben“, berichtet WBV-Verbandsvorsteher Bernd Poggemöller. „Wir würden uns freuen, wenn alle Grundschulen flächendeckend dabei sind und die Kinder von dem neuen Wasserwissen profitieren können. Es ist immens wichtig, dass gerade auch die Kinder mit einer höheren Sensibilität zum Thema Trinkwasser aufwachsen. Denn Wasser ist eine wertvolle Ressource, die in Zeiten des Klimawandels immer schützenswerter wird.“


    Durch die Kooperation mit der Deutschen Umwelt-Aktion soll nun Fachwissen zum Thema Wasser kind- und jahrgangsgerecht vermittelt werden: Wo nutzen wir alle Wasser, wie viel Wasser gibt es auf der Erde, wie funktioniert der Wasserkreislauf und wie lässt sich Wasser wiederaufbereiten? Diesen und weiteren Fragen gehen die Schüler*innen in den Unterrichtsstunden nach. 


    „Über die Kinder erfahren sicher auch die Eltern noch viel Neues über unser Trinkwasser“, meint Lars Bökenkröger, stellvertretender Verbandsvorsteher des WBV Am Wiehen. „Zudem lernen die Schüler*innen über den Wasserunterricht unsere Trinkwasser-Ampel kennen, die stets auf den Internetseiten der dem WBV angeschlossenen Städte, Stadtwerke und Gemeinden sowie via Facebook über die aktuelle Trinkwassersituation informiert. Schließlich gibt es diese heißen Sommertage, an denen alle unbedingt vermeiden sollten, ihre Gärten zu bewässern oder Swimmingpools zu befüllen. So können die Menschen vor Ort einen Beitrag dazu leisten, dass in solchen Zeiten unser Trinkwassersystem nicht zu stark belastet wird und die Versorgung mit dem Lebensmittel Nr. 1 jederzeit gesichert ist.“

  • Neue Trinkwasserleitung bringt mehr Sicherheit (20.07.2023)

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    Bildunterzeile:  Bernd Poggemöller, Vorstand WBV; Michael Kasche, Vorstand WBV; Sascha Langner, Netzgesellschaft Lübbecke; Michael Scherf, Geschäftsführer Netzgesellschaft Lübbecke; Markus Hannig, Geschäftsführer Stadtwerke Lübbecke mit einem Stück PE-Rohr. Aus diesem Material wurde die 2,5 km lange Trinkwassertransportleitung von Lübbecke nach Hüllhorst gebaut. Diese Leitung ergänzt die Trinkwasserinfrastruktur im Versorgungsgebiet des WBV Am Wiehen.


    Gemeinsam haben Vertreter der Stadtwerke Lübbecke und des Wasserbeschaffungsverbandes „Am Wiehen“ die 2,5 km lange Trinkwassertransportleitung offiziell am Wasserwerk in Hille in Betrieb genommen. Vertreter der Stadtwerke Lübbecke, des Wasserbeschaffungsverbandes trafen sich im Wasserwerk Südhemmern, um gemeinsam die Leitung offiziell ihrer Bestimmung zu übergeben. Die Leitung wird bereits seit Oktober vergangenen Jahres im Testbetrieb genutzt.


    Die Leitung verläuft von Lübbecke nach Hüllhorst und verbessert damit die Trinkwasserversorgungssicherheit des gesamten Verbandsgebietes. Dem WBV „Am Wiehen“ stehen durch diese Verbindung zusätzlich bis zu 460 Kubikmeter Wasser pro Tag zur Verfügung.


    Die neue Trinkwasserleitung hat einen Innendurchmesser von 15 Zentimetern und besteht aus Polyethylen (PE). Zu dem Trinkwassertransportsystem gehört auch eine neue Druckerhöhungsanlage, die mit einer Leistung von 18 bis 35 Kubikmetern pro Stunde das Trinkwasser nach Hüllhorst fördert. Diese Anlage befindet sich auf Lübbecker Stadtgebiet. Bernd Poggemöller, Verbandsvorsteher des WBV „Am Wiehen“: „Die Inbetriebnahme dieser Leitung ist ein weiterer wichtiger Baustein für die sichere Trinkwasserversorgung in unserer Heimat. Durch die Einspeisung in das Versorgungsgebiet des WBV „Am Wiehen“ kommt das Wasser allen Verbandsmitgliedern zugute und das Gesamtsystem wird gestärkt. Herzlichen Dank an alle Projektbeteiligten, insbesondere an die Stadtwerke Lübbecke.“


    Nach dem Vertragsabschluss im Januar 2022 wurden für die Planung und Durchführung des Projektes rund sieben Monate benötigt. Besondere Herausforderungen ergaben sich bei der Verlegung im teils felsigen Boden des Wiehengebirges; hier wurde eine Bodenfräse eingesetzt. Zusätzlich ist die Beschaffung der Materialien und Betriebsmittel in der aktuellen Zeit fordernd. Die Kosten für die Verbundleitung belaufen sich auf rund 350 Tausend Euro; ein Teil wird vom Land NRW bezuschusst.


    Um das Wasser auf den Berg zum „Hochbehälter Horst Höhe“ zu pumpen, muss der Druck auf der Lübbecker Seite bei ca. 8 bis 9 bar liegen. Der Hüllhorster Hochbehälter Horst Höhe steht auf dem Gebiet der Stadt Lübbecke. Bei dem Wasser, das durch die Leitung nach Hüllhorst gefördert wird, handelt es sich um Quellwasser.

  • WBV stellt Trinkwasserampel auf Gelb (13.06.2023)

    Erstmals in diesem Sommer hat der Wasserbeschaffungsverband (WBV) Am Wiehen die Trinkwasserampel auf Gelb geschaltet. Auf der Website des Verbandes sowie über die Facebookseite (@wbvamwiehen) wurde die Information bereits am Dienstag verbreitet. Den Bürgerinnen und Bürgern wird angeraten, kein Trinkwasser für Gartenbewässerung oder Poolbefüllung aus den Leitungen zu entnehmen, um die Ressourcen zu schonen. Grund sind die über das Wochenende seit einigen Tagen stark fallenden Wasserstände in den Hochbehältern. Seit Mitte Mai ist sehr wenig Niederschlag gefallen, während die Sonne fast durchgehend schien und die Temperaturen bereits knapp 30 Grad erreicht haben. Laut Wettervorhersage bleibt es zudem in den nächsten Tagen ähnlich.


    Die Trinkwasserampel kann abgerufen werden über die Internetseiten der Gemeinden Hille und Hüllhorst sowie der Stadtwerke Bad Oeynhausen und Löhne. Der WBV Am Wiehen empfiehlt, regelmäßig auf die Trinkwasserampel zu schauen. Verbandsvorsteher Bernd Poggemöller: „Es handelt sich um eine vorbeugende Maßnahme; wir reden noch lange nicht vom Wassernotstand, wie wir ihn letztes Jahr kurzzeitig hatten. Aber klar muss sein: Hier ist auch diesen Sommer jeder einzelne in der Verantwortung, damit das System nicht überlastet wird.“ Der WBV kontrolliert die Pegelstände im Hochbehälter und die Verbrauchsmengen ständig.


    Sollte dauerhaft mehr Trinkwasser aus dem Leitungsnetz entnommen werden als nachts in die Hochbehälter gepumpt werden kann, droht eine massive Störung der regionalen Trinkwasserversorgung. Der WBV möchte daher frühzeitig die Weichen dafür stellen, dass dieser Fall nicht eintritt.


    In den Vorjahren war die Ampel ebenfalls im Juni (2022) und auch im Mai (2021) erstmals auf Gelb gestellt worden.

  • Trinkwasserkooperation über Ortsgrenzen hinweg (13.06.2023)

    Die Sicherstellung einer zukunftsfesten Trinkwasserversorgung in der Region geht weit über die Ortsgrenzen hinaus und basiert auf interkommunalen Absprachen und Verträgen. Das machten Vertreter des Wasserbeschaffungsverbandes „Am Wiehen“ (WBV) sowie der Mindener Wasser (MW), der Schwestergesellschaft der Mindener Stadtwerke jetzt in einem Pressegespräch deutlich.

    Zwischen WBV und MW bestehen seit Jahren Wasserlieferverträge, die helfen sollen, Versorgungsengpässe im Raum Löhne / Bad Oeynhausen / Hille zu vermeiden. WBV-Verbandsvorsteher Bernd Poggemöller erklärte: „Diese Abmachungen sind keine Einbahnstraße; umgekehrt würden wir ja auch helfen. Fakt ist aber, dass in unserem Versorgungsgebiet der Bedarf an Trinkwasser besonders an heißen Spitzentagen - anders als in Minden -nicht durch die eigene Trinkwasserförderung gedeckt werden kann. Fakt ist aber auch, dass wir regelmäßig miteinander sprechen und uns darüber abstimmen, wer was leisten kann.“ Der älteste Wasserliefervertrag besteht seit Juli 1996 und sieht eine maximale Liefermenge von 500.000 Kubikmetern pro Jahr an das Wasserwerk des WBV in Südhemmern vor. Ein weiterer, im Dezember 2020 geschlossener Vertrag erlaubt einen Wasserbezug von bis zu 200.000 Kubikmetern im Jahr. 


    Daneben haben sowohl die MW wie auch der WBV ihre Schulaufgaben gemacht. So baut die Mindener Wasser GmbH in diesem Jahr ein neues Wasserwerk, um die Menge des aufbereiteten Trinkwassers zu erhöhen. „Die Abnahme durch die Haushalte, innen insbesondere in heißen Sommern wächst; der Bedarf der Industrie ist beachtlich. Wir wollen da als Mindener Wasser zukunftssicher aufgestellt sein“, so MW-Geschäftsführer Christoph Meyer. 


    Die künftige Aufbereitungsleistung wird bei ca. 500 Kubikmetern pro Stunde liegen. Heute liegt die Leistung im Wasserwerk Portastraße bei max. 420 Kubikmeter pro Stunde. Das dortige Wasserwerk ist seit 1960 zuverlässig in Betrieb und liefert jährlich rund 2 Mio. Kubikmeter Trinkwasser. Das Wasserschutzgebiet um das Wasserwerk umfasst 1.056 Hektar. Meyer: „Die sichere Trinkwasserversorgung wird in den kommenden Jahrzehnten immer wichtiger werden. Klimawandel und zurückgehende Niederschlagsmengen wirken sich auch auf die heimischen Grundwasservorkommen aus. Deswegen wurde bereits vor mehreren Jahren damit begonnen, für die Zukunft zu planen.“ Neben dem Wasserwerk Portastraße betreib die Mindener Wasser weitere Wasserwerke an den Standorten Huxhöhe (seit 1971) und Meißen (seit 1981). Unabhängig davon regeneriert  der Versorger ständig vorhandene Trinkwasserbrunnen und sucht auch nach neuen Brunnenstandorten.


    Der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ ist seit Jahren mit dem Ausbau und der Optimierung seiner Eigenförderung beschäftigt. Ein neuer Brunnen wurde errichtet, der zentrale Hochbehälter in Bergkirchen wurde um 10.000 Kubikmeter Speichervolumen vergrößert und im letzten Sommer konnte eine neue Trinkwasserübergabestelle aus Lübbecke in Betrieb genommen werden.


    Auch die Verbandsmitglieder sind nicht untätig. So wird in Kürze eine weitere Wasserkammer am Hochbehälter Bischofshagen in Löhne in Betrieb genommen. Weiterhin wird in Bad Oeynhausen und in Löhne nach möglichen Brunnenstandorten gesucht: „Wasser bleibt ein kostbares Gut“, so Bernd Poggemöller.

    Meyer und Poggemöller verwiesen in dem Zusammenhang auch auf die nationale Wasserstrategie, die von Umweltministerin Lemke (Die Grünen) im vergangenen Jahr ausgerufen wurde. Man richte die gemeinsame Arbeit natürlich auch an diesem nationalen Konzept aus, hieß es.


2022


  • Transportleitung zwischen Lübbecke und Hüllhorst (13.10.2022)

    Die Stadtwerke Lübbecke und der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ haben eine 2,5 km lange Trinkwassertransportleitung in Betrieb genommen. Die Leitung verläuft von Lübbecke nach Hüllhorst und verbessert damit die Trinkwasserversorgungssicherheit in der Region um Hüllhorst. Dem WBV „Am Wiehen“ stehen durch diese Verbindung bis zu 400 Kubikmeter Wasser pro Tag zur Verfügung. Die neue Trinkwasserleitung hat einen Innendurchmesser von 15 Zentimetern, besteht aus Polyethylen (PE) und wurde unterirdisch verlegt. Zu dem Trinkwassertransportsystem gehört auch eine neue Druckerhöhungsanlage mit einer Leistung von 18 bis 35 Kubikmetern pro Stunde. Diese Anlage befindet sich auf Lübbecker Stadtgebiet. Der Wassertransport erfolgt automatisiert und wird über die Nachfrage geregelt. Bernd Poggemöller, Verbandsvorsteher des WBV am Wiehen: „Die Inbetriebnahme dieser Leitung ist ein weiterer wichtiger Baustein für die sichere Trinkwasserversorgung in unserer Heimat. Durch die Einspeisung in das Versorgungsgebiet des WBV „Am Wiehen“ kommt das Wasser allen Verbandsmitgliedern zugute und das Gesamtsystem wird gestärkt. Herzlichen Dank an alle Projektbeteiligten, insbesondere an die Stadtwerke Lübbecke.“


    Nach dem Vertragsabschluss im Januar wurden für die Planung und Durchführung des Projektes rund sieben Monate benötigt. Besondere Herausforderungen ergaben sich bei der Verlegung im teils felsigen Boden des Wiehengebirges; hier wurde eine Bodenfräse eingesetzt. Zusätzlich ist die Beschaffung der Materialien und Betriebsmittel in der aktuellen Zeit fordernd. Die Kosten für die Verbundleitung belaufen sich auf rund 350 Tausend Euro; ein Teil wird vom Land NRW bezuschusst. 


    Michael Scherf, Geschäftsführer der Netzgesellschaft Lübbecke: „Um das Wasser auf den Berg zu pumpen, muss der Druck auf der Lübbecker Seite bei ca. 8 bis 9 bar liegen. Am anderen Ende der Leitung liegt der Hochbehälter Horst Höhe, in den das Wasser quasi ohne Druck eingeleitet wird.“ Der Hüllhorster Hochbehälter Horst Höhe steht auf dem Gebiet der Stadt Lübbecke. Bei dem Wasser, das durch die Leitung geschickt wird, handelt es sich um Quellwasser, welches nach Hüllhorst befördert wird.



  • Trinkwassernotstand wird aufgehoben (08.09.2022)

    Übereinstimmend haben die Kommunen Löhne, Hüllhorst, Hille und Bad Oeynhausen den Trinkwassernotstand mit Wirkung zum 10.09.2022 aufgehoben. Die Trinkwasserampel wird auf Gelb geschaltet. Der Notstand galt seit dem 27. August. Grund waren ausbleibender Regen, extrem niedrige Flusspegel, niedriges Grundwasser und das Absinken des Behälterstandes im Hochbehälter Bergkirchen. Auch die vertraglich vereinbarte Zulieferung mit Trinkwasser aus der regionalen Nachbarschaft war an ihre Grenzen gestoßen.

     

    Noch seien die Rahmenbedingungen zu instabil, als dass man vollständige Entwarnung geben könne, machte Verbandsvorsteher Bernd Poggemöller klar: „Es braucht weiter einen hoch sensiblen Umgang mit Trinkwasser. Und wir brauchen endlich langanhaltenden Regen und steigende Flusspegel.“ Gleichzeitig dankte Poggemöller der Bevölkerung für Verantwortungsbewusstsein und Solidarität. „Wir konnten am Verbrauchsverhalten recht gut erkennen, dass die Bürgerinnen und Bürger unsere Apelle verstanden und den Ernst der Lage erkannt haben. Dafür bedanken wir uns.“

    Zur dauerhaften Entlastung muss der Trinkwasserbedarf jedoch auch weiterhin verringert bleiben; jeder einzelne kann dazu beitragen. Besonders das Befüllen von Gartenpools, Hofreinigungen, Gartenbewässerungen und andere verzichtbare Wasserverbräuche seien weiterhin in Löhne, Bad Oeynhausen, Hüllhorst und im Verbandsgebiet des WBV des Amtes Hartum (Ortschaften Hartum, Hille, Holzhausen II, Nord- und Südhemmern der Gemeinde Hille sowie den Stadteilen Hahlen und Minderheide der Stadt Minden) zu vermeiden, so der WBV.

     

    Die Trinkwasserampel kann abgerufen werden über die Internetseiten der Gemeinden Hille und Hüllhorst sowie der Stadtwerke Bad Oeynhausen und Löhne. Der WBV „Am Wiehen“ empfiehlt, regelmäßig auf die Trinkwasserampel zu schauen. Sollte dauerhaft mehr Trinkwasser aus dem Leitungsnetz entnommen werden als in die Hochbehälter gepumpt werden kann, droht eine massive Störung der regionalen Trinkwasserversorgung. Der WBV möchte daher frühzeitig Vorsorge treffen, dass dieser Fall nicht eintritt.

  • Trinkwassernotstand – Dürre hält an (25.08.2022)

    In den zum Wasserbeschaffungsverband (WBV) „Am Wiehen“ gehörenden Kommunen gilt mit sofortiger Wirkung der Trinkwassernotstand. Die ordnungsbehördlichen Verordnungen werden im Laufe des Freitags im ganzen Verbandsgebiet durch die Kommunen erlassen.


    Damit sind nicht notwendige Arten der Trinkwassernutzung verboten. Weder dürfen Pools befüllt oder nachgefüllt werden, noch dürfen Rasenflächen/Gärten bewässert, Hofeinfahrten gereinigt oder Autos gewaschen werden. Zuwiderhandlungen werden mit Bußgeldern geahndet. Mitarbeitende der Ordnungsämter in den Kommunen sind im Verbandsgebiet unterwegs, um die Einhaltung der Vorgaben zu kontrollieren. Die Dauer des Trinkwassernotstandes ist ungewiss. Der Notstand gilt für die Orte Löhne, Bad Oeynhausen, Hüllhorst und für die Ortschaften Hartum, Hille, Holzhausen II, Nord- und Südhemmern in der Gemeinde Hille sowie für die Stadteile Hahlen und Minderheide in der Stadt Minden.


    Im Vorfeld hatte der Wasserbeschaffungsverband alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft. „Dazu gehörte zuletzt die Schaltung der Trinkwasserampel auf Rot, aber auch Absprachen mit Großverbrauchern aus Industrie und Landwirtschaft“, erläutert WBV-Verbandsvorsteher Bernd Poggemöller. Die Lage ist wie in vielen anderen Teilen Deutschlands auch hier vor Ort kritisch: Der Füllstand im Hochbehälter Bergkirchen sinkt rapide, Flusspegel und Grundwasserleiter bieten keine ausreichenden Wasservorräte für diese Spitzenverbrauchstage mehr. Das Wasserwerk in Südhemmern ist an der maximalen Förderkapazität angekommen. Aus den Wetterprognosen für die kommenden Tage lässt sich auch keine Entspannung der Situation ableiten. „Ob das Wetter sich hierbei von heiß und sonnig auf kühl und stark bewölkt dreht, ist dabei unerheblich. Was wir brauchen, ist Regen. Und zwar viel und lange“, so Poggemöller.


    Auch bei den Vorlieferanten zeigt sich das gleiche Problem, weshalb die Lieferungen nicht mehr vollständig erfolgen können. „Unser oberstes Ziel ist es, unsere Trinkwasserversorgung aufrecht zu erhalten“, erklärt Poggemöller. „Dazu gehört unbedingt, dass der Hochbehälter in Bergkirchen nicht leerläuft. Genau dieses Szenario wird sich aber verwirklichen, wenn wir jetzt nicht drastische Maßnahmen ergreifen und im Einzelfall auch rechtlich durchsetzen.“ Deshalb muss nun der Trinkwassernotstand ausgerufen und die Wasserverbräuche drastisch gesenkt werden.


    Die Trinkwasserampel wurde von Rot auf „Trinkwassernotstand“ geschaltet und kann abgerufen werden über die Internetseiten der Gemeinden Hille und Hüllhorst sowie der Stadtwerke Bad Oeynhausen und Löhne. Der WBV „Am Wiehen“ empfiehlt, regelmäßig auf die Trinkwasserampel zu schauen. Die Ordnungsbehördliche Verordnungen und die darin enthaltenden Regelungen und Verbote sind dann auf den Seiten der Kommunen zu finden.

  • Trinkwasserampel auf Rot (24.08.2022)

    Der Wasserbeschaffungsverband (WBV) „Am Wiehen“ stellt die Trinkwasserampel mit sofortiger Wirkung auf Rot. Die hohen Verbräuche an den zurückliegenden Hitzetagen haben den Füllstand im Hochbehälter Bergkirchen besonders rasch absinken lassen. Andere Faktoren befinden sich ebenfalls im kritischen Bereich. Hierzu gehören insbesondere die weiter sinkenden Flusspegel in Else, Werra, Eder und Weser. Außerdem ist auch für die kommenden Tage nicht mit ausreichendem Niederschlag zu rechnen, der die derzeitige Dürre beenden würde.


    Dies alles wirkt sich nachhaltig negativ auf die Grundwasserleiter in der Region aus. Damit sinken ebenfalls die Trinkwasserfördermengen. Verbandsvorsteher Bernd Poggemöller erklärt: „Wir können momentan nicht genug Wasser bereitstellen, um die Spitzenverbräuche an diesen heißen Tagen decken zu können. Weder reicht das Volumen des neuen Hochbehälters in Bergkirchen, noch können wir so viel Wasser aus den Trinkwasserbrunnen fördern.“ Die Defizite können auch nicht mehr dauerhaft durch Mehrlieferungen der Verbandspartner ausgeglichen werden.

    Insbesondere das Befüllen von Gartenpools, Hofreinigungen, Gartenbewässerungen und andere verzichtbare Wasserverbräuche seien ab sofort dringend zu unterlassen, so der WBV. Das gilt für die Orte Löhne, Bad Oeynhausen, Hüllhorst und für die Ortschaften Hartum, Hille, Holzhausen II, Nord- und Südhemmern in der Gemeinde Hille sowie für die Stadteile Hahlen und Minderheide in der Stadt Minden.


    Von der Ausrufung des Trinkwassernotstandes sei man nicht mehr weit entfernt, so Poggemöller. Dies ist in vielen anderen Teilen Deutschlands schon geschehen. Die Verhängung des Notstandes würde auch ordnungsamtliche Kontrollen und gegebenenfalls Bußgelder bedeuten. Poggemöller appellierte noch einmal an die Bürgerinnen und Bürger, die Vorgaben der roten Trinkwasserampel zu beachten: „Nur gemeinsam können wir das schaffen. Jeder und jede Einzelne muss mithelfen!“  Er betonte noch einmal, dass ein Ausfall in der Wasserversorgung weitreichende Konsequenzen hätte, die sich über Wochen ziehen könnten.


    Wie lange die Trinkwasserampel auf Rot stehen wird, hängt vor allem vom Wetter und den Verbräuchen ab. Erforderlich sei jetzt allerdings nicht etwa bloß ein „warmer Landregen“, sondern eine grundlegende, tagelange Erholung der Böden und der Grundwasserleiter. Mit Sorge blickt der WBV „Am Wiehen“ daher bereits auf das kommende Jahr. „Wenn sich da nichts tut, kommen wir 2023 eventuell noch viel früher in Engpass-Situationen“, so Poggemöller.


    Die Trinkwasserampel kann abgerufen werden über die Internetseiten der Gemeinden Hille und Hüllhorst sowie der Stadtwerke Bad Oeynhausen und Löhne. Der WBV „Am Wiehen“ empfiehlt, regelmäßig auf die Trinkwasserampel zu schauen. Die Solidarität aller Wassernutzerinnen und -nutzer sei gerade in den Sommermonaten gefragt, damit das Versorgungssystem nicht überlastet wird. Sollte dauerhaft mehr Trinkwasser aus dem Leitungsnetz entnommen werden als nachts in die Hochbehälter gepumpt werden kann, droht eine massive Störung der regionalen Trinkwasserversorgung. Der WBV möchte daher frühzeitig Vorsorge treffen, dass dieser Fall nicht eintritt.

  • WBV AM Wiehen schaltet Trinkwasserampel erneut auf Gelb (15.08.2022)

    Der Wasserbeschaffungsverband (WBV) „Am Wiehen“ schaltet die Trinkwasserampel erneut auf Gelb. Die Bevölkerung wird aufgerufen, ab sofort besonders sparsam mit dem Trinkwasser zu sein.


    Hintergrund ist die allgemeine Trockenheit und die damit weiter angespannte Lage der Wasserwirtschaft. Die Wasserstände der Bäche und Flüsse und damit auch die Pegelstände der Grundwasserleiter sinken zunehmend ab. So hat der fallende Weserwasserstand direkte Auswirkungen auf die Fördermengen in Bad Oeynhausen und damit auch auf die Mengenbilanz des WBV „Am Wiehen“.


    Deshalb erklärt Bernd Poggemöller, Vorsteher des Wasserbeschaffungsverbandes „Am Wiehen“: „Wir beobachten die Situation insgesamt und bewerten die Sicherheit der Trinkwasserversorgung täglich neu. Mit Blick auf die nächsten heißen und trockenen Tage halten wir die Gelbschaltung unserer Trinkwasserampel als Signal für notwendig.“ Die Kreise Herford und Minden-Lübbecke haben inzwischen Allgemeinverfügungen erlassen, wonach die Entnahme von Wasser aus offenen Gewässern verboten ist.


    Bürgerinnen und Bürger werden daher dringend gebeten, sorgsam mit Trinkwasser umzugehen. Rasenflächen sollten jetzt nicht bewässert werden; auch auf die Befüllung oder Nachbefüllung von Gartenpools sollte verzichtet werden, so der WBV.


    Poggemöller: „Ohne das solidarische Verhalten aller Wassernutzerinnen und -nutzer kann das Versorgungssystem überlastet werden. Sollte über mehrere Tage hinweg mehr Trinkwasser aus dem Leitungsnetz entnommen werden als gefördert werden kann, droht eine massive Störung der regionalen Trinkwasserversorgung.“


    Poggemöller dankte gleichzeitig der Bevölkerung für die erkennbar umsichtige Wassernutzung. „Wir können ja sehen, wie viel Wasser zu welchen Zeiten in die Versorgungsnetze fließt. Aktuell zeigt sich im Vergleich zu früheren Situationen, dass die meisten Menschen inzwischen sensibilisiert sind und die Tragweite der Situation erkannt haben.“


    Die Trinkwasserampel kann abgerufen werden über die Internetseiten der Gemeinden Hille und Hüllhorst sowie der Stadtwerke Bad Oeynhausen und Löhne. Der WBV „Am Wiehen“ empfiehlt, regelmäßig auf die Trinkwasserampel zu schauen.

  • WBV Am Wiehen schaltet Trinkwasserampel erneut auf Gelb (20.07.2022)

    Der Wasserbeschaffungsverband (WBV) Am Wiehen muss zum dritten Mal in diesem Sommer die Trinkwasserampel auf Gelb schalten. Die Verbrauchsmengen sind während der Hitzewelle stark angestiegen; entsprechend sanken die Füllpegel der Hochbehälter. Am Dienstag wurde mit 18.585 m³ die diesjährige Rekord-Abgabemenge erreicht. Bürgerinnen und Bürger werden dringend gebeten, sorgsam mit Trinkwasser umzugehen. Gärten sollten jetzt nicht bewässert werden; auch auf die Befüllung oder Nachbefüllung von Gartenpools sollte verzichtet werden, so der WBV.

     

    Die Trinkwasserampel kann abgerufen werden über die Internetseiten der Gemeinden Hille und Hüllhorst sowie der Stadtwerke Bad Oeynhausen und Löhne. Der WBV Am Wiehen empfiehlt, regelmäßig auf die Trinkwasserampel zu schauen. Die Gelbschaltung gilt als vorbeugende Maßnahme. Ohne das solidarische Verhalten aller Wassernutzer könnte das Versorgungssystem akut überlastet werden. Sollte über mehrere Tage hinweg mehr Trinkwasser aus dem Leitungsnetz entnommen werden als nachts in die Hochbehälter gepumpt werden kann, droht eine massive Störung der regionalen Trinkwasserversorgung. Der WBV möchte daher frühzeitig Vorsorge treffen, dass dieser Fall nicht eintritt.

     

    Der Wasserbeschaffungsverband Am Wiehen weist noch einmal darauf hin, dass es sich um einen akuten Trinkwassermangel handelt, der mit der Hitze und der Trockenheit der letzten Tage zusammenhängt. Keineswegs sei die übliche, grundsätzliche Trinkwasserversorgung gefährdet.

     

    In Kürze wird die neue Trinkwasser-Transportleitung von Lübbecke nach Hüllhorst fertig gestellt sein. Die Brunnengalerie am Wasserwerk Südhemmern wurde im Winter ertüchtigt und vertragliche Regelungen mit den Nachbarn in Minden und Herford wurden getroffen, um Wassermengen zukaufen zu können. In Bergkirchen wurde im vergangenen Jahr ein neuer Hochbehälter in Betrieb genommen. Das so geschaffene Wasserreservoir reicht für die sommerlich heißen Spitzentage aber nicht aus. Für die Region soll bald ein Gutachten erstellt werden, um neue Trinkwasser-Ressourcen erschließen zu können.

  • Trinkwasserampel ab sofort auf Gelb (30.06.2022)

    Die Trinkwasserampel des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) „Am Wiehen“ wird auf Gelb gestellt. Der Füllstand im Hochbehälter Bergkirchen hat den normalen Pegelstand wieder erreicht. „Wir haben die Entwicklung in den letzten Tagen aufmerksam beobachtet. Die Entwicklung war positiv. Die Lage ist insgesamt aber noch nicht entspannt“, sagte dazu Verbandsvorsteher Bernd Poggemöller. Nach wie vor müsse jeder mithelfen, die Trinkwasserressourcen zu schonen. „Es geht nur gemeinsam“, erklärte Poggemöller. Fakt sei, dass es seit Jahren zu wenig regne, vor allem im Winter. Demzufolge habe sich der Grundwasserspiegel gesenkt. Durch technische Lösungen und Belieferungsverträge mit Nachbarversorgern habe man aber Vorsorge getroffen. „Das Problem ist nicht die reguläre Versorgung, das Problem sind die hohen Verbräuche, zum Beispiel die Befüllung von Gartenpools an den besonders heißen Tagen im Sommer“, bekräftigte der Verbandsvorsteher. An einigen anderen Orten in Deutschland sei die Lage inzwischen ähnlich oder sogar noch bedeutend angespannter.


    Wegen der massiv gestiegenen Verbräuche und der aktuellen Hitze war der Wasserstand im Hochbehälter in Bergkirchen seit etwa Mitte Juni kontinuierlich gefallen. Am Wochenende fiel die Förderpumpe eines Trinkwasserbrunnens aus; der Defekt konnte aber am Wochenanfang behoben werden. Auch der Defekt an einer Transportleitung wurde repariert. Je nach Wetterentwicklung und Verbraucherverhalten kann sich die Gelb-Phase weiter hinziehen; auch eine Rückkehr zu Rot ist jederzeit möglich.


    Die Trinkwasserförderung läuft derzeit weiter an der Grenze des technisch Möglichen. Zur Entlastung muss daher der Trinkwasserbedarf weiterhin reduziert werden. Besonders das stundenlange Befüllen von Gartenpools, umfangreiche Hofreinigungen, langdauernde Gartenbewässerungen und andere verzichtbare Wasserverbräuche seien in den nächsten Tagen möglichst zu unterlassen. Dies gilt für die Orte Löhne, Bad Oeynhausen, Hüllhorst und für die Ortschaften Hartum, Hille, Holzhausen II, Nord- und Südhemmern sowie für die Stadteile Hahlen und Minderheide in der Stadt Minden.


    Die Trinkwasserampel kann abgerufen werden über die Internetseiten der Gemeinden Hille und Hüllhorst sowie der Stadtwerke Bad Oeynhausen und Löhne. Der WBV „Am Wiehen“ empfiehlt, regelmäßig auf die Trinkwasserampel zu schauen. Die Solidarität aller Wassernutzerinnen und -nutzer sei gerade in den Sommermonaten gefragt, damit das Versorgungssystem nicht überlastet wird. Sollte dauerhaft mehr Trinkwasser aus dem Leitungsnetz entnommen werden als nachts in die Hochbehälter gepumpt werden kann, droht eine massive Störung der regionalen Trinkwasserversorgung. Der WBV möchte daher frühzeitig Vorsorge treffen, dass dieser Fall nicht eintritt.

  • Trinkwasserampel auf Rot (24.06.2022)

    Der Wasserbeschaffungsverband (WBV) „Am Wiehen“ stellt die Trinkwasserampel mit sofortiger Wirkung auf Rot. Durch die massiv gestiegenen Verbräuche in diesen von Hitze und wenig Niederschlag geprägten Tagen ist der Wasserstand im Hochbehälter in Bergkirchen deutlich gefallen. Zudem gab es in Bad Oeynhausen einen Rohrbruch, bei dem eine große Menge Wasser abhandengekommen ist. Auch bei Vorlieferanten kommt es momentan zu Problemen. Die Trinkwasserförderung läuft an der Grenze des technisch möglichen. Zur Entlastung muss der Trinkwasserbedarf deutlich verringert werden und jeder einzelne kann dazu beitragen. Besonders das Befüllen von Gartenpools, Hofreinigungen, Gartenbewässerungen und andere verzichtbare Wasserverbräuche seien in den nächsten Tagen in Löhne, Bad Oeynhausen, Hüllhorst und im Verbandsgebiet des WBV des Amtes Hartum (Ortschaften Hartum, Hille, Holzhausen II, Nord- und Südhemmern der Gemeinde Hille sowie den Stadteilen Hahlen und Minderheide der Stadt Minden) dringend zu unterlassen, teilt der WBV mit.


    Verbandsvorsteher Bernd Poggemöller appelliert an alle: „Wir haben leider keine andere Möglichkeit, um die Wasserversorgung in der Region aufrechtzuerhalten. Jetzt muss jeder einzelne dabei helfen, die Situation wieder zu entspannen.“ Ein Ausfall in der Wasserversorgung hätte weitreichende Konsequenzen, die sich über Wochen ziehen könnten. Die Wasserversorger in der Region arbeiten auf Hochtouren, um dieses Szenario zu verhindern – dennoch komme es auf jeden einzelnen Verbraucher an.


    Wie lange die Trinkwasserampel auf Rot stehen wird, kann der Wasserbeschaffungsverband nicht sicher sagen. Das hängt vor allem vom Wetter und den Verbräuchen ab. Erreichen die für die nächsten Tage vorhergesagten Gewitter und Regenschauer die Region und fallen dann auch kräftig aus, gehen die Fachleute davon aus, dass die Ampel wieder auf Gelb gestellt werden kann. Hinzu kommen die Sommerferien. Wenn vermehrt die Bürgerinnen und Bürger verreisen, könne dies schon einen Teil zur Entspannung beitragen.


    Die Trinkwasserampel kann abgerufen werden über die Internetseiten der Gemeinden Hille und Hüllhorst sowie der Stadtwerke Bad Oeynhausen und Löhne. Der WBV „Am Wiehen“ empfiehlt, regelmäßig auf die Trinkwasserampel zu schauen. Die Solidarität aller Wassernutzerinnen und -nutzer sei gerade in den Sommermonaten gefragt, damit das Versorgungssystem nicht überlastet wird. Sollte dauerhaft mehr Trinkwasser aus dem Leitungsnetz entnommen werden als nachts in die Hochbehälter gepumpt werden kann, droht eine massive Störung der regionalen Trinkwasserversorgung. Der WBV möchte daher frühzeitig Vorsorge treffen, dass dieser Fall nicht eintritt.

  • WBV Am Wiehen schaltet Trinkwasserampel wieder auf Gelb (21.06.2022)

    Der Wasserbeschaffungsverband (WBV) Am Wiehen weist erneut auf eine angespannte Trinkwasser-Versorgungslage hin und stellt die Trinkwasserampel zum zweiten Mal in diesem Jahr auf Gelb. Die Verbrauchsmengen sind mit dem immer wärmer werdenden Wetter massiv angestiegen. Die gebrochene, inzwischen reparierte Transportleitung vom Hochbehälter Bergkirchen in Richtung Bad Oeynhausen wurde inzwischen repariert und zuverlässig abgedichtet. Durch das Leck waren große Mengen Trinkwasser verloren gegangen. Auch die geringen Niederschläge der letzten Tage haben nicht zur Entlastung der Trinkwasserversorgung beigetragen; Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sorgsam mit Trinkwasser umzugehen. Von Gartenbewässerung und Befüllung von Swimming-Pools sei bis auf Weiteres abzusehen, so der WBV.


    Die Trinkwasserampel kann abgerufen werden über die Internetseiten der Gemeinden Hille und Hüllhorst sowie der Stadtwerke Bad Oeynhausen und Löhne. Der WBV Am Wiehen empfiehlt, regelmäßig auf die Trinkwasserampel zu schauen. Die Gelbschaltung gilt als vorbeugende Maßnahme; von einem echten Wassernotstand sei noch nicht zu sprechen. Die Solidarität aller Wassernutzer sei aber gefragt, damit das Versorgungssystem nicht überlastet wird. Sollte dauerhaft mehr Trinkwasser aus dem Leitungsnetz entnommen werden als nachts in die Hochbehälter gepumpt werden kann, droht eine massive Störung der regionalen Trinkwasserversorgung. Der WBV möchte daher frühzeitig Vorsorge treffen, dass dieser Fall nicht eintritt.


    Der Wasserbeschaffungsverband Am Wiehen hat zwischenzeitlich das derzeit technisch Mögliche in die Wege geleitet. So wird die neue Trinkwasser-Transportleitung von Lübbecke nach Hüllhorst in wenigen Wochen fertig gestellt sein. Der neue Hochbehälter in Bergkirchen wurde im vergangenen Jahr in Betrieb genommen. Die Brunnengalerie am Wasserwerk Südhemmern wurde im Winter ertüchtigt und vertragliche Regelungen mit den Nachbarn in Minden und Herford wurden getroffen, um Wassermengen zukaufen zu können. Für die Region soll bald ein Gutachten erstellt werden, um neue Trinkwasser-Ressourcen erschließen zu können.

  • Brunnen 19 ist am Netz (02.06.2022)

    Der neue Brunnen im Trinkwassergewinnungsgebiet Südhemmern ist jetzt in Betrieb gegangen. Der neue Brunnen 19 des Wasserbeschaffungsverbandes „Am Wiehen“ soll pro Tag zunächst etwa 800 Kubikmeter Trinkwasser fördern und die Versorgung in der Region weiter absichern.


    Susanne Brants, Technische Geschäftsführerin des Wasserbeschaffungsverbandes „Am Wiehen“, bedankte sich bei allen Beteiligten für die Zusammenarbeit in dem 250.000 Euro-Projekt. „Alles hat trotz Corona gut geklappt; wir können den Brunnen rechtzeitig vor der Sommerzeit in Betrieb nehmen.“ Trotzdem mahnte sie, mit Trinkwasser sorgsam umzugehen, insbesondere an den sommerlich-heißen Spitzentagen im Juli und August. „Das Trinkwasserversorgungssystem darf nicht überlastet werden durch zu viel tägliche Wasserentnahme“.


    Stefan Wiese, beratender Ingenieur ergänzt: „Die Ressourcen hier in der Region bleiben knapp. Der Wasserbeschaffungsverband und die örtlichen Versorger tun ihr Bestes, um immer genügend Wasser liefern zu können. Aber die Bürgerinnen und Bürger müssen eben auch wissen, dass Gartenbewässerung und Befüllung von Pools im Hochsommer das gesamte System an seine Grenzen bringen können.“


    Üblicherweise kosten neue Brunnen rund 100.000 Euro. Voraussetzung ist, dass sie auf dem bisher bewirtschafteten Grundstück in unmittelbarer Nähe errichtet werden und keine neuen Gutachten erforderlich sind. Der neue Brunnen 19 ist kostenintensiver, weil er auf einem bislang unerschlossenen Nachbargrundstück liegt. Hier ist eine neue, längere Transportleitung mit Stromanschluss und neuer Steuertechnik vonnöten, sodass die Gesamtinvestition bei 250.000 Euro liegen wird.


    Der jetzt in Betrieb gegangene Brunnen ersetzt einen älteren Brunnen, der nicht mehr mit den üblichen Methoden von Ablagerungen gereinigt und regeneriert werden konnte. Eine vollständige Wiederherstellung der ursprünglichen Förderleistung durch die jährlichen Regenerierungsmaßnahmen ist meist nicht möglich. Stefan Wiese: „Wir haben die ersten Brunnen in den 60er Jahren gebaut. Davon betreiben wir einige immer noch, weil sie sich an Standorten im Osten des Wassergewinnungsgebietes befinden, wo wenig Mangan und Eisen im Erdreich vorhanden sind. Andere Brunnen haben wir schon längst erneuern müssen.“ Die letzten Brunnen wurden in den Jahren 2000 und 2001 gebaut. Regenerierungsmaßnahmen laufen meist im Herbst und im Frühjahr, denn im Sommer wird jeder Brunnen für die Trinkwasserförderung benötigt. Die Brunnen haben eine Tiefe zwischen 16 und 28 Metern – je nach Standort und Geologie.


    Im Vorfeld eines Brunnenbaus waren zahlreiche Gutachten und Untersuchungen erforderlich, um die Auswirkungen der geplanten Grundwasserentnahme auf Flora und Fauna zu ermitteln. Ein Monitoring zur Grundwasserabsenkung wird hierfür eingerichtet. Dadurch wird die Fördermenge in Abstimmung mit der Genehmigungsbehörde so angepasst, dass negative Auswirkungen auf den Wasserhaushalt des Moores im angrenzenden Naturschutzgebiet oder erkennbare Gefährdungen für die Schutzziele des Vogelschutzgebietes „Bastauniederung“ vermieden werden.

  • WBV Am Wiehen schaltet Trinkwasserampel auf Gelb (12.05.2022)

    Der Wasserbeschaffungsverband Am Wiehen weist auf eine angespannte Trinkwasser-Versorgungslage hin. Seit Wochen ist sehr wenig Niederschlag gefallen, während die Sonnenscheindauer zunimmt und die Temperaturen steigen. In den vergangenen Tagen sinkt im Hochbehälter Bergkirchen aufgrund des außerordentlich hohen Wasserverbrauches der durchschnittliche Füllstand stetig. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sorgsam mit Trinkwasser umzugehen. Von Gartenbewässerung und Befüllung von Swimming-Pools sei bis auf Weiteres abzusehen, so der WBV.


    Die Trinkwasserampel wurde zunächst auf Gelb gestellt. Sie kann abgerufen werden über die Internetseiten der Gemeinden Hille und Hüllhorst sowie der Stadtwerke Bad Oeynhausen und Löhne. Der WBV Am Wiehen empfiehlt, regelmäßig auf die Trinkwasserampel zu schauen. Verbandsvorsteher Bernd Poggemöller: „Es handelt sich um eine vorbeugende Maßnahme; wir reden noch nicht vom Wassernotstand. Aber klar muss sein: Hier ist jeder einzelne in der Verantwortung, damit das System nicht überlastet wird.“ Sollte dauerhaft mehr Trinkwasser aus dem Leitungsnetz entnommen werden als nachts in die Hochbehälter gepumpt werden kann, droht eine massive Störung der regionalen Trinkwasserversorgung. Der WBV möchte daher frühzeitig die Weichen dafür stellen, dass dieser Fall nicht eintritt.


    Der Wasserbeschaffungsverband Am Wiehen hat vor dem Hintergrund der allgemeinen Situation bereits Konsequenzen gezogen. Ein neuer Hochbehälter in Bergkirchen wurde errichtet und im vergangenen Jahr in Betrieb genommen. Die Brunnengalerie am Wasserwerk Südhemmern wurde ertüchtigt. Eine Transportleitung von Lübbecke nach Hüllhorst wird in diesem Jahr gebaut. Vertragliche Regelungen mit den Nachbarn in Minden und Herford wurden getroffen, um Wassermengen zukaufen zu können. Für der Region soll ein Gutachten erstellt werden, um neue Trinkwasser-Ressourcen erschließen zu können.


    Bundesweit hatten Trinkwasserversorger seit Anfang Mai auf schwankende oder angespannte Versorgungssituationen hingewiesen. Hintergrund sind fallende Grundwasserspiegel, weil es auch in diesem Winter erneut nicht genug geregnet hat. Der allgemeine Trend zeichnet sich seit einigen Jahren ab.

  • Erster Spatenstich für Trinkwasserverbundleitung (04.05.2022)

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    Bildunterzeile: Von links: Markus Hannig (Geschäftsführer Stadtwerke Lübbecke), Matthias Kreft (Betriebsleiter Stadtwerke Löhne/WBV), Alex Ekkert (Heinze Kabelbau), Sascha Langner (Netzgesellschaft Lübbecke), Uwe Franz (Heinze Kabelbau), Michael Scherf (Geschäftsführer Netzgesellschaft Lübbecke), Susanne Brants (Stadtwerke Bad Oeynhausen/WBV), Matthias Große Ahlert (Gesundheitsamt Minden-Lübbecke), Lars Bökenkröger (Bürgermeister Bad Oeynhausen/WBV), Michael Kasche (Bürgermeister Hüllhorst/WBV)


    Um die Trinkwasserversorgung zu sichern, ergreift der Wasserbeschaffungsverband (WBV) „Am Wiehen“ eine weitere Maßnahme. In Kooperation mit den Stadtwerken Lübbecke und der Netzgesellschaft Lübbecke wird eine 2,4 Kilometer lange Trinkwasserverbundleitung zwischen Lübbecke und Hüllhorst gebaut. Der Spatenstich für das Projekt findet am 04.05.2022 statt. 


    „Wir haben schon vor einiger Zeit begonnen, die Trinkwasserversorgung zu verbessern. Die neue Verbundleitung und die Zusammenarbeit mit Lübbecke sind ein weiterer wichtiger Schritt dafür“, so der stellvertretende Verbandsvorsteher und Bad Oeynhausens Bürgermeister Lars Bökenkröger. Die Leitung startet im Südosten von Lübbecke, führt unter Forst- und Waldwegen bis zum Hochbehälter nach Hüllhorst.


    „Unmittelbar profitieren werden davon natürlich die rund 13.500 Einwohnerinnen und Einwohnern von Hüllhorst, da wir hier kein eigenes Trinkwasser fördern. Letztendlich kommt es aber allen Menschen im Versorgungsgebiet zugute“, erläutert Michael Kasche, Hüllhorsts Bürgermeister. Der WBV „Am Wiehen“ versorgt jährlich etwa 100.000 Bürgerinnen und Bürger mit etwa 5 Mio. Kubikmeter Trinkwasser.


    Durch die neue Transportleitung kommen weitere 150.000 Kubikmeter für die Versorgung hinzu. Dies wird vor allem in trockenen Phasen mit Spitzenverbräuchen eine große Entlastung bieten. „Wir appellieren immer wieder, ausgerechnet an heißen Sommertagen gerade nicht die Pools zu befüllen und gerade nicht an diesen Tagen die Gärten zu bewässern. Diesen Appell spreche ich schon heute sehr bewusst aus, obwohl der Sommer noch nicht unmittelbar bevorsteht“, so Bökenkröger.


    Markus Hannig, Geschäftsführer der Stadtwerke Lübbecke, erklärt dazu: „Wir sind sehr froh darüber, dass wir mit dem Wasserbeschaffungsverband zur Sicherstellung der Trinkversorgung zusammenarbeiten können. Es ist wichtig, dass wir uns in der Region gegenseitig unterstützen.“ Zu der neuen Leitung gehört auch eine Druckerhöhungsanlage. Das Projekt wird insgesamt rund 315.000 Euro kosten und soll im Juli fertig gestellt werden, sodass sie schon in diesem Sommer die Trinkwasserversorgung ergänzt.


    Michael Scherf, Geschäftsführer der Netzgesellschaft Lübbecke, freut sich zudem, dass auch der anberaumte Baubeginn, trotz der augenblicklich schwierigen Marktlage, gehalten werden konnte. Hierzu einen großen Dank an alle Beteiligten für deren großes Engagement.   

  • Inbetriebnahme von Brunnen 19 findet Anfang Mai statt (12.04.2022)

    Die Inbetriebnahme des neuen Trinkwasserbrunnens 19 in Südhemmern steht kurz bevor. Bis in die ersten Maitage hinein wird an der unterirdischen Transportleitung zwischen Brunnengalerie und Wasserwerk gearbeitet.


    Von Mitte März bis in den April wurde die in die Jahre gekommene Unterquerung des Donaugrabens erneuert. Das neue Rohr mit einem Durchmesser von 45 cm wurde hierzu mit schwerem Gerät im Bohrspülverfahren eingebaut.


    Auch zur Anbindung des Brunnen 19 ist die Außerbetriebnahme von Teilen dieser Leitung notwendig. Dies wird jetzt gleichzeitig zur Inspektion und Reinigung genutzt. Grundwasser enthält natürliche Stoffe wie Eisen und Mangan. Diese lösen sich bei Kontakt mit Sauerstoff und werden üblicherweise im Wasserwerk Südhemmern aus dem Wasser gefiltert. Auf dem Weg hierhin kommt es über die Jahre aber auch zu Ablagerungen in den Leitungen. Susanne Brants, zuständig für die technische Betriebsführung des WBV: „Das ist eine ganz übliche Maßnahme. Dies zu tun bietet sich gerade jetzt an, da die Leitung außer Betrieb ist.“ Die Arbeiten starten nach Ostern und dauern ca. 14 Tage.


    Zu einer Wasserverknappung wird es jedoch nach Angaben des Wasserbeschaffungsverbandes „Am Wiehen“ voraussichtlich nicht kommen. Die Arbeiten sind gewissenhaft geplant und das Wetter lässt noch keine Spitzenverbräuche erwarten. Gleichwohl wird vorsorglich seitens des WBV auf die bewährte Trinkwasserampel hingewiesen.


    Die Trinkwasserampel zeigt in den klassischen Ampelfarben Rot, Gelb Grün den aktuellen Status der Trinkwasserversorgung an. Aktuell steht die Ampel auf Grün. Die Trinkwasserampel wird dargestellt auf www.stadtwerke-loehne.de, www.stadtwerke-badoeynhausen.de, www.badoeynhausen.de, www.hille.de und www.huellhorst.de sowie auf Facebook: @wbvamwiehen.

  • WBV erreichte über 10 000 Menschen mit Online-Quiz (06.04.2022)

    Als großen Erfolg bewertet der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ die 14tägige Online-Aktion anlässlich des internationalen Wassertages am 22. März. Erzielt wurden rund 12 000 „Impressions“.


    Die Aktion, bei der die Bürgerinnen und Bürger 40 Regentonnen und 15 Eintrittskarten für Freibäder aus der Umgebung gewinnen konnten, ging am 6. April zu Ende und erreichte viele Menschen im Versorgungsgebiet. Alle Regentonnen der Firma Spellmann und die Tickets für das Löhner Freibad, das Sielbad und das Mindener Sommerbad konnten an glückliche Gewinnerinnen und Gewinner übergeben werden.


    „Als Haupterfolg sehen wir aber an, dass alle Teilnehmenden sich auf diese etwas spielerische Art mit dem Thema Trinkwasser auseinandergesetzt haben und dafür sensibilisiert wurden“, erklärt Verbandsvorsteher Bernd Poggemöller.


    Die Facebook-Aktion bestand aus Quizfragen rund ums Wassersparen. Gefragt wurde etwa, wann man im Garten eine Regentonne aufstellen sollte (im Frühjahr) oder wie viel Trinkwasser jeder Mensch durchschnittlich am Tag verbraucht (ca. 127 Liter). „Dabei sollten nicht möglichst schwere Quizfragen gestellt werden, sondern es ging darum, dass die Menschen sich mit dem Thema schon im Frühling befassen“, so Poggemöller. „Denn auch wenn die Trinkwasserversorgungssicherheit grundsätzlich sehr gut ist, kann sie im Sommer bei Spitzenverbräuchen gefährdet werden.“ Dem kann man glücklicherweise schon jetzt etwas vorbeugen, indem man Regenwasser sammelt und Pools vor den heißen Tagen befüllt. Bestenfalls sieht man von einem eigenen Gartenpool ab und besucht die lokalen Freibäder.


    „Gleichzeitig können die Bürgerinnen und Bürger natürlich davon ausgehen, dass wir uns als Wasserbeschaffungsverband hier in der Region gemeinsam mit unseren Mitgliedern aktiv um die Sicherheit der Trinkwasserversorgung kümmern“, ergänzt Poggemöller.


    Die Erweiterung des Hochbehälters in Bergkirchen von 7,500m³ auf 17.500 m³ war ein wichtiger Baustein dafür. Außerdem wird an Kooperationen mit anderen Trinkwasserlieferanten in der Region gearbeitet und sich um die Instandhaltung der bestehenden Brunnen gekümmert. Natürlich werden durch den WBV auch neue Brunnen gebohrt und die Trinkwassertransportleitungen unterhalten.


    Im vergangenen Jahr fand ebenfalls eine erfolgreiche Aktion des WBV statt, bei der die Menschen im ganzen Versorgungsgebiet Regentonnen gewinnen konnten. „Das Interesse freut uns sehr, da jede genutzte Regentonne einen Unterschied machen kann“, so Poggemöller.

  • Zum Tag des Wassers am 22. März (21.03.2022)

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    Bildunterzeile: Von Links: Heike Spellmann (Spellmann Baustoffe), Susanne Brants und Holger Freymuth WBV Am Wiehen.


    Am 22. März findet der internationale Tag des Wassers statt – diesmal unter dem Motto „Unser Grundwasser: der unsichtbare Schatz“. Dies nimmt der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ zum Anlass, alle Bürgerinnen und Bürger auf die Trinkwassersituation im Sommer hinzuweisen.

    Dazu startet der WBV „Am Wiehen“ ein Facebook-Quiz rund um das Thema Trinkwasser. Dort können Regentonnen für den Garten sowie auch Eintrittskarten für die drei Freibäder in der Region gewonnen werden.


    „Grundsätzlich ist unsere Trinkwasserversorgung solide“, sagt Verbandsvorsteher Bernd Poggemöller. „Aber wir möchten unter allen Umständen vermeiden, dass die Versorgung mit Trinkwasser an den sehr heißen Sommertagen zum Problem wird.“ An diesen heißen Tagen ist die Wasserentnahmemenge durch zusätzliche Gartenbewässerung und Befüllung von Pools und Schwimmbecken mitunter so hoch, dass die Systeme an ihre technischen Grenzen stoßen.


    „Mit dem Hochbehälter in Bergkirchen und dem neuen Trinkwasserbrunnen in Südhemmern haben wir in der letzten Zeit wichtige Bausteine für die Trinkwasserversorgung gelegt. Aber unser verfügbares Trinkwasser ist begrenzt und sollte deshalb immer mit Bedacht verwendet werden.“ Gleichzeitig arbeitet der Verband weiter an neuen technischen Lösungen sowie auch an Partnerschaften mit weiteren Trinkwasserlieferanten in der Umgebung. Poggemöller: „Das Thema Trinkwasser ist für die Region auch in Zukunft essenziell.“


    Um daher die Bürgerinnen und Bürger in der Region bereits im Vorfeld des Sommers für den sorgfältigen Umgang mit Wasser zu sensibilisieren, haben sich die Verbandsmitglieder zu der ungewöhnlichen Quiz-Aktion entschieden: „Das sind Multiple-Choice-Fragen, die spielerisch den Umgang mit Trinkwasser im Sommer näherbringen. Diese kann man beantworten, wenn man sich mit der Trinkwassersituation in unserer Heimat ein wenig näher befasst hat“, erläutert Poggemöller das Quiz-Prinzip. Es gehe um eine spannende Wissensvermittlung. Die zusammenfassenden Antworten auf sämtliche Fragen, die auf Facebook gepostet werden, sind tagtäglich nachzulesen unter www.trinkwasser-in-owl.de/FAQ.


    Die Online-Quiz-Aktion startet auf der Seite www.facebook.com/wbvamwiehen am 22. März und endet am 1. April.


    Die Gewinne wurden mit Bedacht gewählt: Regentonnen für den Garten und der Besuch von Freibädern - statt der Nutzung eines eigenen Pools im Garten - sind auch Maßnahmen, die sich positiv auf die Trinkwassersituation auswirken.

  • Mit Geschäftsbereichsleiterin Wasser Susanne Brants von den Stadtwerken Bad Oeynhausen gewinnt der WBV eine neue technische Betriebsführerin (15.03.2022)

    Die Stadtwerke Bad Oeynhausen AöR übernimmt mit Susanne Brants die technische Betriebsführung beim Wasserbeschaffungsverband Am Wiehen. Sie löst Stefan Wiese ab, der weiterhin als Ingenieur beratend tätig bleibt.


    Für den WBV geht mit diesem Schritt vor allem ein wesentlicher Zuwachs an Know-how und Spezialisierung einher: „Das Büro Wiese hat Kompetenzen im Bereich Planung und Beratung; ich bringe die Kompetenzen im Bereich Versorgung und Betrieb mit. Daraus entsteht ein Mehrwert für alle Beteiligten, nicht zuletzt für die Bürgerinnen und Bürger in der Region.“, so Brants.


    Susanne Brants verfügt über eine langjährige Expertise im kommunalen Ver- und Entsorgungssektor, die sie in ihrer Funktion als neue technische Betriebsführerin optimal in die Geschäfte des WBV einfließen lassen kann. Seit 2019 leitet die Bauingenieurin den Geschäftsbereich Wasser bei den Stadtwerken Oeynhausen. Vor ihrer Tätigkeit in Bad Oeynhausen hat Brants u.a. die lokale Wasserversorgung für ein hessisches Stadtwerk verantwortet.


    Der Ursprung der technischen Betriebsführung des WBV geht bis in das Jahr 1991 zurück, in dem das Ingenieurbüro Wiese mit dieser Aufgabe beauftragt worden ist. „Viele Anlagen der kommunalen Wasserwirtschaft hier in der Region hat mein Vater noch geplant und realisiert. Ich bin später dann ganz selbstverständlich in die Materie hineingewachsen und habe die Rolle 2004 übernommen“, berichtet Stefan Wiese.


    Mit der Kombination aus Wieses langjährigem Erfahrungsschatz und Brants Expertise begibt sich der WBV nun auf Zukunftskurs. Die Basis dieser Kooperation bildet eine erfolgreiche Teamarbeit und die Nutzung von Synergieeffekten:


    Während das Ingenieurbüro Wiese sich weiterhin den Wartungen, Reparaturen, Neu- und Umplanungen im Wasserwerk Südhemmern sowie der Überwachung der zugehörigen Transportleitungen und Aggregate nebst 21 Entnahmebrunnen widmet, trägt Brants die Weisungsbefugnis und rechtliche Hauptverantwortung.


    „Wir arbeiten zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger und unsere Hauptaufgabe ist es, die Trinkwasserversorgung sicherzustellen, und zwar heute, morgen und für die weitere Zukunft.“ Die kaufmännische Betriebsführung des Wasserbeschaffungsverbandes Am Wiehen liegt übrigens bei den Stadtwerken Löhne, vertreten durch Holger Freymuth; er ist in der Hauptsache Geschäftsbereichsleiter Energie- und Wasserversorgung bei den Stadtwerken in Löhne.

  • Brunnenstube in Südhemmern aufgestellt (04.02.2022)

    Das Brunnenprojekt des Wasserbeschaffungsverbandes „Am Wiehen“ im Wassergewinnungsgebiet Hille-Südhemmern befindet sich in der Schlussphase. Vor einigen Tagen wurde auf den neu geschaffenen Brunnen 19 die sogenannte Brunnenstube aufgesetzt. Dieser Schacht wurde von dem bisherigen Brunnen 17 an den neuen Standort über dem Brunnen 19 verfrachtet. In dem kreisrunden Gehäuse mit 2,50 Meter Durchmesser werden nun noch Messtechnik und Armaturen für Wasserproben und Be- und Entlüftung installiert. Anschließend soll der Boden noch angeschüttet werden, damit man den Schacht auch von oben betreten kann. Im Februar soll dann die Anbindung an die Rohwasserleitung zum Wasserwerk Südhemmern hergestellt werden. Der alte Brunnen 17 wird dann außer Betrieb genommen.


    Die Maßnahme in dem Wassergewinnungsgebiet war notwendig geworden, um die Trinkwasserversorgung in der Region auch für die nächsten Jahre zu sichern. Der alte Brunnen 17 hatte sich zunehmend mit Mangan- und Eisenrückständen zugesetzt; eine Reinigung (sogenannte Regenerierung) war technisch nicht mehr sinnvoll. Die Gesamtinvestition des Projekts liegt bei 250 000 Euro.


    Während der Schacht einen Durchmesser von 250 Zentimetern hat, misst die Brunnenbohrung nur 130 Zentimeter. Das Brunnenrohr selbst misst 40 Zentimeter im Durchmesser; es wird von einer Schicht aus Kies ummantelt. Durch diesen Kies sickert das Grundwasser in das perforierte Rohr und kann mit Pumpen gefördert werden.


    Trinkwassergewinnungsbrunnen werden mit Hochdruckreinigungstechnik regeneriert, wenn durch Ablagerungen in der Kiesummantelung und in den Filterschlitzen des Rohres die Förderleistung nachlässt. Eine vollständige Wiederherstellung der ursprünglichen Förderleistung ist dadurch jedoch meist nicht möglich. Stefan Wiese, Technischer Berater beim Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“: „Wir haben die ersten Brunnen in den 60er Jahren gebaut. Davon betreiben wir einige immer noch, weil sie sich an Standorten im Osten des Wassergewinnungsgebietes befinden, wo wenig Mangan und Eisen im Erdreich vorhanden sind. Andere Brunnen haben wir schon längst erneuern müssen.“ Die letzten Brunnen wurden in den Jahren 2000 und 2001 gebaut. Regenerierungsmaßnahmen laufen meist im Herbst und im Frühjahr, denn im Sommer wird jeder Brunnen für die Trinkwasserförderung benötigt. Die Brunnen haben eine Tiefe zwischen 16 und 28 Metern – je nach Standort und Geologie.


    Im Vorfeld eines Brunnenbaus waren zahlreiche Gutachten und Untersuchungen erforderlich, um die Auswirkungen der geplanten Grundwasserentnahme auf Flora und Fauna zu ermitteln. Üblicherweise kosten neue Brunnen rund 100.000 Euro. Voraussetzung ist, dass sie auf dem bisher bewirtschafteten Grundstück in unmittelbarer Nähe errichtet werden und keine neuen Gutachten erforderlich sind.


    Der neue Brunnen 19 ist deutlich kostenintensiver, weil er auf einem bislang unerschlossenen Nachbargrundstück liegt. Hier ist eine neue, bedeutend längere Transportleitung mit Stromanschluss und neuer Steuertechnik vonnöten, sodass die Gesamtinvestition bei 250.000 Euro liegen wird. Der Standort befindet sich in einem Landschaftsschutzgebiet und grenzt an ein Naturschutzgebiet an. Daherkann dort erst seit September gearbeitet werden. Der Brunnen soll im März in Betrieb gehen.

  • Vorsorgender Grundwasserschutz günstiger als Nachsorge (12.01.2022)

    Aus Sicht der Wasserwirtschaft hat sich die Grundwasserbelastung mit Nitrat im Wasserschutzgebiet (WSG) Hille-Südhemmern verringert. Man müsse aber achtgeben, dass sich die Situation durch Einträge von Nitrat nicht wieder verschlechtere. So die Mahnung von Dr. Franz Antony, Geschäftsführer des Ingenieurbüros INGUS. INGUS betreut und berät im Auftrag des Wasserbeschaffungsverbandes Am Wiehen ganzjährig die Landwirte in der Region in Fragen des Düngemanagements. Die Zusammenarbeit mit den heimischen Landwirten laufe sehr gut. Fazit: Es wird nachweislich weniger gedüngt.


    Wurden 2012 nach der Ente noch 121 Kilogramm Rest-Nitrat pro Hektar im Herbst im Boden gemessen, waren es 2019 noch 98 Kilogramm Nitrat und 2021 nur noch 91 Kilogramm. Der Belastungsdruck geht also nachweislich zurück. Als optimalen und kostensparenden Weg zu gutem Grundwasser nannte Antony die gemeinsame Vorsorge mit den Landwirten.


    Etliche in der Landwirtschaft eingesetzte Stoffe gelangen laut Antony in unterschiedlicher Art und Weise in den Boden. Ein Hauptaugenmerk der INGUS-Fachleute richtet sich seit Jahren auf Nitrat. Denn bei einer zu hohen Stickstoffdüngung verbleiben nach der Ernte auch zu hohe Nitratwerte im Ackerboden. Genau hier greift die Grundwasserschutzberatung ein. INGUS schließt mit den Landwirten auf fast 1.000 Hektar jedes Jahr Verträge zur winterlichen Begrünung ab, um die Nitrat-Rückstände im Boden über Winter deutlich zu reduzieren. „Denn je geringer die Nitrat-Rückstände im Herbst im Boden sind, umso weniger Nitrat kann dann in der winterlichen Regenphase mit dem Sickerwasser aus dem Boden ausgewaschen und ins Grundwasser eingetragen werden.“ Als Begrünungsmaßnahmen werden unter anderem Zwischenfrüchte (z.B. Sonnenblumen) eingesetzt. Diese binden das Nitrat und halten das Sickerwasser sauber. „Im Frühjahr werden diese Zwischenfrüchte dann wieder untergepflügt, da sie ihre Schutzaufgabe erfüllt haben“, so Antony.


    Die hydrogeologische Situation in der Region beschreibt der Fachmann so: „Der Grundwasserleiter ist relativ flach; ein Ausweichen der Trinkwasserbunnen in größere Tiefen ist nicht möglich. Das Sickerwasser benötigt 10 bis 20 Jahre bis es als Grundwasser an den Trinkwasserbrunnen ankommt. Damit haben wir relativ junges Grundwasser.“ Im Jahre 2012, als INGUS mit der Analyse und Beratung begann, habe es einen starken Handlungsbedarf beim Düngemanagement gegeben. Die Trendumkehr sei inzwischen geschafft. Neben den Begrünungsmaßnahmen sei das Wichtigste eine korrekte Düngebedarfsermittlung und Düngeplanung. Das alles müsse im Dialog mit den Landwirten dann umgesetzt werden. Insgesamt beteiligen sich mit aktuell 46 Betrieben fast alle Landwirte im WSG Hille-Südhemmern an der von INGUS angebotenen Düngeberatung und den Flächenmaßnahmen im Feld.


    Vorsorge sei immer besser und sogar deutlich preisgünstiger als die Nachsorge durch technische Filteranlagen. Antony beschrieb, dass es in Deutschland bereits Wasserwerke gibt, wo das aus dem Grundwasser gewonnene Trinkwasser technisch aufwändig vom Nitrat und von anderen Stoffen befreit werden muss. Er rät daher, alles daran zu setzen, dies durch ausreichende und frühzeitige Vorsorge zu vermeiden, ganz nach dem Motto: „Was erst gar nicht ins Grundwasser reinkommt, muss auch später nicht herausgeholt werden“, so Antony.